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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1854-10-16 · Heft 42 (16.10.1854) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
18 (1854)
Issue
Heft 42 (16.10.1854)
Date
1854-10-16
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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18. Jahrgang. All ge me i ne 4L (Ein unpWeiisches Organ für alles jüdische Interesse. Her aus ge geben von Rabbiner Dr, Ludwig Phrlippson in Magdeburg. Leipzig, den 16. October 1854. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 78 Bogen in Quart incl. des Titels, Registers u. s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis rußerst niedrig; mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22 Va Ngr. (18 gG.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die königl. jachs. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Inh alt. Leitender Artikel: Das „jüdische Volksblatt''. Zeitungsnachrichten: Palästina: Jerusalem, Jerusalem, Paris. Deutschland: Waren, Fulda. Preußen: Berlin, Berlin, aus der Provinz Posen, aus der Provinz Posen, aus dem Shnagogenbezirk Crefeld. Oesterreichischer Ka iserstaat: Wien, Wien. Frankreich: Paris- Mühlhausen. Großbritannien: London,London. Die Schweiz: Endingen. Rußland: Warschau. Nordamerika: Magdeburg. Indien: Calcutta. Correfpondenzen: Landsberg a. d. Warthe. — Tarnopol. Leitender Artikel. Magdeburg, 10. October. Das „jüdische Bolksblatt." Das „jüdische VolkSblätt" hat seinen ersten Jahrgang vollendet, seinen zweiten begonnen. In der Ansprache an die Leser in Nr. 52 heißt es: „Ob wir die Aufgabe, die wir uns gesetzt hatten, ganz, oder zum Theil gelöst haben? Die Antwort auf diese Frage, lieber Leser, stehet bei Dir. Ein Blick auf das Jnhaltsverzeichniß, welches diese letzte Nummer begleitet, möge Dir Gelegenheit geben, Dein Urtheil zu begründen.... Wir wollten Dich allwöchentlich ein Mal, wenn auch nur auf kurze Zeit, auf Ne Flur des Judenthnms versetzen, Dir da irgend eine duftende Bkutne reichen, der Du woWeMkg zülächeln, ünd in deren Genuß und Erinnerung Du immer wieder Deines JudenthümS in seinen Höhen und Tiefen, in seinem Wesen und seiner Erscheinung gedenken mögest; wir wollten Dir bald Gestalten, Ereignisse und Lehren unsrer Vergangenheit vorführen, bald in kühnen Umrissen Bilder der Gegenwart entwerfen, bald Dich ermahnen, M Werke Unsrer Zukunft mitzuarbeiten; wir wollten die aufgehäuften Schätze unsrer angeerbten Weisheit, welche jetzt der Mehrzahl verschlossen find, öffnen, und selbst den Humor, der den Juden ihre lange Knechtschaft verkürzte und oft genug.zur Waffe gegen Unheil und Unholde ward, nicht ganz verschmähen .... Ob uns dies Alles gelungen?,. Und dann: „Lieber Leser! unsere Zeit ist, namentlich auf dem religiösen Gebiete, eine ernste, kritische. Sie schreitet schnell vorwärts. Die Gestalt des Judenthums, wie sie seit vielen Jahrhunderten gewesen, verblaßt und schwindet immer mehr. Jedes künftige Geschlecht wird immer weniger darin erzogen, bis eS selbst bei dein heften Willen von ihm gar nicht mehr gekannt wM Wie wir dies auch ansehen mögen, so ist doch eine zwiefache Gefahr' dabei nicht zu verkennen — zuerst, daß die Religion Israels überhaupt an fester Gestalt, an Fleisch und Bein, an Blut und Nerv so Äerlierd, daß.ste, wie jedes Ideal, zuletzt in .Nebel zerstieße? — alsdann > daß bei diesem Processe so viel an gesunder, kräftiger Tugend und Frömmigkeit zugleich mit verloren, gehe — und wir könnten ünü jejt Hon' auf Vieles berufen — daß es ewig schade

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