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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1854-07-31 · Heft 31 (31.7.1854) · p. Seite 394

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
18 (1854)
Issue
Heft 31 (31.7.1854)
Date
1854-07-31
Page
Seite 394 (sequence 12)
Language
German
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Md ÄesuMite M Verfassers einzügehen; bei der Wichtigkeit des Gegenstandes für die ganze Frage können wir Nur den Fleiß, die Gründlichkeit Und Geistesschärfe des Verfassers rÜHMeNd und anerkennend hervorheben. Allerdings, et geht von — Pr Ä in i f s e n aüs, die w ir Nicht theiten. Zur Charakterlfirung dieser führen wir — da Äe häufig Lüf unser Bibelwevk Bezüg nimmt folgende Melle an: „Es ist hier nicht "Lm Orte, die symbolische 'Deutung 'der Stiftshütle und ihrer Geräthe, die uns der scharfsinnige Philippsvü giebt, Nus einander zü setzen und zu kritifiren, da er von feinem Standpunkte voräNsstchNticher Mise nicht tzuk vollen EiÜsicht iü dre Tiefeir eines Eültes kommen konnte, der Nur tm 'Lichte d'eö ChristenthüMs wie 'seine Verklärung so Auch feilte Erklärung finden kaün. Weck die Ursünde Als Akt des Freiwerdens her Menschheit, der Glaube an die Erbsünde und die 'Hoffnung auf dine stWeMekeM-'GVnü'gthuMg in Christo als Thorheit erscheint, der kann ünmöglich den Mosaischen Kult in Wahrheit begreifen, mag et auch über das Aeüßerliche desselben sich vollkommen klar geworden sein." Dies -die Worte des Herrn Thalhofer- und bessere zu unserer Rechtfertigung und ^ur Vertheidigung unserer Ansichten können wir wohl schwerlich finden; denn, abgesehen von aller theologischen Polemik, sagen sie selbst klar heraus: w ir seieN bei unseren Untersuchungen d hne all e ÄorauS sttzung zu Werke gegangen, während Herr Thalhvfer von bestimmten Dogmen, die also jedenfalls in dem Mltüs wieder gefunden werden müßten, ausgi'ng. Was ist aber gefährlicher bei Forschungen übtt f ym b oNsch e -Bedeutung, alS vorausgesetzte Dogmen verbunden Mit (De* fehrsamkeit und Scharfsinn? Gesteht Herr Thalhofer nicht selbstdaß er schon „voraussichtlich" an die Prüfung un* ferer Anstcht ging? Jndeß wollen wir dem sorgfältigen -Forscher keinen Vorwurf daraus machen, und müssen sein Werk als einen tüchtigen Baustein zu deck weiter zN vollendenden Gebäu des Mosaischen Cültus iM Geiste empfehlen, der Natürlich Lei wirklicher Verwendung weiter behauen werden muß. Wie man oft Freude an Einzelnen hat, bemerkten Mit -mit Vergnügen, daß der Verfasser 'unsere Ucbersetzung des „Zelt der Zusamnienkunst" d. i. GotteS mit Israel, advptirte. Gern -HNten wir es gesehen, wenn er uns hierbei -das Ms Gehörige vindicirt hatte. Beiliegend: ------- PovLrüit dies Hertn Rabbinen Vkt PP iL lippsdn Ltt Mirtz-sbÄVK - Die Berlügshandlüng glaubt den Leset» Vieser Zeitung 'eine währe Freude zu 'machen, wenn sie ihnen Gelegenheit giebt, den rühmlichst bekannten HäüptreLLeteur derselben Luch in seinem Aeüßern kennen zu fernen. Philipp so n 7st den 27. DVeember 4811 zu D kssL ü -geboren, und ivar schon in seinknr zweiten Jahre eitte Waise. Sein Batet ivür der ÜN Fache dev Pädagogik und alttestaMentliche'n Megest vitditurt Mhses Phitlipp s0N. Frühzeitig sich entwickelnd nus der FraNzschüle zü Dessauder lateinischen Schule in Halle, auf dtr Miversttat zu Berlin, zeichnete er sich schon da dM'ch Philologische Arbeiten in deutscher -Und lateinischer Sprüche MS (Ezekielos und Philo -1830, "Mtz 'avfrQüjmity £är& l et II 1831- Spinoza 183^ ff.)- und arbeitete auch M der Jenaer Lit. Zeitung im Fache det Püttistik Als Sozius mit. Gleich nachdem er die Universität-verlassen-,stellte ihn im Herbste 1833 die israelitische Gemeinde in MNg^ de b u r g Als Prediger Än, nach d'eM Tdde des RabNNen 1839 als solchen. Schon in den Jahren 1834 ^183$ gab er die erste regelmäßig erscheinende jüdische periodische Schrift heraus: „Das israelitische Predigt- Änd Schul* Magazin" <in zweiter Auflage 1854), welches 1837 lü die „Allgemeine Zeitung des Jndenthums^ überging, dÄ seitdem bereits 18 Jahre erscheint und von der Mttgiöi* fendsten Wirksamkeit auf und für das Judenthum war nnd ist. Mt dem Jahre 1838 begann Philippfon auch sein großes Bibelw erk, welches in diesem Iahte Mit dem 480 Bogen vollendet ward. Schon nach dem (Sfri scheinen der ersten Bücher des Pentateuchs würde dieses Werk vom Kaiser von Rußland mit -der großen göldedkN Verdienstmedaille anerkannt. - Wir erwähnen außer vielem Andern Noch die Predigtsammlung -Mil'oah^ (Bd. I. 4843-. II. 1445»);- poetische Schriften -^Sitkow" (2 Bde. 1844)> besonders aber seine öffentlichen Vorlesungen „Die Entwickelung der religiösen Idee ick JtMnthumd, CWffe'n* thüme^ und Islam" (4847), -„Die Religion bet Gesellschüft" (1848). Man kann wdhl durch Me diese Werke Philippson als den HLuptträger der Neuen Vütwickelung des.Jttdenthums in den letzten beiden Derennien bezeichn neu. Wir erinnern an die Bemühungen OhtlippsonS um eine Wisch -theologische FLcMät, um dir'Stellung feiner Maubeusgenvssen in Preußen 184-1, um dit MbbiNerversammlang 4844; in dev orientalischen Angelegenheit jüngst. -Die Eorrespöndech^^PhLlippsvns eistreckt sich Md

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