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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-01-14 · Heft 3 (14.1.1856) · p. Seite 35

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 3 (14.1.1856)
Date
1856-01-14
Page
Seite 35 (sequence 7)
Language
German
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.; Aus Württemberg , im Januar. (Rückblick auf 1855.) Von den Heimgegangenen nuoGutes! Wir können von dem abgelaufenen Jahre wenigstens nichts Schlimmes: berichten. Die Gesetzgebung hatden Israeliten Schwabens keine Reaction gebracht, die in der Kammer berathenen Entwürfe sind. nicht zur Geltung gekommen und werden wieder neue den Ständen vorgelegt werden; wie diese sich gestalten, ist den.'gesetzgeberischen Factoren-Vorbehalten. Hoffen:wir das Beste! Unsere israelitische Oberkirchenbehörde entwickelte emsige Thätigkeit für Schulen undLehrer, sechs Stunden müssen zum hebräischen Unterricht, außer der gewöhnlichen Schulzeit, verwendet werden; doch, wünscht sie, daß die Gemeinden ihre Lehrer besonders dafür. bezahlen.. und. die Rabbinen . wirken darin rühmlich, um die Schule zu heben und die finanzielle Lage .der Lehrer zu bessern, nur, wenige dürften indieser , Beziehung eine Ausnahme .machen und denLehrern die Berufsfreudigkeit verderben. In solchen-Gemeinden, wo Lehrer und Rabbine, Synagoge und Schule nicht einmüthig wirken,'kann nichts Ersprießliches gedeihen.. Hoffen wir, imnächsten Jahre keine solche Klagen Vorbringen zu dürfen. r- Der Waisenverein, die Wilhelmspflege in Eßlingen,gedeiht unter Gottes Segen und unter der musterhaften Leitung ihres Vorstandes vr. Adolph Levi in Stuttgart, Mitglied, .der K. Oberkirchenbehörde, und Kirchenvorsteher . derGemeinde Stuttgart.. Der; Waisenvater, Lehrer-Lieh mann, wurde, im neuesten Rechenschaftsberichte" der Anstalt.: wegen: .seiner: treuen Amtsverwaltung und der schönen Erfolge.' .in Betreff: der Erziehung und des Unterrichts; gerühmt;.wir wünschen ihm weiternden Segen /Gottes des himmlischen WaisLnvaterS.Die .'Gemeinde Stuttgart wächst nu-! cherisch bedeutend, sie ist fast auf 150 Genossen an-! gewachsene Leer! aber sind die Räume, die/bestimmt sein! sollten- .die junge, Heerde Israels unter.einem Hirten: zu einigen.:. Es. äst noch-keine, israelitische Volksschule! in der-Hauptstadt Württembergs.; die Religionsschule! allein -kann nicht: genügen. /'Die Concentration des Unterrichts: erfordert-es-daß Religionskenntnisse, humanistisches und.reales j Wissen in Einklang gebracht werden.! - Der kosmopolitische > Standpurckt ist /überwunden- - Md en ssi nd w ir, als Juden füh-l e N wir uns und : als Juden - wollenwir uns geltend machen. Auch Alm wächst zu einer Kehilo an und wir -Höring daß -man dort damit umgehe, .eine israf- ' Mische Volksschule -M - gründen./ —! Württernbergische jüdische Fabrikanten /find./ aufj Jndufixse -. Ausstellung , fast sämmtliche,: /die; file^hMickt.hgb.en, ausgezeichnet wordene -'Herburgers Söhne.jn - Htuttgaxt in Stickereien.,; Kaufmann, und ■ Gutmann; in. Göppingen in Baumwollenmanufactur- Waaren--; Heit Weil in Oberdorf für,..LeiVfabpikgtjM,, -tzielw.-tyuche auch von der: Gesellschaft, für.Vezbreitung derKünste und Wissenschaften in, London: zum Ehrenpjceprästdenten berufen; ein Mann-? der von der. Pigu.eauf, gedient, sich:/vom Arbeiter als Autodi-dakt/zuM. tüchtigen Chemiker aufgeschwnngen . hat. -Alle-,diese.Firmen wurden schonauf,; der, Münchener Industrie- Ausstellung mit Preisen.- bedacht.—! Mftrem -hekaynten - Bildhauer Albert .Güldenstein ift große Ehre dadurch widerfahren, .daß Se<. Majestät,-pep König Ml Allerhöchsti.hr.enTöchtern W:KöMgyr--von Holland dessen Atelier besuchten und ihm den Auftrag ertheilten, ■ einige! Modelle :fn/Marmor s.ausMführeUyrMlcher hohe Auftrag nvoN: -ihm.--schon M Worden. Bei dm. begründeten:Puhmx.jyeSHünstlppS .ist gewiss S.chgneö zn eYvWpn^^Meit BgffexmaMS Tod sind Berthold Auerbachs Werke in den v^'Cot- .taMen. Verlag Mergegangeg,, wie. zweiteAuftggo von Spinoza /erscheint eben im zweiten Wdxucke^dort^ Vom SemiyardMctor vr. Eisenlohr - ist die KMichte des Volkes Israel bis zur Auflosung„des;,Reichs-^nach iEwald's - Werk, erschienen,, ipkj. sehr peMndlich -Mrs Volk geschrieben:- ist.i(rr:iMe f!e,vixatz-sEH^ .hgi kürzlich wieder einmal Schwierigkeiten der K. Oberkirchenbehörde bereitet. , Ein HtanMerweigerte die Vollziehung der Chaliza'seiüer Schwägerin; das betreffende Bahbiliat>::Ms:die. Leute, gettaM wMreDicht, ob/ ein Challza.- Brief gefertigt Wochen^ jbftj nicht, ..er war - - einmal, -nicht MchMdM Z ntyft Ob^rkircherlhehürtze' war inein> Kitzmma^ geheilt, wM, konnte die Srpreffungsversuche--deA-tzchwMer^.geM/d!^^W5 nichts gut - heißen unddoch lgßt.ßchpW,Standpunkte der talmudischen Missenschast zd,je,^Chaliza, nichts.beseitigen , ohne > die ganze. Mische'. MWesetzgehung.^ iyS Zweifelhafte zu ziehen. Die SLche.sesbstrvuKedstrch .Vepgleich erledigt--j aher W MwierjgeMHt^sall kann wiederkehren,: darum sollte dieösraelitssche.O.be,rkLrchenbehörde doch, Maßnahmen. in HichtWg ftreffer;, daß iVerstpße-. gegen-, dw/Moml-myd/jditz ^echtSan-- fchauung der- Jetztzeit durch derartige, Menn auch. Mt w e r altere^doch alte Institutionen hervpMsufeu wy-M-

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