Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 18 (1854)
- Issue
- Heft 19 (8.5.1854)
- Date
- 1854-05-08
- Page
- Seite 236 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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W im April. (Privatmitth.) Trytz dem. hier zu Layde der Helle Kriegesbrand über Berg und Thal leuchtet, ist hier doch nicht vergessen Worden, MS pran der großen Glaubensgemeinde schuldig ist. ES ist Ihren Lesern bekannt < daß esu hier als Pre-- diger fungirt hslbepder Herr Israel Pick nach Preußen ging, sich tqufen ließ und sofort eine donnernde Philippika gegen seine früheren Glaubensgenossen und ihr Bekenntniß los ließ. Sie werden mit Recht sagen: „Nichts Neues unter der Sonne, AyeS schon da gewesen!" Er gab dieser seiner Broschüre den prahlerischen Titel: „Israel hat eine Idee zu tragen, die letzte Lüge einer sterbenden Synagoge." Sie werden mit Fug sagen: „Die erste Seite dieser Proschüre widerlegt den Blasphemanten, denn was ex vorträgt, erweiset auf jedem Blatte, Paß Israel allerdings eine Idee zu tragen und der Menschheit eiyzustehen hat für die integre Lehre von Gott und ihren Consequenzen!" Darum war eS auch nicht mehr als billig, daß man dem geifernden Apostaten nur verachtendes Stillschweigen entgegen setzte. Anders aber war doch, was von den Hiesigen zu erwarten. Sie mußten wenigstens eine Art Protest veröffentlichen, M mit dem davon gelaufenen Prediger nicht identjficivt zu werden. Es erschien daher so eben von „einen) Bukarester Juden," dessen Ihnen wohl bekannte Schreibart Sie hen Verfasser wird wohl errathen lassen, ein „Offenes Sendschreiben an Herrn Israel Pick," bei Fritzsche in Leipzig in Commission. Wer nur einen Blick in dieses „Sendschreiben" wirft, wird erkennen, wie der Verfasser mit einem warmen, für seinen Glauben und dessen Träger wahrhaft begeisterten Herzen den Ankläger, der oft wie ein Besessener raset, ohne daß ihn Jemand im Geringsten provocirt hatte, zurecht weist, und ihm, so viel er als Jude in christlichen Ländern darf, die Wahrheit vorführt. Wir sind. Häher dem gelehrten und würdigen Manne, der trotz seinem schweren Berufe die Feder mit so vielem Eifer, mit so schöner Hingebung ergriff, zu großem Danke verpflichtet. Hätten wir einen Wunsch gehabt, so wäre es der gewesen, der Herr Verfasser hätte etwas klarer und einfacher geschrieben und alle mehr witzigen Bemerkungen weggelaffen, die, so geistreich sie auch oft sinh, doch der einfachen Hürde Eintrag thun. Hingegen kann nichts wohlthuender sein, als der gemachten Pegeisterung des Herrn Pfck gegenüber, welche, wie eö scheint, überall mehr aus dem Aerger SM feto? KammSMqffM M M-q HahM, iE riger Begeisterung für seinen neuen Glauben entspringt, die freudige Ueberzeugung deS Verfassers zu sehen (s. S. 14) und seine tiefe Innerlichkeit zu vernehmen (f. S. 28). Und damit find auch wir Bukarester mit Ihnen fertig, .Herr Pick, die großen Wogen der Zeit schlagen schnell darüber zusammen, und — Sie find vergessen. Abhandlungen verschiedenen Anhalts. Die; (Fortsetzung.) Die Häupter dieser großen Nation, welche die weiten, von den Gewässern des Euphrat und Tigris bespülten Ebenen bewohnten, glichen darin den yrientalisHeg Fürsten unserer Tage, daß jeder bei seiner Thronbesteigung einen Palast zu seinem hiebling'Ssitz ausführte, Als PM stelle wählte man eine natürliche Anhöhe oder eine bloße Anschwellung des Landes in der Nähe eines Flusses, Auf dieser Basis erhoben sich nun ungeheure Terrassen, worin Lagen von harzüberzogenen Rohziegeln mit Sandschichten we.chse.sten, Uns dem Gipfel dieser künstlichen Hügel prangt danp der Palast. Daher finden sich in den. meisten Hügeln her Umgegend von Mossul Ruinen ähnlicher und doch durch gewisse, Wer zp stezMnepds Merkmale unter-- schiedener Pehäud.e, Hiese sttft großen Kosten ästsgefü^r-. ten Paläste nchWsi, We die Ausgrabungen zu Khorsaq bqd, Kujuydschik und Mmrud bezeugen, einen beträchtlichen Platz eiy. — Das Erdgeschoß bestand quS Stein, untermischt mit gebrannten oder rohen Ziegeln; die .oberen Sjockwerfe aus Rohziegeln oder Llos au.s feflgeschlagenem Thon. Marmor, meist gypsyrstger, wurde zux Verkleidung der Saalwände gebraucht. Diese Verkleidungen waren von ausgezeichneter Pracht; HMHochbilder mit Anschriften, gehoben durch die lebhasteftey Mben, schmückten sie; gn den Eingängen ragtey cochossale Gebilde, ge-? flügeste Stiere oder Löwen mit Menschenköpfen, als StzW bole der Stärke, qls Personifieat.ion.en des Fürsten. Aach dem zu urtheiler^ was npH übrig gebliehen ist, müssest diese Arbeiten eine zahlreiche Schule Mldhastep Post seltenem Talent beschäftigt ha.hen, Diese Wr des Tigxiß und Euphrat, jetzt wüst stich verödet, welch' ein Schauspiel mochten ste in chney eussegeuest Heften Wen , als vost