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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1854-08-21 · Heft 34 (21.8.1854) · p. Seite 432

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
18 (1854)
Issue
Heft 34 (21.8.1854)
Date
1854-08-21
Page
Seite 432 (sequence 10)
Language
German
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45) Aus hem Zuhalte des folgenden Eapitels jedoch, wy MaimMdeS djest Sentenz weitläufiger bespricht, geht deutlich hervor, daß er diese Doctrinnur darum hervorgehob.ey, um desto mehr das Dogma von der. Unveränderlichkeit. desmaischen Gesetzes ftstzusttzen, selbst im Falle, wo deren Aufhebung Jemand predigen.'sollte, der WunderI bewirken könnte. Diese Doctrin wurde vervollständigt von Alh.o (UMrim 1, 18), der die Tendenz und den Zweck, derselben deutlicher exponirte. . 46) Wein dieser schlecht angewandte Eifer dieser zwei Frommen, .die auch .Gelehrte und gründliche Schriftsteller waren,, ist .gänzlich.überflüssig und unpassend; da Niemand, der für die Abschaffung des mosaischen Gesetzes predigte,. Wunder, bewirkt hat, oder .als ein solcher gehalten wurde. Eine gleiche Meinung von der Unabänderlichkeit Pest mosaischen Gesetzes haben die Lehrer des KbristenthumS; es. irren somit diejenigen, welche dem Wrisse nthnme eine andere Ansicht. in Bezug'auf die Juden,- Unterschieben. Jesus sagte: Am«» quippe. dico vohis, Wvd donec Iranseant coeli et terrae, j^ota unum. am iin.us apex non praeteribit a lege, donec omnia fiant. jQui ergo solverit unum de mandatis istis minimis, et dqeuerit sic homines,. minimus vocabilur in regno coelor. (Hat. 5, 48 et 19.) Ja wahrlich, sage ich euch: eher wird Himmel und Erde vergehen, als daß der geringste Buchstabe, oder auch nur mindeste Strich des Gesetzes unerfüllt bleibe. Wer also eines aus diesen geringsten Geboten überschreitet und dm Menschen es ebenfalls zu thun lehrt, wird .als der. Geringste im Himmelreiche gehalten werden. . Zwar beschlossen die Apostel im Concil zu Jerusalem, hast haH Joch des mosaischen Gesetzes denjenigen nicht auf- Ulegt^perdtz. die vom Heidenthum zum Ehristenthum übergingen .(Aela. Apostolorum 15), aber bei.Weitem nicht, dgß haS mosaische. Gesetz für den im Jndenthum Geborene» . nicht obligatorisch wäre (s. Paulus Epistqla I ad Goriy^ips 7 , ,18 «. 20). —r . , 47) Ehe wir das Argument von der Sendung Mosts bfMikßen, .wolle», wir noch den berühmten Einwurf der Deisten herühren,. die darin etwas Befremdendes und Ungerechtes .erblichen, daßsich. Gott bloS einem und dazu bjoS einem -kleinen Volke offenbart, habe, statt, sich dem ganze» Menschengeschlecht zu offenbare». Allein es per-, schnmidet -jeder.Schatten von BMemdung und Ungerechtigkei.^ -sg .man in Erwägung zieht, daß die Existenz und EKchfit. HotteS Wahrheiten vo» solcher Natur sinh, daß sie miMlst OMubarung nicht mitgetheilt werden, können- Denn wer von der Existenz GotteS nicht übe^eugt istfür den ist kein Grund vorhanden, an -die göttlichen. Lehren zu glauben, ja nicht einmal die unmittelbare Kund-? maKung GotteS würde -für ihn Autorität habenwenn er nicht zuerst '■ von der Existenz Gottes, überzeugt wäre. Auch würde ein. solcher, der an die Einheit Gottes nicht glaubt, zwar die Göttlichkeit der Sendung eines solchen Propheten anerkennen, abep/zu gleicher Zeit die Meinung hegen, daß dann ein anderer Gott einen andern Propheten sende» könnte, um über solche Dinge zu belehren und zu befehlen, die sich mit den ersten widersprechen.. M konnte sich also Gott den Götzendienern und Polptheistenwelche die Einheit Gottes läugnen, nicht offenbarendenn dje Offenbarung würde sie nichterleuchtet haben. Wohl offenbarte er sich dem Abraham, -der, obgleich im Schooße des Polytheismus geboren (.los. 24, 2), dennoch die Nichtigkeit desselben, erkannte und den Monotheismus qnnghmso daß - dann -das israelitische. Volk, -in die- Fußstapftn .jenes Patriarchen -tretend, den Glauben an-dieEinheit Gottes bereits inne hatten. Auch geschah diese göttliche Offenbarung nicht ausschließlich für das israelitische. Volk, sondern um jenen Keim, den die Erkenntniß.der heilsamen qbrahamitischen Lehren, gelegt uu'o glücklich fortzugedeihen bestimmt war, auf Erden zu erhalten .und nach den entferntesten Gegenden hin seine Früchte zu reichen, um allmqhlig jeneerwünschte Epoche vorzu.bexxiten-. i» der dqtz ganze Menschengeschlecht durch die Erkenntniß des wahren Gottes und die Befolgung seiner Gesetze beglückt sein werde. Literarische Nachrichten. ÄWorms» im August. Ich Hab, „MI, bereit? 3I Epitaphien, von welchen das älteste bis zum Jahre 1146 reicht und von welchen ich hervorhebe. 1) deS N. Jakob Ha-Lewi (p^n?2) a. d. I. 1496, defect.. — 2) deS R.M^ scs bar Ahron (höchst wahrscheinlich, des iiw?2 7^21 -s'pl ----- ^22'Lör, Schüler des R. Jakob Tam und des R. Jizchak h. Schemuel---mtzdir,. , wie ich bte0. in, meiner Schrift ngher begründen werde) a. d. I. 1L4S, Eine herrlich stylisirte 2lufschrift in 18 Zeilen, wo die zweite jedesmal mit. trpbtt/ schließt! — 3) des R. Maier b.. Isaak---''i'siv. p fil'h»; <t, i>. 3. 1380. -r- Ich mache schon heute, darauf aufmerksam, haß hie Aufschriften deS .31-123121172 .#|!173 und des) '.DtöbW.: ST»b»;r S,. -. wie:fitz Blygg ist feistem Sefer Ehajim (Frgstkf.! a<M.

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