Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 18 (1854)
- Issue
- Heft 34 (21.8.1854)
- Date
- 1854-08-21
- Page
- Seite 431 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Philosophen davon Gebrauch gemacht haben, indem sie damit die Jünger ernähren und in den Wissenschaften unterrichten würden, ohne daß sie gezwungen wären, mit der Sammlung von Glücksgütern beschäftigt zu sein, und um den Beistand Anderer zu betteln. Eben so wenig aber ist es annehmbar, daß jene so zahlreichen Israeliten übereinstimmig diese Geschichte erfunden hätten. Mehr ist nicht erforderlich, um die-Wahrheit einer Erzählung zu begründen. 12 ,öb22 Nbv3 imi hin ■py ^ail ^N1 N3»i2 nb-i Nb 12 Nbs3 inv ,T>2n?3n 121 V12 ©i2bN t)bNb 211p Ü1S Ö2'ü3> b2b22D ilbl2NN WIN bw ,bni2 11W2 VN 12 ,1212 Nb il31ll V1V21N ilblvnrib V13V V112 il3N NW ibNI ,111N2 vnb N112N 1W1 V13121PN viLivibivn ibN VW11P2 IW ,nr riLpb 11,11 , rii22nn vriiN 'vii2bni 12 vniiwbri Vib2b2'2 1322 173> WP2bl pp2 P23>nnb ^113LN2 vnb V1P1OV2 V2 bNllZJi 132 112N 11N1M (nyi2 nbr>i) Nbi; DIN ni3H b2 1N3D2 HT hJi&Ö»*J'; nrn p3»n b3» V17312 .ri373N3 39) Es ist allerdings zulässig , daß ein Volk, durch ein augenblickliches und ungewöhnliches Ereigniß, wovon eS die Ursachen nicht kennt, dergestalt betäubt wird, daß es glauben kann, etwas ganz anderes gesehen zu haben, als eS wirklich gesehen. Denn, wie Tacitüs von den erschrockenen Menschen sagt: lingunt simul ereöuntgue; aber unzulässig ist es, daß eine solche Blendung täglich durch den Lauf von 40 Jahren sich wiederholen könne, und insbesondere, da es sich von einem Ereignisse handelt, das nichts Abschreckendes und zur Betäubung ihres Sinnes Geeignetes an sich hätte. 40) Schon Eben-Esra (Lxoä. 16, 13) giebt die Zeichen an, wodurch sich das wunderbare Manna des Mosis von dem Gewöhnlichen, welches man heut zu Tage als einen verdickten Saft kennt, den man während der Heutage auf einigen Bäumen in Arabien und Calabrien aufsammelt. Die charakteristischen Merkmale des Manna sind folgende: das gewöhnliche Manna erscheint nur zu gewissen Zeiten des Jahres, das der Wüste fiel glle Tage, außer Sabbath, und zwar durch 40 Jahre hindurch.- Das gewöhnliche Manna kommt nur in geringer Quantität und seine Entstehung kann nicht wahrgenommen werden; das der Wüste kam ganz mit einem Male und in so großer Menge, daß es für jene überschwengliche Anzahl Volkes, welche dem Möses folgte, hinreichend war. Das gewöhnliche Manna kann sich ohne Zubereitung und lange erhalten, dasjenige, welches man in der Wüste einsammelte, weit entfernt, sich zu erhalten und sich in der Sonne zu verhärten, schmolz es vielmehr alsobald; wollte man es aufheben, ging es in Fäulniß über, und es entstanden darin Würmer. Das gewöhnliche Manna kann nicht ernähren, das' der-Wüste unterhielt die Israeliten.; 41) Wenn aber das israelitische Volk die Ueberzeugung nicht gehabt haben könnte, daß es ein solches Manna gesehen, cingesammelt und gegessen, ohne es wirklich gesehen und gegessen zu haben, und wenn ein solches Manna ein natürliches und nicht durch Kunst bewirktes Erzeugniß ist und es auch nicht fein konnte, so folgt daraus, daß Moses ein wahres Wunder bewirkte, und daß somit die Göttlichkeit der Sendung Mosis mittelst eines wahren Wunders bewährt worden sei, und es ist daher erwiesen, daß Moses von Gott wirklich gesandt worden. 42) Hat nun aber Moses ein Wunder bewirkt, so gewinnen natürlich alle andern Wunder, welche in der durch die Aussage des Volkes authentischen Geschichte, deren Augenzeuge eS war, enthalten sind, Glaubwürdigkeit und Autorität; denn hundert Wunder sind Gott nicht schwerer als ein einziges; überdies ist das Wunder vom Manna, das sich täglich durch 40 Jahre hindurch wiederholte,: mit ungefähr funfzehntausend Wündern gleichbedeutend. Da nun die Israeliten in Betreff der funfzehntausend Münder nicht getäuscht worden sein konnten, so wäre es eine Sophisterei, gegen die andern Wunderzeichen, die sie nach ihrem eigenen Zeugnisse von MoseS bewirken sahen, umsonst Verdacht zu hegen. : . 43) Maimonides (lessoüe lors Cap. 8) behauptet, daß MoseS die Wunder nicht deshalb gemacht hat, um die Göttlichkeit seiner Sendung zu beweisen, sondern blos zu Gunsten der momentanen Bedürfnisse der Israelitendaß jedes Wunder noch immer irgend eine Zweifelhaftigkeit nach sich zurücklafsen könne, und daß die Göttlichkeit der Sendung Mosis erst damals unumstößlich sich bewährt hat, als Gott dem ganzen Volke sich unmittelbar offenbarte, als er ihm den veealoguZ promulgirte. 44) Diese Sentenz gereicht der Religion zum Nachtheilwegen des Skepticismus, der sie hinsichtlich der - Wunder verbreitet und zweitens in wie fern sie als einziges Kriterium der Sendung Mosis eine solche Begebenheit anführt', welche beim dabei anwesenden Volke über alle Maßen Schrecken erregte (Deut. 5, 22). N2b nn-i ,riNtii nbiiw wNN i3b2Nri 12 ,ni23 so daß also dieses Wunder mehr noch als alle andern zur Zweifelhaftigkeit und zum Verdacht von Illusion Raum läßt. 34