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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1854-11-20 · Heft 47 (20.11.1854) · p. Seite 596

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
18 (1854)
Issue
Heft 47 (20.11.1854)
Date
1854-11-20
Page
Seite 596 (sequence 10)
Language
German
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59? wieder darauf zurückkommen. Das Heft kostet 1^/2 Lire (12 Sgr.).— Neben diesem haben wir zu nennen: il libro di Giobbe volgarizzato ad uso degli Israeli!! da 8. D. Luzz atto Prof. elc. Trieste 1853. Eine italienische Uebersetzung des Buches Jjob. Der Uebersetzer hat dem vorliegenden Heftchen keine Vorrede oder Einleitung über die Grundsätze der Übertragung und die benutzten Vorarbeiten beigefügt, auch nirgends Gründe für seine Uebersetzung angegeben. Wir begnügen uns daher mit dieser Anzeige, da der Verfasser wahrscheinlich noch Weiteres zu geben gedenkt. — Hierzu kommen noch einige Predigtsammlungen, die wir in dem betreffenden Leitartikel besprechen.— Endlich erwähnen wir noch zweier schöner hebräischer Hymnen von della Torre bei Gelegenheit der Errettung des Kaisers Franz Joseph, und der Vermählung des letztern. Der erstem ist die italienische Uebersetzung, der zweiten die französische beigegeben. An die erstere reiht sich noch ein kleiner, höchst sinnreicher Aufsatz in französischer Sprache: los möres de la Bible, an die Erzherzogin Sophie K. H. gerichtet. Man sieht, der Verfasser, der-auch gutes Deutsch schreibt, hat alle jene Sprachen in seiner Gewalt. Magdeburg, im November. Von der bereits von uns angezeigten „Geschichte des Volkes Jisrael von Vollendung des zweiten Tempels bis zur Einsetzung des Makkabäers Schimon zum hohen Priester und Fürsten, von Dr. L, Herzfeld, Braunschweigischem Landesrabbiner, Nordhausen, 1854," ist auch schon die zw eite Lieferung erschienen, fassend S. 161 — 320, und die Geschichte der Judäer unter der Ptolemäerherrschaft und der der Seleukiden bis Antiochus Epiphanes, dann bis zur Wiedereinweihung des Tempels gegen Ende des Jahres 164, endlich bis zum Tode Zehuda's des Makkabäers und die Anführerschaft seines Bruders Jonatan umschließend. Die besonnene, einfache Prüfung und Darstellung der Facten giebt dem Werke fortdauernd einen hohen Werth, der freilich für eine anziehendere, bewegtere Auffassung und Charakterifirung dieser großen Periode entschädigen muß. — Geschichte der Israeliten von dem babylonischen Erile bis auf die neueste Zeit, für die Oberclasse israelitischer Volksschulen und für die Mittelclaffe höherer jüdischer Lehranstalten, bearbeitet von H. Lichtenstein, israelitischem Lehrer in Dreißigacker. Nebst einem Vorworte von B. W echsl er, Großherzoglich Oldenburgischem Landrabbiner. Oldenburg, 1854. Mit Vergnügen zeigen wir diese Schrift an, denn sie ist ein guter Schritt weiter. Sie. bietet der Jugend den betreffenden Theil unsrer schichte in lesbarer Darstellung, und die-Lectüre wird Niemanden, der von jener keine genauere Kunde besitzt, ohne Interesse lassen. Deshalb verdient das Merkchen >allge^ meine Verbreitung.. Der. Verfass er hebt viel. mehr -das Leben der bedeutendsten,Glaubensgenossen hervor,;als daß er; die Reihe der, Facten - genau entwickelte.;Aber gerade deshalb ist seine Schrift für einen großen -Theil des Publikums sehr angemessen. — Freilich! bleiben unS für diesen ganzen Zweig,unsrer Literatur noch viele Wünsche übrig. Wir sehen hier rnnner noch mehr die äußeren Facten der Geschichte des jüdischen Stammes berücksichtigt und gezeichnet, als eine Geschichte seines innern Lebens, seines Verhältnisses zur Menschheit, seiner Mission und deren Erfüllung! Und doch ist der jüdische Stamm .als Volk sehr klein und dessen Geschichte nur unbedeutend und einförmig! In der That,,in die Betrachtung und Bearbeitung der jüdischen Geschichte muß immer erst noch der rechte Geist kommen! Gerade hier darf das äußere Factum nicht als ein Räthsel, nicht als eine unbeantwortete Frage dastehen, sondern nur als ein Wegweiser in die tiefen Schachte des innern Lebens und der menschengeschlechtlichen Aufgabe! — Korrespondenz. Pariser Skizzen. X. Magdeburg, im October. Es giebt viel Bewunderungswürdiges in Paris. Gehe des Abends auf die Boulevards, wo auf der linken Seite Gewölbe auf Gewölbe die herrlichsten Erzeugnisse der Kunstdes Lurus, von zahllosen Gasflammen in der reizendsten Weise beleuchtet, dem Auge sich bieten, auf der rechten, die glänzendsten Caft's und, Theater in brillantester Illumination erscheinen; dann lenke Deine Schritte durch wahrhaft feenartig decorirte Passagen nach dem Palais royal, und betrachte da ein ähnliches Schauspiel unter endlosen Arkaden, während der Garten von Gasflammen durchschimmert ist — es ist bewunderungswürdig.... < Aber die bewunderungswürdigste Stelle, dergleichen man in London nicht findet, und welche dey architektonisch so schönen Platz in Berlin vom Schlosse mach dem Brandenburger Thore weit hinter sich läßt, ist-der place de la Concorde.: Ich . stehe hier vor dem O b esi s k

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