Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 2 (7.1.1856)
- Date
- 1856-01-07
- Page
- Seite 21 (sequence 9)
- Language
- German
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\ bischen wie vom religiösen Standpunkte aus beleuchtet", beauftragt. So löblich auch dieses Vorhaben an sich ist, so möchte der jetzige Zeitpunkt und die Zusammensetzung der beiden Häuser hierfür nicht,günstig sein. Das vorläufige Programm der Rechten dürste uns einen hinreichenden Wink geben, daß jetzt j-ip'Ti'iab n* sei.. Mit den Worten der Wirthin des Propheten Elischa (1 Kön. 18, 17.) könnte dem Creuznacher Vorstände trotz seiner guten Absicht dennoch von manchem Israeliten vorgeworfen werden: m ■»ai* n&i TOTJib. — ES sollen auch aus diesem Grunde manche Gemeinden ihre Betheiligung abgelehnt und von diesem Vorhaben abgerathen haben. Vielleicht haben Sie, Herr Redacteur, im wichtigen Interesse dieser Sache die Güte, Ihre Ansicht darüber zu äußern, die gewiß für Viele maßgebend sein würde. — (Wir theilen gänz-; lich die Ansicht des geschätzten Correspondenten./ Wenn eS im Interesse. eines großen Princips geschähe, so konnte man sagen: man muß wenigstens der-Welt zeigen, daß man sein Recht nicht aufgiebt. Hier aber,, wo . es eine vereinzelte Unbisie gilt,; da.muß man fragen:. was wird; es nützen? und was wird es bewirken? Die erste Frage: muß voraussetzlich verneint werden, denn, wenn auch die Rechte.im Abgeordnetenhause vielfach divergiren wird, so wird sie doch den Juden gegenüber, insonders in dieser.Sacheeinig sein, und das Herrenhaus gewiß. . Was aber die Eingabe bewirken wird? Man kann nicht voraussehen, welche Aeußerungen fallen werden — denn wir haben ja Niemanden dort, der ihnen eine Schranke setzen kann — und daher wo Erfolg und Wirkung so zweifelhaft sind, müssen auch wir gänzlich davon abrathen. Redaktion.) . , - Oesterreichischer Kaiserstaak . Wien, 7. December.' (Privatmitth.) Wir.haben Chanukah!. .Sie werden; vielleicht; fragen, wie feierlich das-Fest begangen wird? was Alles geschieht? 7-. Nqn,, aus den einzelnen häuslichen Kreisen könnte ich.Ihnen allerdings, wenig erzählen. Man will sich über die Bedenklichkeit beim Lichteranzünden „Wehechen We-Ziwonu" hinaussetzen und zündet -eben garkejne Lichter.,an. Aber der Wohlthätigkeitssinn.hat;wieder -Gelegenheit,;,sich zu zeigen^ Kinderbewahranstatt und Kreuzerverein geben.den Kindern, die unter Hrer-Ob- 21 Hut stehen, ein kleines Fest. Die Kleinen erhalten , eignen th.eilweisen oder ganzen Anzug,: der ihnen in der harten, Winterszeit sehr gut kommt. Kuchen und Obst thun das.ihrige, um die momentane, freudige Stimmung anzuregen. -Damit -übrigens die Kinder nicht ganz leer. an Belehrung Weggehenwird, ihnen ein kleiner Vortrag gehalten.: Sie müßten: sich diese.freudestrahlenden .Gesichter der Kinder ansehen. —.Doch nicht minder heiter, und freudig sind die Vorsteherinnen.: Als gelte es den eigenen Kindern, ein Fest-zu bereiten, werden Wochen lang vorher schon die .Vorbereitungen dazu getroffen. Mit gutem Beispiele vorangehend, werden Freunde und Bekannte. aufgefordert, milde Beitrage zu geben, um diese außerordentlichen Auslagen zu decken, da die eigentlichen. Beiträge und noch, weniger der. Fond der Institute zu diesem Zwecke nicht verwendet werden. In diesem Jahre waren die Auslagen für dieses Fest und., die Bedürfnisse des Kreuzervereins überhaupt. viel ^größer. Es befinden, sich.192 Kinder, die' von diestm Vereine, dasi Schulgeld-,: Schulbücher und; wohl auch sonstige Requisiten / erhalten. Es nehmen überhaupd qll.e. rMechDMe;; hier-: .eine ungemein weite Auspchnung^: »j - Ich schabeIhnen.jüngst irrthümlich!/tyitgetheilt, daß am-dreihundert Geburtöfälle hier vorkom^ men. Die- Zahl beläuft-sich, auf fünfhundert. Gelegenheitllch will ich. hier, ein kleinesbeiläufiges statistisches Verzeichniß der israelitischen Jugend angeben, die die Religionsschule besucht. In den: Volksschule classen. befinden sich 186 Knaben,: 139 Mädchenferner besuchen an 200 Real -. und 100 Gymnasialschüler die Schule.. Jüdische Handwerkslehrlintze^ die den sonntägigen Gottesdienst im Tempel besuchensind jetzt mehr als- 500 (darunter:-108 beiläufig-Zöglinge-des Handwerkervereins). . Nach - einer -Mnisterialverordnung sind) auch die Schüler deu Gremialhandlungs^ schule: Mommis) verpflichtet,.;Religionsunterricht': zu genießen. - -Von diesen- -sind7142(MgeMuttz)MMU ter von 16 — 20 Jahren)Zfraelitem die die Religionsschule besuchen. ftr,ii{js: Gewiß werden Sie mit mir sagen: Koh jiten Elohim .wekoh -jo'ssif. . E . i .. .; Was.;Unfer.evStellUNg.betrifft, - jst Allesk-stiM Ws giebtusp.--vieleDinge jetzt, die.in Anspruchs.nehmen: der Krieg, die Theuerung, Credit mobilier. Wie soll man va -noch mn. hie,..Juden,denken!.Gelegenheitlich sei.es bemerkt, daß,..so-vielüch gehörtchabe, -zum neuen