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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1854-06-19 · Heft 25 (19.6.1854) · p. Seite 312

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
18 (1854)
Issue
Heft 25 (19.6.1854)
Date
1854-06-19
Page
Seite 312 (sequence 8)
Language
German
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312 * einem Schiffe angehört, Welches durch liederliche Führung auf einer Sandbank seflgerannt liegt, und daß es den größten Aufwand von Nachdenken und Thatkraft fordert, eS wieder flott zu machen./ Wie man sagt,, hat die von den Repräsentanten niedergesetzte Commisston zur Candidatenwahl für den Vorstand den Gedanken in Anregung gebracht, nicht mehr wie bisher, 7 Vorsteher, sondern nur 5 zu berufen, und soll dieser Gedanke als Vorschlag an'S Königliche Polizeipräsidium abgegangen sein. ES sind allerdings eher 5 als 7 geeignete Männer zu finden, aber damit ist der Weg zum Ziel erst betreten, noch lange nicht zurückgelegt, und wir find erst bei dem Punkte,, von welchem aus mit Sicherheit behauptet werden kann, daß fünf Männer weniger Böses thun können, als sieben. Es ist die Zeit.zur gänzlichen Umgestaltung der jüdischen Regiments da, es ist Zeit, daß vor Allem eine große und reiche Gemeinde ihre Angelegenheiten nicht mehr den Händen von Menschen anvertraut, die ihren Herrscherberuf entweder aus ihrer eigenen oder aus fremder Börse schöpfen , die weder Fähigkeit, noch Bildung und Tugenden an den grünen Tisch bringen, und die unverantwortlich find, weil sie keine unmittelbare Besoldung erhalten; es ist Zeit, daß die jüdische Gemeinde, so gut wie die christliche, nach Verhaltniß besoldete Räche neben unbesoldeten habe. — Zur Feier der silbernen Hochzeit deS Prinzen von Preußen fand heute im Reformtempel eine Predigt statt, und der Gemeindevorstand ordnete eine Deputation nach Potsdam ab, welche ein Geschenk von 300 Thlrn. für den Nationaldank in der Tasche haben soll. F. Lt. —. Auch die jüdische Gemeinde von Berlin ließ den hohen Festtag, nicht vorüber gehen, ohne .durch äußere Zeichen ihre Liebe und Verehrung für das gefeierte Jubelpaar an den Tag zu legen. Durch den Vorstand der Hemeinde wurde zuvörderst dem Curatorium. der Allgemeinen Landeöstiftung rc. ein Geschenk von dreihundert Thalern in Staatsschuldscheinen für die Specialstiftung für Berliner Veteranen übergeben. Eine prachtvoll ausgeführte, und mit Steinen auSgelegte Glückwunsch - Adresse, welche dem hohen Jubelpaar gestern durch eine Deputation aus drei Mitgliedern des Vorstandes, unter Vortritt des Vorsitzen-' den, überreicht wurde, sprach in lebendigen Worten die hingebenden Gefühle de^ Gemeinde für das erlauchte Jubelpaar aus, . Die Adresse, von dem Kalligraphen Schütz gefertigt- und von dem Hofbuchbinder Moßner gebunden,. ist in jeder Beziehung ein künstlerisches Prachtwerk. Abends fand zu Ehren des hohen Festtages in der großen Synagoge ein eigends dazu angesetzter Festgottesdienst durch Gebet und. Gesang statt, welcher den patriotischen Gefühlen der Gemeinde Ausdruck gab. — Auch beim Gottesdienst der jüdischen Reformgemeinde fand eine angemessene Feier deS Tages in besonderem Festgebet und Festchoral statt, so wie auch die Predigt reichen Bezug auf das glückliche Ereigniß.nahm. Für die LandeSstistung fand zugleich eine Sammlung statt. — Die Waisen-Erziehungsanstalt von Baruch Auerbach beging den Tag durch feierliche Rede deS Direktors, so wie. durch festliche Bewirthung der Waisen, für die. ein Wohlthäter einen angemessenen Beitrag gespendet, Abends endlich durch Illumination. — In der jüdischen Gemeinde - Mädchenschule wurde eine Nachfeier: deS Jubeltages mit einem Redeact ihres Dirigenten Herrn Engelmann, veranstaltet. Magdeburg, 12* Juni. Die Redaktion bemerkt, daß nach oft genug ausgesprochenem Grundsätze, anonym oder pseudonym ihr zugekommene Schreiben nicht berücksichtigt werden. Es versteht sich von selbst, daß sie dennoch bisweilen von Böswilligen hetrogen wird, und macht gar kein Hehl daraus, da es am Ende immer rühmlicher ist, betrogen zu werden, als zu betrügen. In Nr. 20 haben wir die bekannte „Anfrage" abgedruckt, welche uns ein, gewisser „Ludwig Raschi" aus Frankfurt a. M. mit dem dort gegebenen Begleitschreiben zusandte. Er bat zugleich um ein Exemplar der Nummer unter Kreuzband unter obiger Adresse. Das Exemplar kam zurück, da ein „Ludwig Raschi" in Frankfurt gar nicht existirt, Man.steht also, welche. Kunstgriffe von diesen Leutchen angewendet werden; ^man steht,- wie heilig sie das Wort Gottes -.prsr, kV halten, sie, welche jeden Minhag für eine göttliche.Verpflichtung aus-- geben. Der „Frankfurter Orthodoxe" hat sich, auch dadurch blamirt. , Wie kann ein Mann aus. eine Zukunft -rechnen, der sich solch es LugeS, solches Truges bedient, um feine Meinung, wenigstens seine-vorgegebene Meinung in die Welt zu bringen.. . Wir. wiederholen, was wir Nr. 20 gesagt-, wir halten eine offene und Mntlicho Anftage nicht M underxchtigt, wir halten auch die in Nr. 23 aus Dresden

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