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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1854-05-01 · Heft 18 (1.5.1854) · p. Seite 223

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
18 (1854)
Issue
Heft 18 (1.5.1854)
Date
1854-05-01
Page
Seite 223 (sequence 11)
Language
German
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mre z. M-auchwie die Kritik alle Reden der ProphetenüberWabel: Mißhandelt hat daß wir sie auch in diesem: Blatte -Mverfolgen wohl berechtigt sind. -Wir geben hier Auszüge 'aus der- Revue d. deux mond. über die neuesten französischen Nachgrabungen, nach der Üebertragung im M. df. d/- Lit. d. A. —- ' . ^>M^Ml.ig.eK..Urkunden.und .die Weltgeschichte, zeugten von einem assyrischen Volke, das vor mehr denn zweitausend Zähren vor der "gewöhnlichen Zeitrechnung eines der mächtigsten Reiche der Erde gegründet; man wußte, daß die pmnkliebenden Fürsten dieses Reiches Städte und Paläste gebaut, und diese unter dem Zusammenwirken aller Künste ausgeschmückt hatten.- Mein es war, eine spärliche Zahl geschichtlicher Ereignisse und einige KönigSna- Äen abgerechnet, jene großartige Vergangenheit in Vergessenheit gesunken; der beispiellosen Verwüstung jener Bauten war, nicht ein einziges Denkmal entgangen. Und wem eS noch vor Kurzem eingefallen wäre, auS hypothetischen Elementen eine assyrische Kunst, wie sie doch Jahrhunderte lang in Niniveh und Babylon geblüht haben mußte, zu construiren, der Hätte gewiß für einen archäotzgi.scherj.'Lraüwer. gegolten;.. -Und doch hatte diese Kunst lange in ausgeprägtester Eigenthümlichkeit gelebt, wesentlich. verschieden von der ägyptischen, ihrer Zeitgenossin, und Son der griechischen,' der fie vorangegangen; eben so scharf abgeschnitten von den starren , wunderlichen Denkmälern,. die unS durch die Jahrhunderte Indien, Tibet und China überliefert haben. Aber die staunenSwerthen Werke dieser Kunst lagen mit der ganzen Vergangenheit eines großen Volkes, seiner Geschichte, seiner Sprache, unters einem tausend- und aber tausendjährigen Schürt begraben. . . ÄuS diesem Grabe find sie neu erstanden. Von dem Augenblicke an, wo Herr Botta die erste Marmorplatte mit assyrischen 'Halbhochbildern aufgefunden , vergeht kein Tag, hex nicht die . schon gemachten Entdeckungen mit einer neuen bereicherte. Die Sale mit ihren Bildwerken stehen uns offen; wieder aufgefunden sind die Terrassen, die Säulengange, die Wasserleitungen, das ganze Zubehör dieser Gebäude bis auf die Sprisekeller, der Könige, und di^ gleich den römischen Triumphbogen, gewölbten Stadtthore ragen in Ihrer ganzen.Majestät, wie an dem Tage; wo. ,;der Prophet > JonaS durch sie zog, um ihnen ihren nahen. Sturz -Hü' verkünden.;:• Diese Denkmäler, die sich von Tag zu Tag häufen und die bereits die erste Probe von, decyrativer Malerei der 'Ässyrer au.fweisen, hahsu .einen .Styl, einen Charakter, die allen gemein find; fie tragen das Siegel derselben Schule. Die unbekannten Künstler von wundergleicher Fruchtbarkeit, welche ine großen, von Menschen bewohnten Städte schmücktenbesaßen schon die meisten Geheimnisse ihrer Kunst. Sie kannten den Bau des menschlichen Körpers und verstanden dessen Bewegungen und; Stellungen mit seltenem Lebens-Ausdruck wiederzugeben. Noch mehr, in der Art der Behandlung des Nebenwerklichen, besonders der Bäume, Wasser, Architektur, des Feuers, das die Gebäude verzehrt, spricht sich schon etwas ManierirteS, Abgeschlossenes auS, wie es uns nur bei den überreifen Schulen begegnet, die sich bereits ihrem Verfalle nähern. Und doch, neben dieser erworbenen und ganz conventionellen Kenntniß, erkennt man an gewissen; unfreiwilligen oder auS Nachlässigkeit übersehenen Uncorrectheiten eine Kunst, die noch in den Kinderschuhen ist. ' So steht das Auge; selbst in den Prosilgesichten, immer geradeaus; so haben die beiden Füße dieselbe Richtung. Zndeß fehlte eS diesen Urkünstlern nicht an Beobachtungstalent, und man erstaunt über die Genauigkeit, womit der Charakter der verschiedenen Menschenraccn, die Bewegung der Thiere und die scheinbar unbedeutenden Nebensachen im Allgemeinen ausgedrückt sind. lFortsctzung folgt.) Literarische Machrichten. Magdeburg, 18. April. Laienbibel, das ist: Bibel für das-Volk. Leipzig, 1853. Es liegt unS von dieser „Laienbibel" die erste Hälfte des „Alten Testa-' mentS" vor. enthaltend die 5 Bücher Mosch, und die 4 geschichtlichen Bücher, welche gewöhnlich „frühere Propheten" heißen. Auf gutem Papier, in schönem Druck, ein mäßiger Octavband (536 S.), bringt die gedachten heiligen Schriften, in wortgetreuer Uebersetzung, aber mit Auslassung aller für die gewöhnlichen Leser und die Jugend weniger angemessenen Stellen und Verschleifung solcher Ausdrücke. Ist man hiermit erst einverstanden, so kann man die vorliegende Ausgabe nur billigen; die Auswahl ist sehr gewandt, nichts Wesentliches ausgelassen; die Uebersetzung ist zumeist nach dem Philipp so n'schen Bibelwerke. Die Arbeit hat also den Vorzug vor anderen BibelauSzügen, daß sie doch nur mit unverfälschtem Bibelwort zu uns spricht, daß eS keine modernisirten Bibelerzählungen sind. — Schulwörterbuch der hebräischen 18**

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