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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1854-08-21 · Heft 34 (21.8.1854) · p. Seite 433

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
18 (1854)
Issue
Heft 34 (21.8.1854)
Date
1854-08-21
Page
Seite 433 (sequence 11)
Language
German
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433 gegeben, fingirt find, wobei insbesondere zu bedauern ist, daß Jost nach diesen fingirten Angaben in seinem Geschichtswerk eine Berichtigung vorgenommen hat. Ich verweise über daS Nähere aus meine in Kurzem zu erscheinende Schrift.— Für heute gebe ich eine Aufschrift, die in stilistischer Beziehung nicht uninteressant ist., Hl. Leichenstein aus dem Jahre 1241: r>2iv. niönn . nrurp'trab« ^>2 mbri 2py* ■p* P2 3 Tpö 2 Sie erlauben mir wohl, Herr Redacteur, einige Bemerkungen, resp., Berichtigungen zu dem Literaturbericht r» üato Magdeburg im Juli in Nr. 31 dieser Zeitung zu geben. Das Jahrbuch von Klein trat nicht 5608 an die Stelle des eingegangenen Busch 'scheu Jahrbuches, sondern ging vielmehr diesem um Ein Jahr voran, es erschien zuerst 5602 und zählt jetzt den 12. Jahrgang. ES iß also Herr Klein und nicht Herr Isidor Busch, der eS zuerst unternahm, den Kalender mit einem Jahrbuch zu begleiten^ Daß das Klein'sche Jahrbuch ein bloße- „Sammelsarium" sei, lcheiut mir, glimpflich ausgedruckt, wenigstens zu hart geurthcilt. Das Buch enthält nur Originalarbeiten von Männern wie Riester, Rückert, Philippfon, Stein u. A., und selbst Herr Jos. Wertheimer schrieb für das Buch ein Gedicht, das später in französischen Zeitschriften übersetzt und ercerpirt wurde. WaS endlich die. Form betrifft, so vergleiche man den ersten Jahrgang des Busch'schen Jahrbuches mit dem vorangehenden ersten Jahrgange des Klein'schen Buches und man wird rückhaltslos sagen dürfen, daß ersteres jene Form auf das Genaueste copirte. — Die Namen der Mitarbeiter deS Wertheimer'scheu BucheS verbürgen allerdings eine gediegene Leistung, allein ist einerseits zu beachten, daß die meisten dieser Namen daS Klein'sche Buch zu seinen Mitarbeitern früher gezählt hatte, so darf man andererseits nicht vergessen, daß 821 Tiin2 -22> nbüisi ’ in« dem literärischen Gewissen einige Bedenken verursachen und die Wahrheit ihyr die Regel „suum euigue!''einfchärfen sollte*). vr. L.Lewyflohn. *) Wir haben uns überzeugt, daß chjese Angaben jsimmtlich der Wahrheit gemsiß -find. ' Redäct. - Aus her Altmark. Beiträge zur Sprach - und Alterthumsforschung. Aus jüdischen Quellen. Bon vr. Michael Sachs. Erstes Heft. Berlin, 1852. Beit und Comp. VIII. und 188 S. 8. Es ist erfreulich, die Leistungen zu sehen und zu würdigen, welche die jüdische Literatur auch in den letzten ungünstigen Jahren aufzuweisen hat, um so mehr, wenn man bedenkt, daß der Kreis der sich dafür Jnteressirenden ein kleiner und beschränkter isi. Der christliche Gelehrte ignorirt vornehm das jüdische Literäturgebiet, sbesonders, wo dies über das Gebiet der Bibeleregese hinaus geht, Talmud und Midraschim u. dergl. sind ihm zum Theil fremde, zum Theil mißachtete Dinge, und es wird der Werth dieser Produkte einer dunkeln, aber sehr merkwürdigen Zeit für Geschichte, Alterthums- und Sprachkunde übersehen, Noch ferner liegt das Interesse an den Geistesproducten seiner Nation dem großen gebildeten und ungebildeten jüdischen Haufen, auch der altjüdifche Talmudisi sieht stolz und verachtend auf jene Schriften hin, die so dreist sind, ihm dunkle Stellen der Bücher, die er Tag und -lacht in Händen hat, klar machen zu wollen, es find ihm das wahre Kleinigkeiten und Spielereien und was kümmert ihn gar ihre Bedeutung für Geschichte und ihre Verbindung mit Griechen- und Römerthum! So bleibt ein kleiner Kreis übrig solcher Gelehrten, welchen auch die jüdische Literatur ein wichtiges Stück Weltgeschichte ist, welche nach Verständniß dieser Literatur streben und sich mit ciner oberflächlichen Auffassung nicht begnügen , denen sich dann die Gebildeten unseres Glaubens anreihen, die den Faden ihrer eigenen Jugendbildung festhalten und mit Freuden sich auf einem Gebiete und dessen Cultur umschauen, welches ihnen ehemals ein heimisches war und daS sie nicht verlassen können und wollen? Dennoch hat die jüdische Literatur in den letzten Decennien einen bedeutenden Umschwung erlitten und ist überhaupt immer mit der fortschreitenden Wissenschaft parallel gegangen. So wie am Ende des vorigen Jahrhunderts überall ein Bestreben war, die Wissenschaft populär zu machen, die Begriffe über Recht, Erziehung, Staatslebcn und dergleichen aufzuklären, so strebten auch im jüdischen Volke viele Männer, die sogenannten Biuristen, eine allgemeinere Wissenschaftlichkeit im Volke zu Mecken , in welchem entweder crasse Ignoranz ob# eine, inseitiges, für daS Leben unfruchtbares Studium der Talmirdcasuisitk hetrfchend war. Es kam darauf an, den Gelehrten und dem Volke Geschmack an den Anfangsgründen der Wissenschaften in passender (hebräischer) Form bejzubnnLen^ uyd (p

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