Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 18 (1854)
- Issue
- Heft 42 (16.10.1854)
- Date
- 1854-10-16
- Page
- Seite 526 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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526 wäre. Nun, da muß denn allseits gestrebt werden, zu verhindern, daß dies geschehe — und eine kleine Handhabe' zu diesem - schönen Zwecke soll, .auch das, „jüdische VölksblaW Lein. Essolli die-KenntnißKdeZ ÄudenthumS ln seiner idealen wie in seiner concreten Gestalt an SW len erhalten, wo sie sonst ganz verloren gehen würde, es soll immer wieder das Bewußtsein wecken: „Du bist Jude!" und „freue Dich dessen Wund „wirke als solcher!" es soll die Anhänglichkeit am Judenthume stärken, manchen zerrissenen Faden wieder anknüpfen, manchen erlöschenden Funken wieder anblasen .... es soll dies Alles, ohne sich irgend einer Parteiung hinzugebcn, ohne sich in Zänkereien und Streitigkeiten einzulassen, nur mit dem einen Gesichtspunkte, dem Judenthum in seinen höchsten und lautersten Zwecken zu dienen DaS „jüdische Volksblatt" hat einen günstigen Erfolg gehabt. Aber es muß, soll es seinem Zwecke entsprechen, einen noch günstigern erreichen. Es hat über 1000 Abonnenten, die seine Existenz sichern — bei einem so geringen Preise bedarf es Vieler — aber es ist nicht da um der Eristenz willen, sondern um der Lausenden willen, und muß diese Zahl mehrmals verdoppeln, sollen wir das Unternehmen erhalten. Wir sagen daher zum Schlüsse mit der Redaction des „jüdischen Volksblattes": „Wir fordern daher Alle auf, welche die Dringlichkeit, daß der oben gezeichnete Zweck bei immer Mehren und Mehren erreicht werde, begreifen, die Verbreitung dieses Blattes thätigst zu fördern. Wir ersuchen unsre Leser, dem Blatte treu zu bleiben, wenn sie irgend darin Befriedigung finden. Das Winterhalbjahr beginnt, die Abende werden länger, man greift da noch eher wieder nach einer anregenden Lectüre. Mögen diese Blätter gern zur Hand genommen werden. Wir senden sie aus vollem Herzen mit dem Wunsche hin, daß sie vielen Harrenden manche Belehrung, manche Tröstung, manche Erleuchtung, manche Freude bringen mögen, daß auch sie dienen mögen zur Verherrlichung des JudenthumS, zur Verfestigung seiner Bekenner, und zur Ehre Dessen, der da ist Einig und Einzig immerdar Derselbige!" . Zeitungsnachrichten. Palästina. Gaben für die Armen iw heiligen Lande. Von R.' N. in Doberan 2 Thlr.; durch Herrn Oberrabbiner Kahn in Trier 29 Thlr, als dritte Sendung*): Derselbe sagt seinen Gemeinden, welche sonst sehr belastet und meist auch mit SynagogenbauW beskhEigt sind, für ihre Bereitwilligkeit, Gaben idarzHriHen, herzliches.Dünt> den wir^auch unsererseits bekräftigen.^' Die Redactiott; Jerusalem, 15. September. (Privatmitth.) ES sind leider! unsere Erwartungen auf wohlfeilere Preise nicht eingetreten. Trotz der überaus gesegneten Ernte sind die Getreidepreise gestiegen, statt gefallen; voriges Jahr war während der Erntezeit der Preis von 8 bis 12, während er dies Jahr von 12 bis 18 stieg! üm*> 'tt I. H. Markus. Jerusalem, 11. September. (Privatmitth.) Bevor daS Jahr zu Ende geht, lassen Sie mich Ihnen danken für den unermüdlichen Eifer, mit welchem Sie in dem ablaufenden für die Sache der heiligen Stadt eingetreten. Suchen Sie doch den Sieg nicht durch ■pann ■nns cnn, sondern durch offene unparteiische Rede. — WaS wird aber nun im nächsten Jahre geschehen? Dies ist noch immer eine offene Frage, denn eben so wenig ist hier unser Lehrstand geordnet, als eS zu Tage gekommen, wovon sich der gemeine Mann nähren solle? Jener geht ohne Organisation, ohne Thätigkeit, ohne Ehre und Brod umher, und dieser möchte gern arbeiten, aber Niemand zeigt ihm den Weg. Glauben Sie mir, daß hier viele hundert Juden die Betreibung deS Ackerbaues wünschen, die hohe Pforte hat erlaubt, in Palästina Land zu pachten und zu kaufen, und so fehlt nur das Geld dazu. Es werden jetzt 200 Personen vom englischen Conful beschäftigt, welcher der Schwiegersohn des Dr. M'Caul in London ist, und die englische Mission bezahlt es. So gern arbeiten die Juden! Also hierauf muß Ihre Aufmerksamkeit gerichtet werden, denn da kann Großes geschehen. M. Sachs. S. Hausdörfer. Paris, 28. September. (Privatmitth.) Wenn Sie den Bestand der neuen Wohlthätigkeitsanstalten in Jerusalem wegen Mangels an Fonds bezweifeln, so glaube ich, können Sie unbesorgt sein, denn der *) Nämlich: von der Gemeinde in Saa rl o uiS 23 Thlr., in Wittlich 4 Thlr. 6 V2 Ngr^, in Weyerbach 2 Thlr. 5 Ngr. 7 Pf. Es verbleiben nach Abzug des Portes beim Herrn Oberrabb. Kahn noch 17 Ngr. in Casse.