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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1854-05-15 · Heft 20 (15.5.1854) · p. Seite 250

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
18 (1854)
Issue
Heft 20 (15.5.1854)
Date
1854-05-15
Page
Seite 250 (sequence 10)
Language
German
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Universitäten, beschloß. ,Die, Hochschulen sollen Ktudirenden aller.Glaubensbekenntnisse affenstehen.; Be-r kanntlichist dies', schon, darum von großem Merthe, da ein -grosser Theil der. Staatsämter. das Studium, auf diesenÜniversitäten vorauöfetzt.;,,.Präsident des sehr .zahlreich besuchten . Meetings . war daS „ Parlamentsmitglied Mr. L/rurence Heyworth; , unter den Antragstellern- und Sprechern, waren, drei protestantische Geistliche und ein ,jüdischer Barrister, Mr. Siman. Nachweislich wurde die. Universität Örford von Alfred dem Großen als.eine rein weltliche Schute, für Studenten aller.Nationen gegründet. (Man sieht, wie eS häufig um „das historische Recht" steht; sehr oft beruhtes auf —. Raub,. Unterdrückung, gewaltthätiger Ausschließung!) ... .. Türkei. Conftantinopel, 13: April.. (H. C.) .Nachstehend,- theilen. wir den Tert eines ActenstückS mit, das in gewisser Beziehung ebenfalls zur orientalischen Frage gehört. Zu dessen Verftändniß bemerken wir, daß hier die abscheuliche Gewohnheit herrscht, in der Charwoche die Juden zu mißhandeln;^ ein Unfug, der meistens von derlieben griechischen Straßenjugend verübt wird, wobei aber Armenier. und Katholiken helfen und Türken das dazü dienende Werkzeug verkaufen. Dieses Werkzeug ist \bie Nachtwächter- Schnarre. Das Dokument ist. an die Gesandtschaften von Preußen, Großbritannien, der Vereinigten Staaten, Holland, Schweden und der Hansestädte gerichtet und ist unterschrieben von etwa fünfzig bis fechszig -achtungSwerthen Engländern und -Amerikanern; leider sehe ich nur drei, deutsche Kamen darunter. Das Document lautet: „Die Unterzeichneten haben mit tiefer Betrübniß die muthwillige und herzlose Mißhandlung -wahrgenommen, welcher die. Juden in dieser Stadt Jahr aus Jahr ein. um die Osterzeit ausgesetzt Md. Die . erwähnte Behandlung ist. nicht bloße Belästigung,. sondern wirklich körperliche Mißhandlung, und Viele von uns sind in den Straßen dieser,Hauptstadt Augenzeugen, davon gewesen,, sie soll aber oft, nach glaubwürdigen-Berichten, in den.Provinzialstädten und Dörfern zu weit schlimmeren & cessen, ausgedehnt werden. Ohno die Katholiken von der Theilnahme an solchem Benehmen ganzfrei, zu sprechen, nehmen wir keinen Anstand, zu sagen, daß i die. meisten dieser Mißhandlungen Hauptsächlich,' uwö- - nicht, gänzlich,; ponGriechen herrühren. Wiwzweü?.: ^feln keinen Augenblick, daß Ew. Ereellenzund jedesedle. Gemüth,, er gehöre-der protestantischenkatholi-; schen, griechischen-oder. irgend einer andern Kirche; : an,, fühle, cdZß ^"eiy.' sor/unmenschliches '.Benehmen--deS' ' Evangelmms! Christi, durchaus unwürdigiist-und selbst'; den Pflichten guter Bürger, deren. Beobachtung zu allen Zeiten, vorzüglich aber in der-gegenwärtigM Krisis so wünschenSwerth. rst, widerstreitet. . Unter: diesen/Umständen fühlen: ww uns - gedrungen,. Mwä Ercellenz und -die Gesandten /von Preußen, den Ber- : einigten- Staaten,. Holland,. Schweden und - dentHan-- sestädten, an welche Bittschriften gleichen Inhalts auifc zu--gleicher Zeitveingereicht-werden^ zuersuch.en>, Ihre, besten Bemühungen bei dem griechischen-Pa-/ triarchen . anzuwenden, um ihn, M veranlassendaß er den ganzen. Einfluß der „griechischen -Geistlichkeit zur Unterdrückung cheS eben erwähnten Unwesens aufhieLer! eines Unwesens, welches inj.vielen Fällen. auS^aber-j gläubifchen und irre geleiteten Gefühlen/ entspringt/ meistens jedoch , wollen wir hoffen, aus bloßer Gedankenlosigkeit." . Kragujevaez, 15. April. In einer Correspondenz des G. C. aus S erb ien über die daselbst wieder hergestellte Ruhe, welche die Regierung zu bewirken vermochte, heißt eS wörtlich: „Außer ihrer Partei im serbischen Volke /selbst ^hat die Regierung : jetzt auch an den hier seßhaften Wallachen und Ju> de n, welche beide aus selbstverständlichen Gründen keine Neigung zu Rußland fühlen) eine nicht zu mißachtende Stütze gefunden."' .!'; Literttrifche Nachrichten. Tübingenim April. >. Das Hohelied; in deutscher Uebersetzung- Erklärung und kritischeriTertausgabe.^Pon Ernst Meyer,>Profeffor der morgenländischen'Sprachen in Tübingen.. Tübingen 1854/ . Der-Herr Verfasser-dieser neuen.Bearbeitung, des Hohenliedes hat sowohl.-vermöge seiner durch rühmlichst. bekannte Werke dargethaney gründlichen Kenntniß der orientalischen und vornehmlich der. he? bräischen Sprache und Literatur, als auch.namentlich vermöge, des ihm. ün - hohen, Grade eigene.n Verständnisses fremden Vol.ksgeistes undi seiner poetischen Erzeugnisse te- ' sondern Beruf, diese durch Alter und Anmuth gleich aus-

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