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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1854-07-31 · Heft 31 (31.7.1854) · p. Seite 392

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
18 (1854)
Issue
Heft 31 (31.7.1854)
Date
1854-07-31
Page
Seite 392 (sequence 10)
Language
German
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nach allen Machinationen ergab sich der vollständige: Sieg auf Seiten der Partei deö Pr. Geiger. - Außer den drei Männern, welche auf Heiden- Candidatenlisten standen und daher fast einstimmig : mit einer Anzahl von 1355 — 1320 Stimmen .gewählt waren, hatten unter den 1.2 folgenden die meisten Stimmen und gingen demnach als Repräsentanten aus der Wahlurne hervor; 10 von der Geiger'schen Candidatenliste und nur 2 von der Tiktin'schen. und zwar mit einer Stimmenzahl von 813 bis herab zu 738 und von den 15 darauffolgenden, welche eine Stimmenzahl von 734 bis herab zu 669 erlangt haben, gehören 11 der Geiger'schen und nur .4 der Tiktm'schen an. Es stand nun gewiß mit vollem Rechte in der Macht der einen Partei, ihren Protest aufrecht zu erhalten und den Eintritt auch um eines der andern Candidaten zu verhindern, da hei einem neuen Wahltermine, wo sämmtliche Zettel persönlich hätten abgegeben werden müssen,, nicht ein einziger die erforderliche Stimmenanzahl erlangt hätte. Allein um jede Aufregung zu vermeiden, beruhigte man sich bei diesem Resultate und begnügte sich mit einem Siege, -der nach allen Seiten hin von unberechenbaren Folgen ist. Man lernte nun endlich einmal kennen, welche Gesinnung die Gemeinde, deren Kern, deren unabhängige Männer, deren entschiedene Majorität auch nach der Kopfzahl belebt; das Selbstvertrauen, ist gewachsen, die Ueberzeugung, daß nur ehrliche Waffen zum Siege verhelfen, hat einen neuen Triumph gefeiert, und die Breslauer Gemeinde wird mit ihren tüchtigen Elementen in gesetzlicher Regelung von nun an die Stellung einnehmen, die ihr gebührt. Herrliche Schöpfungen eines gesunden Friedens werden in ihr erstehen. ' 7 M<rq beburg, im Juli. (Privatmitth.) Herr Israel P i ck verfolgt uns mit seinen Broschüren. Vor Kurzem belichtete ein Correspondent auS Prag (Nr. 26), daß der. Rabbiner in Gitschin verweigert habe, zu einer sterbenden Jüdin zu gehen, um nhr Trost zu spenden, und geißelte ihn dafür. Herr Pick macht dies, flugs zum Gegenstände einer Broschüre, stellt sich einen sterbenden Juden und einen. Rabbiner vor, welcher letztere 'jenem auf sein Trostverlangen noch nicht einmal; wM ein Quin tanex antwortet, und drischt nun gehörig aus alle Rabb.inen: los /mnd meint/ daß ein Sterbendes xm -duxch Porwsüng^iner Stelle^desM T. getröstet^ werden könne. Wir verfahren anders alö Herr Pick. 7 Wir sagen: sicher vermag ein üherzeugungstüchtiger christlicher Pfarrer einen gläubigen Christen wahrhaft zu trösten und zu. seinem letzten Wege zu stärken; aber eben so sicher hat der seelen- und glaubenövolle jüdische Lehrer Heilsmittel für' den gläubigen Juden. Stellt sich aber Herr Pick einen ungläubigen Christen und einen geist-und wiffenslosen Prediger vor — so wird eS gerade so' gehenwie eS Herrn Pick beliebt, sich den Rabbinen auSzttmalen „Wörter, Wörter, Wörter" . — lieber Herr Pick, weiter sind Ihre Worte auch nichts. Blasphemien Sie nur: immer auf uns los; wir antworten Ihnen aus diesem Tone nicht — aber zum Lernen sind wir da. Sie wissen doch auch, daß die Sterbestunden nicht überall allein zum Trösten und Stärken benutzt werden, und Ihre Broschüre, fürchte ich, tröstet nun einmal gar nicht. Aber Sie scheinen doch die hohen, erhabenen Lehren des A. T. verstümmeln zu müssen, wie Sie es (S. 6. 7.) mit 2 Most 34, 6. 7. thun, um nur ein wenig Schein für sich und Ihr Gewimmer zu haben. Literarische Nachrichten. Magdeburg, im Juli. ES giebt Literaturzweige, welche früher sehr leicht genommen wurden, die aber gerade Höchst wichtig sind, weil sie in die Hände des größern Publikums kommen sollen. Hierzu/gehören insonders. auch die Kalender mit Jahrbüchern. Auch.dir jüdischen Kalender mit einem Jahrbuche zu begleiten, .unternahm zuerst Isidor Busch, der Associe von Franz Edlen v. Schmitz, und führte es . mit Glück und Geschick von 5603 bis 5608 aus. Während dieses letztern Jahres ging die Verlagshandlung unter, und das Jahrbuch verschwand. Es traten andere an die Stelle, von Klein, Lie bermann, Pa scheles. Allein: was diesen zum Vorwurf gemacht werden kann, ist, daß sie': nur ein.Sammelsarium beabsichtigen ohne. Gedanken,, ohne bestimmten Zweck, so daß auch meist der Zu fall, der wahre Regent deS, Jahrbuchs ist. Man kann es daher nur freudig begrüßen ,; wenn ein Mann.>; wie: I oseph Wer 1 h e i m e r in. Wien das - ehemals 7 -Busch!«che. Unternehmen in die Hand: genommen, und .soeben.wieder den ersten Jahrgang-an'ö : Licht/treten. läßt>-7'sür'.daL.'Jahr 5615./ Wir

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