Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 18 (1854)
- Issue
- Heft 41 (9.10.1854)
- Date
- 1854-10-09
- Page
- Seite 515 (sequence 3)
- Language
- German
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515 deL Zustand Verbeffert werdM. --Müssen wir inEuropa n.ichtllernen? .nicht arbeiten? Was?Mrde: aus,- uM fcvcn Kindern, wenn wir sie n icht zur Schule: und Arbeitanhielten? ^Und dabei vergesset-nicht,daß-Talmud, dort auch n i ch p! getrieben wird - Mndo chie: Jugend: Nüch -Varist unwissend - Hleibt. . ■ Und dies ist es,'was-wir womHerrn K.ohn, nicht in's Werk: gesetzt-sehen - und wofür: wir won Sir Moses auch nichts erwarten. — Wi.r5w:epbem daher'- erstens: u n se r e- Sa m mlu n g fo-rt.setz.e,n- :und sie, nach and nach zum Mittelpnn ktwchm:D e u t sch> l an h in. d ie ser.Bezie hun g: zumach eu: suchen. Wir nehmen-sie bis jetztnur noch unter der? einen Rubrik als Al m o se.n spe nde entgegen-,L und - bringen sienach der in Nr. 36 angegebenen Weise zur Vertheilung. 'Sobald aber die Sache organisirt sein wird,, -werde» wir eine zwiefache- Rubrik geben, die eine: A l m o se nsp en d e.-, die zweite : für S ch ule um d Arb E:-'-.Wir-haben dieses Mal ganz-klein angefangen, aber der-tägliche Anwachs,rund wie uns immer mehr Gemeinden und Sammler zusallenverbürgt uns die kommende,Wirksamkeit Möge es uns zu diesem Zwecke vergönnt sein, als Dritter, .und zwar als. Bote des d-eu.tschon Jsraels den -heiligen Boden zu -betreten. — .. Das zweite, noch größere Moment ist aber: die Hebung der orientalischen Juden. Auch dieses hat eine zwiefache Seite: die äußerliche Und innerliche.. . In Bezug auf die äußerliche ist geschehen-, was -geschehen konnte, und die- Reise des:Herrn- Albert Kohn, hat hierin die letzte Bürgschaft gewonnen: d i e G l.e i ch b er e ch t i g un g der türkischen Juden mit allen an deren Ra jah's! In dem Augenblick, in welchem wir dies schreiben, melden die telegraphischen Depeschen, daß eine Reform -^Commission) Fuad-Effendi an' der Spitzt 'erliannt worben ist, welche allen Nichtmohamedätiern gleiche politische Rechte zu.gewähren beabsichtigt. Hingegen .in: tnitetltdj)et S8,eziehung jft noch gar nichts geschehen-, -und die.ganze Aufgabe, Pie Juden.des Qrjemts.Pn der Cultur so weit zu,bringen, daß sie die günstigeren Verhältnisse benutzen können, .siegt noch da, wo sie Anfangs lag. Wir, gestutzt auf vollgültige Aussagen Sachkundiger, .behaupten, noch heM, daß Schulen im Oriente zu gründen, denZweck nicht erreichen läßt, weil sie doch, nur als kümmerliche Treibhauspstanzen vegetireu werden, .sondern, daß. cs gilt, junge türkische Juden nach,Europa zn bringen,, damit, sie. europäst sches Leben, europäisches Gewerbe, Handel, Handwerk und. Aunst kennen lernen, ohne, welche.,Pie jief gesunkenen Juden . im Wp, Türkei- »Wials wieder- M Wohlhahigkeit? und Ansehen-.'sich erWen^Kerdon --.Vorerst habennnr^nun .äbzuwarten, was das Centmlconsistorium in.Päns'beir ginnt,: und..dannselbstthätig - und: im-NothfallistlbMi^ dig Eingreifen. s"' .*V,"r ■ ’ Äon': stein. '" s's! Schell,ing.-ist. tobt.. , .Er.stgrb.Hude porigen Mon.at,s hochbetagt -in einem Hahe^in der Mweiz..,,-; - |ij ^finer ,>3^(111119 - beä;$ujde;t* thumS?— In einer solchen.freilich nicht, wohl, aber in. einer, d euts.chxn Zejtung.des .J^ldenthums,. hie ,also zumeist für deutsche Juden..., ,, ■ ...... ,,. - ,,,,.... Kiele stp.strxr.!.-GHubens.gen^.ff-rn--ch.a.btn.^,tzMist^<Piesen jedenfalls sehr, bedeutenden. Lehrer brr Philosophie gehört; — ‘ Viele sich.auch ob ^seiner Verurthstlung chcs Judenthums, und. ,der , Juden. die er „eine,Ironie...der Geschichte^*) .nannte, geärgert), — für dieseAlle.die Hinweisung, wie Schelling eben. ddr deutschen .Philosophie angehörte. Wir,,wollen hoffen, daß, hi ese sich; wie der eben verstorbene .Meister, ^uich^ halb.überlebt haben wird; selbst dann aber-wird sie noch immer..einige Zeit durch Judenhaß, ihr -Scheinleben gleich einem Vam? pyr darthun wollen... ' Doch — ich habe von der „deutschen Philosophie" gesprochen, . muß, also, um nicht wie diese im Halbdunkel zu perbleiben , mich.hierüber deutlicher, erklären, , Wohl, ist dem deutschen Volke rin st Geist, ein wahrer Forschersinn, ^ein innerer, Trieb, nach-, Äufjsnduyg der Wahrheit-um ihrer, seihst, willen, , ein.kühnes.Vor? dringen im, Reiche der. Gedanken, nicht ab^usprechen,; — wir ^erkennen ja. djeses, pm so lstbcr, vielleicht auch,.ganz acht deutsch an: als wir gern und willig, uns diesem Volke zuzählen;andererseits, aber gießt sich im demselben wieder eine solche steinstche Beschränstheit, ein .solch dünkelhaftes Ueb.erheben, - ein folch unbedachtes — mindestens, wenn nicht gar boshaftes. Nachplappern längst widerlegter Vorurtheile, und namentlich ein, solch ängstliches Zurückweichen beim Thatkraft erfordernden Bekämpfen. allgemeiner Jrrthümer kund, daß man,.solche Widersprüche eben nur mit „deutsch" bezeichnen kann. Es scheint gerade, als ob man für den zu hohen ideel- *).-Wie doch diese Herrendie Geschichte zm meist ern wagen, dann aber behaupten- .sie-/zu verstehenR e, d; - 41*