Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 18 (1854)
- Issue
- Heft 37 (11.9.1854)
- Date
- 1854-09-11
- Page
- Seite 472 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/3224737-3225877-3225915--14101-3243585- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
m dreißig. Lchrex..angestellt, M-DtürMcheinaheleben so viel'entlassen, worden find. , r.-,? ^Beiher.Austrahme her Lehrer wie bei deren Entlassung $e|t...Ser.'-Zottige ^c^ul^prftanb sehr biU Mfiere.geschieht zwar Mter annehmbaren ,BedingnisseneS wird: sogar in einem solchen Contract von keiner Zeit und Kündigung erwähnt; und außerdem erhält ein solcher in die, Falle gehenden Lehrer die mündliche öden briefliche Versicherung, ,,dasi von. einer. Entlassung durchaus keine Rede ist;",jmGegentheil heißt es darin, „werden die Gehalte der dortigen, Lehren jährlich, aufgebessert" rc. rc. Kaum,?.vergeht-- aber, chatz. erste- Jahr,.-, so vwixd? mit ihm zu schachern: angefangen, er möge nämlich etwas von seinem. Äehalte Nachlassen; nützt ein solcher friedlicher Antrag. nichts, werden, mit ihm Experimente.und Manipulationen eigener Art vorgenommen, um ihm etwas .inchieHchuhej-schieben. zu. können,, bisher endlich, des eipigen Kampfes müde, .entweder zu kündigen'gezwungen jst-..oder eS wird ihm die Kündigung zugeschickt. DieftEten. Leute, glauben wahrscheinlich,/.alsMachkommen Mp gors, sich an den Kindexn S. a r.a s.,. ihren Stiesbrüdern, durch, das Wegjagen der Lehrer rächen.zu müssen*)..-7- , Frankreich. Pjaris, 27. August. (Privatmitth.) Mit der Zersahrenheit und, Trostlosigkeit in Folge der Februarrevolution und ■ des Juniaufstandes ist. allenthalben, in Frankreich cher religiöse Geist erwacht. Wenn der Mensch auf Erden sich verlassen, sieht, erhebt, er das Augs rMOimM.' Mch Herstellungcher Ordnung hat die Religion als. Mistel zur Erhaltung,der ,-lnehr als sonst gepflegt. Unsere VoltairWner,'vorr Ehedem, reden und schreiben wie - Capuziner.'.Mie 'Frömmigkeit ist in Frankreich zur Mode geworden und unsere, jüdischen Glaubensgenossen hulsttgests ihr ^sticht minder, als die,-andern Franzosen, Äie'SynagogenundHempel werden -zahlrejcher als je . besucht; die Mazothverkäufer .haben-srr den, letzten Mrch'ihrey Absatzwachsen gesehen. ^^Während aber 7!*) Wir haben diesen Arüscl. aufnehmen"wollen, weil oie' beslbriebrnen Verhältnisse ''inder Thät/ PersÜnd' ha vorhanden ^sindkönnen-: aberuäuch.-LeMetken; dhß an andern? Plätzen Mngiirns das -Wische Schülwesen-diUeW völlig ge^nxW-Gang'! ihe 7'-M.ed-a>tMn^.l des Geistes, die^ nur auf der DbevflächechiNz ieht ^ünv bei unserer Beweglichkeit-über Nacht Umschlägen kannj zu-verstärken, zü vermehren, - zU einer bestandigenzu machen, , herrscht: bei denen, die - an dev Spitzes des israelitischen religiösen-Lebens stehen solleneine Lauigkeit- und Mattigkeit, die beiden Meistm-Mr äüsber zur -Gewohnheit gewordenen Apathie^ k'ei'ÄnVdrn lcküss eigener: Indifferenz; chei Manchen aus ^Mangel - fügender Kenntnisse herrührth In Paris-ftlbft hatletzte Zeit so. manche 'der Gestaltungen im Gebildes religiösen-Lebens Hervorgerufest; aber -überall WielM die Rabbiner nur die-'zweit'e?wo-Mcht-Vis setzte -RollS: Die französischen RabhiMscheLNenHreSielle.MHrstlS Rente, ihreStellung Mehr als Beamte, dennals Rabba^ nan, d. h. Lehrer und Führer des Volkes, zu betrachten- Und die nicht noch aus der alten Pilpulschule herstammen, fehlt es zum größten Theil wie an religiöserJstükgkeitso än WiffenSmenge. -Was'würde sagen, wenn er aus dem Grabe erstünde Un0 seine EoW gen im. heutigen Frankreich an sehen würde! Nirgends i st b io jü d isch e Hierarchie^ einet gegliedertern Consistenz gelangt. als in Frankreich, - und nirgends ist.ihr-Wirken geringer als eben da. -Während die katholische Seelsorge ihr ganzes! Augenmerk - auf die studirende Jugend in den Collegien, die einzigen BildUngsschulen des Mittelstandes,richtetscheint diese' unfern jüdischen iGeisilichen ganz fern zu liegen? daher did Un-- wissenheit , die Indifferenz? und -fügen wi^bedstüernd hinzu, .auch die Sittenlosigkeit, die hier mehr als an* derspw,chej.chM>. Israeliten angetroffen wsch... Was zur ^Hebüüg^ öes religiösen Geistes, was" zur Erfrischung: und : Erweckung! eines heiligen Sinnes' geschieht,. geht, von-Laien aus; aber iw einem LändA wo die Lebensansprüche so groß sind/ wo die-gewerbliche Thätigkeit dermaßen Kräfte und Zeit bedurft kann an die Laien die Forderungsich - mit -Werkest der Gottseligkeit zu beschäftigen nur sehr MÄstigvW stellt werden, um so mehr ist eS der Rabbiner' Pflicht; Wächter und Leitev des cheligtöstMebests^zü-sein/'attö regend, aneifernd und hebend zu wirken!--Möge-der Wink? m einem ^bem r jüdischen Ztttetessd geweihten Blatte genügen, ehe eine andere Presse'sich der Frage mit weniger Schonung bemächtigt.!- Paris, 257- August/(Privatmitth.')- Wir-Franzosen sind ein geistreiches? überfein praktisches VW,