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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1854-10-30 · Heft 44 (30.10.1854) · p. Seite 556

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
18 (1854)
Issue
Heft 44 (30.10.1854)
Date
1854-10-30
Page
Seite 556 (sequence 8)
Language
German
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556 wird, wie die „DidaSkalia" schreibt, nach Paris sich begeben, um dort seine musikalische Ausbildung zu vollenden. Fulda, 17. Oktober. (Erklärung.) Der sächsischweimarische Landrabbiner Herr Dr. Heß fühlt sich durch meine Mittheilung über Eisenach in der in Nr. 38 dieser Zeitung abgedruckten „Reiseskizze" gekränkt. Da ich denselben persönlich hochachte, so bedauere ich» um so mehr, durch die Benutzung einer mir gemachten, wahrscheinlich irrigen Angabe in jener Skizze Veranlassung zur Kränkung gegeben zu haben, und beeile mich daher, gedachte Mittheilung hiermit zurückzunehmen. L—n. Preußen. Berlin, 1,8. Oktober. Die jüngst verstorbene Sarah Levy, geb. Jtzig, hat ein Vermächtniß von 1500 Thlrn. gestiftet, deren Zinsen Stipendien für einen jüdischen Theologen und einen jüdischen Mediciner bilden sollen, über welches indeß der Universität erst nach dem Absterben des Testaments-Erecutors vr. Veit freie Disposition zusteht. —. Die jüdischen Detinirten des Zellengefängnisses, 15 an der Zahl, haben ein Zimmer eingeräumt und zur Synagoge eingerichtet erhalten, und der jüdische Prediger Herr Wolfs übt die Seelsorge aus. Aus dem Westpreutzischen, im September. (Privatmitth.) , An den Vorstand unserer israelitischen Gemeinde gelangte in diesen Tagen eine Ansprache von Seiten der israelitischen Gemeinde zu Potsdam an alle jüdische Gemeinden und Glaubensgenossen, betreffend die Errichtung einer JubelhochzeitSstiftung zum Andenken an die Jubelhochzeitsfeier Ihrer Königlichen Hoheiten .des Prinzen und der Frau Prinzessin von Preußen. Und. um diesen in der That sehr anerkennenswerthen und edlen Plan in'S Werk zu setzen, schickt die Potsdamer Gemeinde die Festrede des vr. Apolant, ihres Predigers, in vielen Exemplaren umher und fordert auf, diese ä 5 Sgr. zu verkaufen, um ein Kery-Capital für die zukünftige Stiftung daraus zu erzielen. . Aber fehl geschossen! Damit wird wahrlich kein. Kern-Capital zusammssnkommen,cheW die, ftqstuyd sastlofty,.abgedroschenen Festreden des vr. Apolant werden wohl Wenige, zu Geldspenden veranlassen. Aber Herr vr. Apolant hegte.-wahrscheinlich schon lange den frommen Wunsch QÄ ->2 , - daß doch auch einmal von ihm die Rede sei. im jetzigen Leben des deutschen JudenthumS und er mußte diesen Weg ergreifen, weil sein Wirken diese Wirkung nicht hervorgebracht. DaS Unternehmen ist ein preiswürdiges; aber die großen Gemeinden hätten sich , an die Spitze desselben stellen müssen, und es hatte, dem WohlthätigkeitSsinn und den Verhältnissen eines Jeden überlassen bleiben müssen, beizutragen, wie viel er wolle; nicht daß man dabei mit hundert Nebenabsichten jedem Wohlthäter ein Paar gedruckte Blättchen anschmiert. Mögen größere Gemeinden als Potsdam und gewichtvollere Personen als vr. Apolant sich der patriotischen Sache annehmen, so wird sie Nutzen und Frucht tragen*). Aus dieser Gegend läßt sich nur wenig berichten, da die jüdischen Gemeinden derselben von bedeutender Schlaffheit in religiösen Dingen besangen sind. Tuche! hatte einen Prediger und einen ultramontanen, alten Rabbiner, die einander so lange in den Haaren lagen, bis ein medium comparationis die beiden Herren dermaßen aussöhnte, .daß Herr Di-. Bendir von seinem bisherigen Widersacher die behufs seiner Aufnahme in Flatan ihm nothwendige rnnir erlangte! In Marienwerder wird der Gemeindestreit an hie große Glocke geschlagen, und das geleftnste deutsche Organ für die Verbreitung ihres Zankes benutzt. Schwetz an der Weichsel ist noch immer seit dem Abgänge des vr. Caro nach Pom.-Stargard vacant, und . es wäre wünschenswerth, daß in diese für heilsame Institutionen empfängliche Gemeinde ein kräftig wirkender Religionslehrer käme. /Erlauben Sie mir eine Bemerkung über den Schluß des Rogasener Artikels in Nr. 36 Ihres geschätzten Blattes, wo der Herr Correspondent sich einer Phrase bedient, die wohl schön klingt, aber bei dem Herrn *) Wir können diesen Worten den Abdruck nicht versagen, da in der That in einer auffallenden Weise in den Berliner Zeitungen hervorgehoben worden: „alle, welche auf diese Predigt steuern, werden Sr. König!. Hoheit dem Prinzen von Preußen-namhaft gemacht!" Das nenne ich. einen Mißbrauch uüt. dem verehrten Namen der 'höchsten PersqrM glichen s ^che:d a c t.

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