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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1854-10-02 · Heft 40 (2.10.1854) · p. Seite 506

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
18 (1854)
Issue
Heft 40 (2.10.1854)
Date
1854-10-02
Page
Seite 506 (sequence 6)
Language
German
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5Q6 hier viele Kinder, die dazu geneigt sind, und.die Eltern halten-sie. mich t zurück.- Auch die Rabbinen haben darüber keine -Macht, denn, noch, Gott sei Dank! sind, diese nicht nach europäisch em -Polizeimuster organiflrt, Md es entgehen ihnen viele Familienin welche sie nie hmeingerathen. Es muß nur nicht, zu viel Lärm geschlagen werden,, sondern sich die Dinge wie von selbst machen. Allerdings giebt eS hier kein Handwerk, -welches nicht bei den Juden. geübt werde, aber wie? Aber ich könnte ein Dutzend aufzählev, wo ein tüch ti g er in Europa auSgebildeter Arbeiter bei Türken und Juden außerordentlich Furore machen und das Bedürfniß wecken würde. Es würde von unberechenbaren Folgen für chie Judenheit sein, wenn jüdische Knaben in Europa auSgebildet werden, und es wäre. Jammerschade, wenn. diese Idee nicht zur Ausführung käme. Ueber..die. Mittel zur Ausführbarkeit will ich noch Materialien sammeln. S— <1. Palästina. ' Gaben für die armen Juden in .Jerusalem. Durch Herrn Ä. JosephY in Ludwigslust 5 Thlr.*) Durch Herrn vr. Auerbach in Elberfeld 31 Thlr. 13 Sgr. 6 Pf., (nämlich 18 Thlr. 13^ Sgr. aus Elberfeld und. 13 Thlr..aus Schwelm.) ,. Jerusalem, 18. August. . (Privatmitth.) In Nr. 30Ihres Blattes werden Briefe von vier Rabbinen in Jerusalem, Liberias/ Chebron und' Zephat erwähnt, .welche gegen den Vorstand der deutsch-holländischen Gemeinde, Herrn Rabbi I. H. Marcus, gegen.mich und Herrn M. Sachs an Sie erlassen worden. Es ist gut, daß Sie, Herr Redacteur, die Namen dieser Männer angegeben haben, denn — diese sind Alle.falsch, erdichtet und eristiren hier und in den heiligen . Orten gar nicht! Sie sehen, wie viele,falsche Freunde sich hier vorfinden. Daß Herr R. Marcus eine höchst. achtbare Persönlichkeit ift| können Sie daraus ersehen, daß Herr Albert Cohn keinen Vertrauensmann bei den Aschkenasim fand alö ihn, und ihn zum Vicevorsitzendm und zweiten Cas- - *) Nämlich von H. Sal.-Ascher l2/3 Thlr., W. Blumenthal 1^/3 Thlr., Sjm. Mcher 1 Thlr.. und A. Josephy 1- Thlr. : ,, sirer deS. Krankenhaus - Comite's machte. . Auch ich meinerseits .bitte Herrn Rabbiner Bodenheim er, das jüdisch-deutsche Geld nicht in andere Hände zu geben, auS denen die deutsche Gemeinde so wenig erhalt. Th. Jerusalem,. 31. Juli. (Privatmitth.) , Wenn die 'Wohlthätigkeits-Anstalten, die Herr Albert Cohn hier gegründet hat, Bestand haben, d. h. wenn die benöthigten Gelder zu deren Erhaltung geliefert werden, so ist es ein schönes Werk, aber meine Pflicht ist es, zu bemerken, daß Lehranstalten fup die Jugend hier immer noch nicht geduldet werden,. sondern nur Talmudstudjum, und.daß in dieser überaus wichtigen Hinsicht Herrn' Cohns, Anherkunft ganz erfolglos war. . M. Sachs. Aus.Franken, Mitte September. (Eingesandt.) Es mag wohl, für die frommen und armen Brüder in Palästina nirgends regere Theilnahme gefunden werden, als in unserm Baiern. Alljährlich wandern bedeutende Summen dorthin, namentlich auS den größeren Orten Fürth, Würzburg, Hürben und ihren Umgegenden. In diesem Jahre aber ist Außerordentliches geleistet worden und selbst kleinere Gemeinden haben den Hülferuf nicht überhört und ihre Gabe nicht vorenthalten. Zu bedauern ist nur, daß durch den Geist der Zwietracht, welcher-unter den Orientalen selber herrschend ist, ein einheitliches Comitö, das alle unsere Spenden in Empfang nimmt und hiefür auch eine klare Rechenschaft ablegt, nicht gebildet werden kann., So schicken die Einen ihre Gelder nach Fürth,. welches wieder durch Amsterdam, die Andern nach Würzburg, das durch Altona seine Speditionen besorgen läßt. Wie nutzbringend wäre es, wenn,für ganz Deutschland eine Ober -, für jeden Staat eine Unter-Commission gebildet würde, durch welche alle Einläufe ihre Erledigung fänden! Ach, da fällt mir der talmudische Ausspruch .ein: ab vnaw.cnipwED . K.: , Önip3> Rußland. Wir sammeln an Berichten über jüdische Zustande in Rußland, was in den öffentlichen Blättern sich .davon findet, da. -jetzt weniger als je von dort in die Welt dringt..

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