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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1854-09-18 · Heft 38 (18.9.1854) · p. Seite 482

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
18 (1854)
Issue
Heft 38 (18.9.1854)
Date
1854-09-18
Page
Seite 482 (sequence 6)
Language
German
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a 482 Holland. Rotterdam, 3. September. (Privatmitth.) Im Jahre 1850 hat sich hier ein „Verein von israelitischen Lehrern in Südholland" mit dem Ziel, den Stand der israelitischen Lehrer und "den ihrer Schulen durch geeignete Mittel emporzüheben, gebildet. Die geprüftesten und berufseifrigen Lehrer, auch außer dieser Provinz, haben sich sofort demselben angeschloffen, und nach dessen völliger Organisation sind auch » edeldenkende Männer andern Standes als beitragende Mitglieder hinzugetreten, so daß die Zahl seiner sämmtlichen Mitglieder sich jetzt auf 60 beläuft, worunter auch zwei en Amerika sind. Eine ziemliche Bibliothek von meist pädagogischen Werken, und ein kleiner Unterstützungsfond sind bereits die Besitzthümer dieses jungen Vereins. Mehrere zweckmäßige Brochüren und Drucksachen, die bereits erschienen sind und umfangreichere Werke in Aussicht stellen, die alle mittel- oder unmittelbar zu dem gesteckten Ziele hinsühren sollen, sind bis heute die Erzeugnisse, die sichtbaren Erzeugnisse seiner Bestrebungen, und beträchtlicher sind gewiß noch die moralischen Früchte, die von dem Zusammenwirken so vieler für eine fromme Sache beseelten Männer erwachsen. — Es ist vorläufig schon von Gewicht, daß man dieser Stiftung immer mehr Anerkennung schenkt, und ihr auch in andern Provinzen der Niederlande nachzueifern sucht. Ganz wie eS im Sinne ihrer Begründer-war, die sich damals darüber öffentlich ausgesprochen haben,^ ungefähr mit den Worten: Es. ist wünschlich, daß in jeder Provinz dieses Niederländischen Reiches sich ein Verein von israelitischen Lehrern bilde, um dann von allen diesen provinziellen Vereinen einen Central- Verein darstellen zu können. Den 10. October, als den zweiten Tag von tfrm mDD dieses Jahres wird obgenannter Verein seine z ehnte allgemeine Zusammenkunft allhier halten,'wo einige bedeutende Sachen .in Berathung kommenwerden, undes ist ein-änniger Wunsch des Vorstandes wie mehrerer Mitglieder desselben, daß die israelitische Lehrer- Conserenz in den- Rheinländischen Provinzen auch dabei vergegenwärtigt-sein möchte, aus dieselbe Weise,-wie der hiesige Verein sich durch eine Deputation den 1. und 2. Mai dieses Jahres bei der Lehrer-Conserenz in Crefeld hat vertreten lassen. Ja nach den warmen Aeußerungen mehterer geachteter Lehrer damaliger Conserenz ist die Hoffnung zuversichtlichdaß dieser Wunsch nicht unerfüllt bleiben werde. - - ■! A. D L. Dänemark. AnilbMg ms I üt l an d, trn August.-Mrlvatmitth.) Die Tage vom 17. bis zum 21. August waren für die hiesige israelitische Gemeinde wahre Fest- und Freudentage. Es fand nämlich die Einweihung unserer neu erbauten Synagoge und daraus die öffentliche Eonfirmation unserer Jugend statt, welche Doppelfeier durch die von uns längst ersehnte Gegenwart unseres hochverehrten geistlicher: Oberhauptes, des Herrn Dr. Wolff aus Copenhagen, verherrlicht wurde. ' - - ' Nachdem uns Mehrere Jahre ein niedrigesdunkles Zimmer in einem Privathause zur Abhaltung des Gottesdienstes diente, haben wir eS großentheilS dem Eifer rmseres Repräsentanten Herrn L. A. Jacobsen zu verdanken, daß die Gemeinde sich zum Bau einer eigenen Synagoge entschloß und daß dieser Entschluß auch-zur Ausführung gekommen. Das Gebäude ist eben so würdig als geschmackvoll auSgesührt und kostet über 6000 Thaler. Da die Hiesige Gemeinde nur 123 Seelen zähltso konnte diese Summe nur durch den Opfermut!) einiger Mitglieder erschwungen werden. Es zeichnete sich hierbei besonders neben genanntem- Herrn Jacobsen auch der Cassirer Herr Albert Raffel aus, der dem Gotteshause außer andern werthvollen wnip auch zwei Kronleuchter im Werth von mehr als 500 Thaler schenkte, die er aus Paris kommen ließ. Herr Dr. Wolff folgte bereitwillig der an ihn ergangenen Einladung zur Einweihung deö Gotteshauses und zur Vollziehung der Eonfirmation. Erstere fand am 18. August 's w"§) statt, und waren zu derselben, auf Einladung/der Bischof, der Amtmann, so wie alle übrigen geistlichen - militärischen und bürgerlichen Behörden der Stadt ou gala erschienen. Die Feierlichkeit begann mit dem Vira, welches Dr. Wolff an der Schwelle des dichtgefüllten Gotteshauses sprach und woran er einige Worte in dänischer Sprache knüpfte. Nachdem hierauf die Militärmusik ein Präludium auf Blasinstrumenten gespielt und von dem Vorbeter einige hebräische Gebete gesprochen waren, fand in einer feierlichen Procession der Umzug mit den Thorarotten um das Almemor ,

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