Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 18 (1854)
- Issue
- Heft 27 (3.7.1854)
- Date
- 1854-07-03
- Page
- Seite 341 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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m Co rrefponV ett z. Pan'ser Skizzen V. Magdeburg, 25. Juni. ES find zwei bedeutsame Gedanken, welche mirin Paris und Versailles immer wieder zuni Bewußtsein« kamen , und-von denen ich meinen Lesern sprechen will. Der erste: daß, so willkürlich auch die Werke dev Menschen erstehen-, so sehr Laune, Zeih Ott, Geschmackdieselben zusammenwürfeln, dennoch das organisatorische Bedürfniß und der organisatorische Geist der Menschen bald wieder eine gewisse Regel- und Regelmäßigkeit hineinbringt. ■ •' - - ■ ■■■?• - Dieses Paris, das schon Caesar als eine bedeutsame Stadt (oppidum) kennt, in welchem J uli am, den die Kirche den Apostaten nennt, zum- Kaiser äusgerufen ward, und das seitdem immerfort wuchs!-und wuchs, wir' bald hierbald dort das Bedürfnißder LuruS, der Zufall es wollten-, seit! 510 die Hauptstadt eines Reiches/ immer wiederholt geschloffen, um von Neuem erweitert zu werden, 56 vor der gewöhnlichen Zeitrechnung nur 15 Hectaren einnehmmd, 1367 bereits- 439 Hectaren, 1671: 1104 Hectaren, jetzt 3439 Hectaren, an 42,000 Häuser umfassend, es läßt sich doch ganz leicht überschauen und der Plan desselben verfolgen. Zwei große-Pulsadern-durchschneiden es von Ost nach West: eine Wasserstraße, die Seine, von den Quai's begrenzt-und eine Landstraße, die Boulevardsletztere vom-Bastilleplatz bis zur Madeleine. Alles, was rechts von den Boulevards liegt, gehört zuden Füubourgs, was links, zur eigentlichen Stadt, die demnach-durch die Seine-in zwei Theile getrennt und wieder durch so viele herrliche Brückenbauten veMrndem wird: Mittenzwischen Beiden liegendie bei^ den häuserbedeckten Inseln, welche die eigentliche Cile bilden, und aus deren erster das palais de juslice und« die Kirche Notre-Dame sich befinden, bdide ihrem Altdt nach unbestimmbar: inihren Anfängen! bis zu grauer Vorzeit zurückgehend: Was' nun rechts vollder Seine so' außetorderitllstfbequem ist, das ist: dass stets eine HaüptiMße einem Theile der Boulevards entspricht und links von diesem ÄS rUe«,- rechtS' als rue dukaubourg dahin läuft. Z. B: öoirltzvard Nontmartre, links vondiesem rue' Aionti rnsrtrsj rechtsrue du kaubourg' Adntwarttes hierauf Bbuievarä Poissoniüre, linksrue Poissoniöre, rechtsruedu k«ntzoug' Paistzoaröre. Gerade der MiMpunkt^VtP' Stadt wird hierdurch sehr zugänglich.. Da sind die rue 8t. Venis mit rue du kaubourg 8t..' Denis-, rue 8t Llartiu mitrue kaubourg 8t. venis, welche von der Seine? an die ganze Stadt durchschneiden. Den ganzen Kranz der Boulevards beschließt dann die rue 8t. Antoine und rue äu kaubourg 8t. Antoine, in welche der Boulevard 8t. Antoine mit dem Bastilleplatz mündeh Rechnet man hinzu, daß diese rue 8t. Antoine vom Stadthause" anfängt, bei welchem in entgegengesetzter Richtung die einst (wenn sie vollendet sein wird) wundervolle rue Rivoli anfängt- und bis über die Cbamps Elysees reicht-, so hat man auchder Seine parallel, als Sehne der Boulevards,- einen vollständigen Anhalt-. Alles dies wiederholt sich nun auch, in der Stadt am linken Seineufer, nur von geringerer- Bedeutung und rnitl geringerer Wichtigkeit. ■ Auch hierein. Bogen? von Boulevards, welcher die Stadt durchschneidet,vom.Jnvalidenhotel an bis zum Boulevard ,de l’Hopital, und dieser! Bo» gen mit einer großen Sehne rue de l’Universite^ und dem Querdurchschnitt dev rue SU Jaques mit dev rue du faubourg St, Jaques, öotm Boulevard St. Jaques bis zur Seine: Versenkt man sich nunnoch tieftv in jedes? einzelne Quartier, sofindet man im jedem, irgendein bedeutmdeS-Gebäude, was ihmseinen Charakter verleiht,. waS eS aus der Masse hervorhebt, und specialifirt: Für den, rechten Stadttheil ist dieser Mittelpunkt von jenem herrlichen Compler deS' Louvre, der Tuillerien, des Tuilleviengartens, deS Place de la Concorde, der Ghamps Elysees und beg Are deTEtoile gegeben, dann wieder das Palais royalj die Lladeleine, daS? Stadthaus. Für den-linken? Stadttheil das Palais du Luxembourg mit seinem herrlichen Park, und in einem großen Kranze das Marsfeld mit, der. M>i- Litairschnle, das Jnvalidenh viel,daS Institut, daS Pantheon-/, die Sorbonne. So hat auchdas organistrende Bedürfniß nach allen Endenseine Gärten?, seine Fontainen, - seine- Hospitäler und seine: Kirchhöfe: entsprechend den großen Hallerl der Lebensmittell faeirU Die Umgebungen des« JnvalldenhotelS, der Garten des Luxembourg und der lardindds Planted geben« dem-linkkm Stadttheil große Reize, so wiewiederum derParc de Mneeaux, die elyseischen - Felder p der Duilleriengarten> dev Garten deS Palais: royal dem Stadttheilarm rechten: Seineufer das willkommene Grünverleihen. So umgeben wie« ein großer Kranz daS Jnvälidenhotel,. die-Hospitien der:Findlinge, derkranken Kinder, die-Militairhospitäler/ das Hospital Necker, das Val de Gracei das' Hospital de la Salpe^ tribreNNdifoltzeNde,denilinkmStadttheil/wähLvndPicpusj Hospital von St.- AntoM, das« .Hospiz« bfe* 25, Hospital 27 *