Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 18 (1854)
- Issue
- Heft 18 (1.5.1854)
- Date
- 1854-05-01
- Page
- Seite 220 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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und tnnft; üSaa!jwx gieht eS: eine geistreichere Deduction! — ,; : ,; . Ich «werde mir erlaübM Don Zeit zu Zeit mit kurzen Strichen auch, die andern mährischen Gemeinden zu zeichnen. Für heute.will ich noch.Krem sier gedenken. Da bestand hivor einiger -Zeit ein Gottesdienst für die Studirenden, und hat aufgehört. Warum??— Ztalie«. Aus Oberitalien, 12. April. (Privatmitth.) Der zu Mantua gemachte Versuch, die zweiten Festtage abzuschaffen Cf. Nr. 11 d. Zig.), ist vollständig gescheitert. Viele Rabbinen haben nicht geantwortet) von denen, welche geantwortet haben, waren'nur zwei in Deutschland und einer in Italien, letzter allein ohne Vorbehalt, für die Abschaffung. Da die Partei, welche sie gewollt, sich verpflichtet hatte, sich der Entscheidung der Mehrheit der Rabbinen zu unterwerfen, wie sie auch ausfalle, so glaubt man, daß die, welche ihre Läden an den Festtagen bis jetzt nicht öffneten, auch an den zweiten Festtagen nicht öffnen werden. Ich werde Ihnen Näheres über diese interessante Angelegenheit mittheilen *). Palästina. Mainz, 16. April. (Eingesandt.) Ich wurde auf einen Brief in Ihrem geschätzten Blatte vom 13. Märzgeschrieben von einem Herrn Mose- Sach s in Jerusalem vom' 15. Januar, aufmerksam gemacht, dessen Inhalt berechnet ist, der Sache unserer unterdrückten Brüder in Palästina zu schaden, in Europa sowohl, als anderwärts. Und da jener Herr sich die Freiheit genommen hat, meinen Namen vor die Oeffentlichkeit zu bringen, so sehe ich mich veranlaßt, einige seiner falschen Angaben zu berich¬ *) Unglücklicher Weise ist das Opfer für offene Läden diesmal nicht kl>in: Donnerstag, Freitag und Sonnabend zu wegen jüdischen Festes und Sabbaths, Sonntag und Montag zu wegen der-christlichen Ostern, Mittwoch und Donnerstag wegen. jüdischen Festes, Sonnabend wegen Sabbaths, Sonntag wegen Sonntags, macht in elf Tagen zwei Tage geöffnet! Wo nun alle jüdischen Lädin gefchlossen wären, würde eS erträglich fein — wenn aber ein Theil offen, der andere geschlossen hält, ist es ein schweres Opferl Redact. , tigere m^der Hoffnung,, dadurch Ihre zahlreichen -Leser zu enttäuschen,, wenn besagter, Brief Eindruck Suf sie gemacht.haben sollte. - 'Jcst brachte etwa dreißig T^age in. verschiedenen Theilen vM- Palästina. - zu,- und - fqy.d} dM Vieh zu verdammen und,,wenig zu.bewundern, ausgenommen die Ueberreste .jener-Zage,, als unser Volk auf-dem Gipfelseines Ruhme- .stände -—. Ueberreste, chie stets einem Israeliten theuer.sein müssen und mit denen wir allesammt gleichsam eins sind. — ES.leben jetzt ungefähr 12,600 unserer Glaubensbrüder in Palästina, zwei Drittel davon in Jerusalem, die übrigen in TiberiaS, Zaffat- Hebron, Jaffa und Sidon. - Sie^ ben Achtel von ihnen hangen gänzlich von,auswärtigen Unterstützungen ab, und, können.. kaum davon leben; das übrige Achtel sind kleine Kaufleute und Wechsler ,. von denen die Wohlhabendsten noch arme Heute sind, und lehen im größten Ulend,.,. ^DLe.'^lrmuth..W)! das Leiden unsereunglücklichen Stammes durch den ganzen Orient zu schildern, wäre rein unmöglich; eS -wird genügen, wenn ich anführe,. daß während des letzten Winters Viele Hungers starben, unddaß schr Viele mir sagten, sie und ihre Kinder , hätten-. Ta^e lang keinen Bissen, genoffen. Dazu kommt,/-daßsieunsere V olkSgen ossen, von den-Griechen- Armeniern, Kopten und Lateinern verabscheutnon-den Türken, verspottet werden-, wahrend die englischen Missionaire stets Vorlheil aus ihrem. Elend und ihrer Bedürftigkeit zu ziehen suchen, um die Jungen und Schwachmüthjgen zu bekehren.- Sie wenden zu dem Behufe daS britische Gold mit..der größten Verschwendung an. , ■ Die Aermsteu unseres Volkes in Europa sind reich isn Vergleich mit denen,in Palästina, in Syrien, und ich möchte sagen in der ganzen, sowohl europäischen, als asiatischen Türkei, . Ich behaupte daher, daß Almosen nicht besser angewandt werden können,, als zur Unterstützung unserer Brüder im heiligen. Lande. Der Schreiber des oben erwähnten , Briefes -besuchte mich kurz nach meiner Ankunft in-Jerusalem , , und im Laufe des. Gesprächs sagte ich-ihm, ich hätte-von einer..Spaltung zwischen den Sephardim und Aschkinasim gehört, weil die-letzteren, keinen.Antheil von den. auswärtigen Geldern bekämen, und An-Heile von andern. Quartieren verlangten. Er stellte diein,Abrede. Ich drückte mich nie hart oder, unfreundlich, gegen die Deutschen , aus, was - ganz unnatürlich