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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-01-07 · Heft 2 (7.1.1856) · p. Seite 22

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 2 (7.1.1856)
Date
1856-01-07
Page
Seite 22 (sequence 10)
Language
German
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Verwaltungsrathe Beim Creditfmöbilier außerden Mitbegründern Freiherrn v. Rothschild und Edler v. Lümmel auch die Herren Leopold v. Wertheimstein, Moriz Goldschmidt, Jonas Königswarder und Eduard Wiener bestimmt sind. . Eben so höre ich, daß jüngst dem Vertreter Herrn Sichrovsky eine Auszeichnung widerfuhr Als Generalfecretair der Nordbahn begleitete er Se. Majestät mit den Erzherzogenzu einer Hofjagd nach der kaiserlichem Herrschaft Holitsch: Da wurde derselbe eingeladenan der Jagd Theil zu nehmen und wurde auch zur Tafel zugezogen. . Auf der Börse gab es jüngst einen kleinen Lärm. Auf den Karten, die die Börsenbesucher für das nächste Jahr auszufertigen haben, befand sich eine Reform. Es.sollte auch eine neue Rubrik: Religion ausgefüllt werden... Wie ich höre, soll diese Maßregel von einem. Beamten, des. Börsenrathes ausgegangen sein*). - > Zum Schluffe noch die.Nachricht! Herr Rabbiner Rappöport aus Prag befand-sich jüngst auf fur^e Zeit hief^I Welchi eine edle und imposante Persönlichkeit: Wie interessant undr belehrend! ist Mes Umgang - mit ihm:'. -So - fremd - auch anfänglich - r seine Aussprache klingt> so versteht: es doch dieser vielUMsaffende' Geist, dey:: Zuhörer zu gewinnen. n'JG müß ^bei dieftr Gelegenheit auf ein Gerücht zurückkommendas sich im vorigen Jahre' gegen diesen gefeierten -Mann verbreitete. Es, hieß--:daß. in. Prag eine Vorstellung an die Behörden ergailgen ist, wo man den Arm der weltlichen Macht zu Hülfe rufen wollte, um die Sabbathfeier nach jüdischen Gesetzen aufrecht zu erhalten. Nun ging allerdings dieser Antrag von-Prag aus; doch nicht voy. Rappoport. Ein Mannder weiß, welches Heil chft Einmischung der Römer bei Hyrkan und Aristobul'dch Judch.-brachte, wird, nie und nimmer die Einmischung! .einer - fremden. Macht in. jüdisch-religiöse:-Angelegenheiten . wünschen. Der -Mann, der dies^ Wünschte-und: wollte,-sitzs im Prager Rabbinate allerdings:- /Er ist - ein -F r e u n d der orthodoxen Partei/rMes'dÄ Wissenschaft im-Judenthume keine Berechtigung zuerkennen. .? - Wien, 14. December. (Privatmitth.) - Vor-Allem muß ich Ihnen jetzt, zu dem Werke, das Sie ins Leben gerufen haben, aus vollem Herzen gratüliren. ' *) Rach den öffentlichen Blattern sollen alle Börsenbefucher: einstimmig die Rubrik auszufüllen verweigert haben. Ich- Meine' nämlichi zu 'deml>,Institut^zür 'FörderüD der israelitischen Literatus" Es ist wirklich" ülftrraschend, was Alles für eine kleine Summe geboten* wird, raultmn et. rmilta. Ich; glaube kein falscher Prophet zu sein , wenn ich - ' sage/ däß / im - Jahre die Zahl' der Abonnenten nicht nur doptest/ sondern drei- und vierfach sein wird. Da sieht man/ welchen Erfolg es hat, wenn ein Mann von Einsicht' und Erfahrung die Dinge bei der rechten Seite faßt: — Ich kann aber auch dabei einen ernsten Gedanken nicht unterdrückend Was könnte aus uns Juden werden, wenn man wie da einen Einigungspunkt fänds Wo ist derjenige, der die verstreüeten Sandförnet mÄ einander verbinden kann?— Doch begnügen wir uns zunächst mit dem, was geschehen ist;hoffenwir/dasi von der Literatur-Ms sich unsere Verhältnisse-krystaö lWen werden'Die Kraftdie dieses Institutschafft/ istin vollerl Männesstärke;' nun denN/ so bringt W Ihnen statt des Glü^w'uusches das Wört Unserer'Ak-' tenMivÄ b'iinhr:1;Vä.; Führen Sie rüstig weiter, wasSie begonnenhaben. ymUy-t ::! 5 -'Ich i komme nutt^ l wieder - aüf die Predigerfräge^ Wie ich höre, * ist bereits eine Pürisication Unter wett Concurrenten vorgenommen wordem- Es - sind einige ausgeschieden' worden - zum Theil wegen ihrer Befähigung^ zum Theil wegen' ihrer Familien oder söriL stigen Verhältnisse. — Es dürfte aber auch jetzt die Wähl schwersein. Es haben sich Stimmen C hören! lassen, die gegen das System der Concurrenz eifern, Und nicht mit Unrecht wird hervorgehoben, man dürft die Kanzel durch Probepredigten von Jedermann nicht hevabwürdigen lassen. - Nun ist es allerdings wahr) Man wird: nicht i Jeden zulassen. Die - Wähl bleibt aber nach wie vor sehr schwierig. Diehiesige' Ge2 meinde stellt große Anforderungen, sie ist berechtigt, cmctz Igenythigtf däzü:. In der - Residellzj so mannigfach zu wirken giebt, müssen vielseitige Ansprüche-geltend gemacht werden. Sobedeutend aber auch: manche der-Concurrentes sind/ so häügen-sich doch überall Bedenken cutv Cs darf aüchonicht vÄ geffen' werdendaß -eine Probepredigt ödes auch'zwek und -drei — wenn sie auch Vas Ürtheik über -dlesi Prediger mbgeben, waS noch' immerhingestellt bTei^ ben mag, doch kein 'Kriterium für die Ämtswirkfamk-e-it u: st - w. abgeben.' Wie wäre es nun, wenn Man das Alte-mit dem Neuen verbinden würde-? -li'2)eö Tempel wird - frühestens Rösch - haschvno' 56 1 8fertig:

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