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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1854-07-24 · Heft 30 (24.7.1854) · p. Seite 375

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
18 (1854)
Issue
Heft 30 (24.7.1854)
Date
1854-07-24
Page
Seite 375 (sequence 7)
Language
German
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s7tz speciell über die morälischeGefunkenheit F ü tt H Ä MW führe, so antworte ich hierauf einfach, weil ßM'M GrnstkNVew, tit; d'eE ausser dem Sabbäth die Synagoge auch' stur geöffnetwürde, und auch an diesem eistest'Tage der Woche fallt es oft schwer, wenn gleich eiste weit größere Anzahl von Erwachsenen Vorhänden iP/ ä'fJiJ zu versammeln. Der gegenwärtige LandeS^Mbbitter-- vr. Lipschütz, hat freilich das Streben, dew geschwundenen religiösen Geist neu zu' beleben; indess Mubst er ist^ der ÄViedethrrstelluNg^deS flrestgstM äÜ-orkhodoreN RituS ohne die mindeste Äbättderüng^ das' hierzu geeignete Mittel zu "finden. Ob dies Vorgehen die schwere Wunde heilen, oder noch kläffender Machen werde, will ich nicht entscheiden, überlaffe 'es vielmehr jedem Leser, dies nach seinem Gefichkspünkte zu th'un. Die verzweifelte Opposition, die sichim ganzen Lande dagegen' regt, macht das Letztere wahrscheinlicher, Und dürfte es sogar in mehreren, ganz besonders radikalen Gemeindenfalls An-' otdNttn'gen ist' jenem- Sinne gewaltsam durchgeführt werd'e'n, dahinkommendaß das Gotteshaus Jahr aM Jahr ein geschlossen bleibt, und vielleicht nicht einmal an den darin Gottesdienst abgehülten wird. Traurig, aber (leider!) wahr!*) Aus Baiern, im Juli. (Privatmitth.) In einem jüngst! erfolgten Ausschreiben der königlichen Regierung von Unterfranken wird eine allerhöchste Entschließung vom -191 Mai a; c. zur allgemeinen Kenntniß gebracht, gemäß welcher beim Vollzug des HausttvirbotSjede Hemmniß; uNd Belästigung deS ordentlichen Handelsbetriebs oder sonstigen Verkehrs, zü welchem das Verbringen von' speciell bestellten Wäären W rechnen, thuNlichst fern zu halten, auch dafür Sorge zu tragest'ist, „daß'nicht Leidenschaftlichkeit gegew Juden sich einmrsche." In Nr. 27 Ihres geschätzten Blattes hat eS ein „Anonymus" versucht auf mich, wegen einiger ausgesprochener Bemerkungen über die religiösen Zustände Kür t h s' den Vorwurf der Parteilichkeit zu wälzen. Gestatten Sie mir, Herr Redacteur, mich dieser Anklage gegenüber zu rechtfertigen. Wenn jenev Herr „Anonymus" mich fragt, warum ich gerade .! *) Und s dies ist ein sehr schlimmes: Erperiment —. denn einmal dem Besuche des Gottesdienstes entwöhnt, wirst die Generation schwerlich .sich wieder dazu ^bequemem Nichts ist fölgereicher', als' Religiöns'lösigkett, genährt dütchl stttntitrtliches Recht und' Hartnäckige Oppo-' fitton.' RedaictstSn.- Gleichgültigkeit in religiösen Dingen die höchste Stufe erreicht hat: Zum Belege Meiner Behaüptüttss MÄ ich Ihnen nur ein Factutn' Mittheilen. ' Während dev vorjährigen Nürnberger Hetbstmeffe, welche gewöhnlich in die Zeit dei jüdischest höhest Festtage fällt, ließen, wie es gewöhnlich geschieht, mehrere Fürther Handelsleute in der Zeitung' annonciren, „daß während der Feiertage ihre Meßbuden geschlossen seien;" allein mit Erstaunen las man andern Tages ein diesem entgegenstehendes Jstserät' deS Inhalts, „daß die Feiertage auf daS Geschäft det Unterzeichneten keinen störenden Einfluß aüsMest und ihre Verkaufslocale wie in andern' Tagen' ostest wärest." Laßtsich däSReligiöse mehr in dest'Stästb! ziehen, als - auf solche Weist? — Ueberhäüp't ist' jetzt ft weit gekommen, daß viele Eiterstvock LastdVdie gern eines oder daS andere ihrer Kistbek zst iv-' ' gend einem Gewerbe oder höherer'Ausbildung irr eistk Anstalt nach Fürthbringen möchtest, es aus dM einzigen Grunde unterlassen, weil sie besorgen, daß' dieselben dort der Religion ihrer Vater entfremdet würden, ustd finden sich Manche auS Mangel eistet andern paffenden Unterkunft Hiezu gezwungenso sieht! man nicht selten diese Befürchtungen über kurz oder lang bestätigt. — Daß auch andere Städte von dreiser Krankheit der Zeit nicht frei flstd, ist nicht zst - läugnen, doch ist namentlich dieses Element in Fürths das vorherrschende, und habe ich eS darum besonders; in dem fraglichen Artikel anführen zu müssen geglaubt; WaS Würz bürg betrifft, so habe ich Mich allet^! dings in Nr.-37 d^ Bl.- vom vorigen Jahr in eineck-! Artikel „aüö Unterfranken" über die dortigen religiö- ' sen Zustände ausgesprochen. Können aber bezüglich'; der Predigten von einem aus der alten Schule her-'' - vorgegangenen Rabbiner Bamberger solche Leistungen; verlangt werden, wie von einem wissenschaftlich gebil^- i beten Dr. Löwi? Ich bin weit entfernt davon , ded; hyperorthodoren Richtung deS Würzburger Rabbinöst' däS Wort zu reden; doch kann demselben nicht ab-' 'gesprochen werden, v'ass^er-'ÄeBgMS"ist feinet' Sphäre'-ÄattcheS-Gute' wirkt,-''-tt'bss dem derselbe nicht-? erst seit einem Jahre, sondern schon seit dem An-'; tritt ftineS Wirkungskreisesfiechön Körpers- P, ülld! ihm döst den' Aerz-M SdhönMÄ üneMpfohlM würde/' i uW vetdiesteN naMbMAch' dessen strenAt- UnWM;

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