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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1854-06-19 · Heft 25 (19.6.1854) · p. Seite 314

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
18 (1854)
Issue
Heft 25 (19.6.1854)
Date
1854-06-19
Page
Seite 314 (sequence 10)
Language
German
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als Talmuß, Schulchan-Axuch Achexouim;. die es nicht anerkennen will, haß gerade das orthodoxe, Judenthum seine wissenschaftliche Begründung habein welcher es eine seste Basis findet für eine heilsame Fortentwickelung und eine sichere Consißenz durch alle Zeiten. So weit mir bekannt ist, hat jene- Aufforderung, zumal in unserer Provinz, wo das orthohore Judenthum noch vielfach , gekannt und mit Liebe gepflegt wird, vielfache Indignation erregt. Herr Oherrabbiner vr. Frankel, der, wie es seine Stellung an diesem Institute mit sich führt, gewiß die Seele des Ganzen bilden wird, ist hinlänglich durch seine segensreiche literärische Thätigkeit bekannt. Er hat in vielen Aufsätzen offen und klar vor den Augen her ganzen Welt seine theologische Richtung bezeichnet. Das orthodoxe Judenthum hat zu allen Zeiten in ihm einen warmen und ehrlichen Vertreter gefunden; uns bedarf es für uns keine andere Garantie, als das befestigte Vertrauen, welches er bereits bei allen wahren und gesinnungsvollen Orthodoxen besitzt. ES würde aber auch ein vorausgesetztes Mißtrauen involviren und der guten Sache nur schaden, wenn, was überhaupt guch gar nicht zu erwarten steht, Herr Dr. Frankel sich auf die Beantwortung dieser Fragen einlaffen sollte. Sehr schmerzlich ist die Erfahrung, daß die Zerrissenheit unserer Zeit jedem Unternehmen, welches dazu bestimmt ist, die Wunden zu heilen, die die Neuzeit dem Judenthum bereitet, leider hindernd entgegen tritt; aber,Israel trägt den Kampf in seinem Namen und in seiner Aufgabe; darum wollen wir recht- -gern den bittern' Tropfen mit, verschlucken, den dieses Schriftstück in den freudigen Genuß gemischt, den die Kunde von der endlichen Begründung des langst-ersehnten Instituts uns bereitet,, fest vertrauend, daß diese Anstalt eben ihren Beruf auch darin erfüllen werde, die Zerrissenheit zu beseitigen und die früher da gewesene Einheit auf dem Gebiet der jüdischen Theologie wieder herzüstellen. S. B r a u n. Dänemark. Friedrich sstadt, im Mai. (Privatmitth.) So erfreulich es auch für den größten Theil der Juden hier war, haß die Emancipation in'S Leben trete, fd herrscht dennoch jetzt, da die Verfassung der Standeversammlung zum Gesetz erhoben ist, eine trübe Stim-- mung unterhell hiefigen;Juhen.: DiechiestgeMemechd^ ist ziemlich groß und recht fromm,- hat ein.recht'schönes. Gotteshaus und eine wohleingerichte.te Schule. Nach dem neuen Gesetz ist es den.Juden gestattet, zu wohnen, wo .sie wollen, dH. wenn sie ein hinreichendes Vermögen aufweifen können, demnach werden nux solche von hier fortziehen , die Etwas haben und zu den Gemeindelasten beisteuern können.! Zwar hat der hiesige Vorstand eine Petition eingereicht, des Inhalts, daß sämmtliche-Juden des Herzogthums-zur hiesigen Synagoge und Schale heitragen möchten. Dies ist allerdings ein unbilliges -Verlangen und. istwie ich höre, auch schon abgeschlagen, - jedoch der; Catechet, der für's Herzogchuw Schleswig bestellt werden soll, wjrd hier zu wohnen kommen.. Dieser erhält von StaatSwegen seine Besoldung, die auf sämmtliche Juden des Herzogthums repartirt wird> — Falls Viele von. hier fortziehen, < wäre die hiesige Gemeinde zu bedauerydenn die Lasten würben sich wenig oder gar nicht verringern. ES find - hier sehr viel Arme, und jedp Commune hat ihre Armen selbst zu unterhalten. Mo keine besondere Armen- Commune besteht,: gehören sie an die allgemeine AMencasse; in diesem Falle wäre der hiesigen Gemeinde sehr zu rächen, sich-ungesäumt der hiesigen.lutherischen Armencasse anzu^chließen, denn dieS können sie-zu jeder Zeit. Correfpond enz. Etw^s ÄUs. Mmerikql. Hamburg, EndeMgü Kaum alls Amerika auf deutschem Boden angelangt und bereit, bald wieder über, den Ocean zurück.zu'-kehren, ist« es Mir in der' That unmöglichüber die vielen-böswilligen Berichtewelche deutsche Blätter ~ wahrscheinlich doch zum Amuftment ihre'r deutschen Leser — über „die ZuLen in Amerika'^ enthalten-- gartzlich zu schweigen. Ganz besonders aber erregte ein Aufsatz meine Aufmerksamkeit-' der jüngst in der zu Leipzig erscheinenden 'Moötllen-Zeitung^ erschien- und überschtieben ist: „Die jüdischen Kleiderhändler in der Chatham- Street in. New- Yoxk." / ' ' ' ''' . Pie Achtunb, die wir der Stadt der Intelligenz, drr, chxevmrthen BerlagKaMung und. ihrem; fonst .giWky-

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