Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 18 (1854)
- Issue
- Heft 16 (17.4.1854)
- Date
- 1854-04-17
- Page
- Seite 194 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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tu allgemeine Betheiligung, wenigstens der deutschen Israeliten/ gestattet würde. ES würde diese Thad gewissermaßen ein factischer Protest gegen jene. Engherzigkeit fein, welche auf dem Standbilde Friedrich, des Großen unterden Denkern seiner Zeit kein PlützcheN' für den Mann fand, der nicht, .nur .Tausenden Von Unterthanen desselben.Königs ein wahrer Erlöser gewesen, sondern devauch. Mitschöpfer der neuern deutschen Sprache' und, durch seine gediegene Kritik, auch der Literatur geworden. — - s. Bon Dülken, haben / wir einen Akt der Toleranz zu berichten, der in diesen Blättern immer regiftrirt zu werden verdient Der dortigen.schwachen protestantischenMemejn.de; Wurde von den katholischen Mitbürgern. ein Geschenk von 500 Thlrn. und' von einem einzelnen Israeliten von 25 Thlrn. gemacht. Was sagt.Hie Kreuzzeitung zu diesem Juden, „dem ärgstem Feinde! des;Christenthums?"/ Gewißnichts/ denn-für solche Thaten hat dieses Blatt weder Raunt noch Leser, .-u'Daö/ neue Judengesetz ist bei uns und in einigen Nachb.a.rstädten (Cleve, Calcar, Uedem u. a.) noch nicht zur-.Ausführung gekommen, da wir nicht allein protestiM sondern unsin /einer Petition an die Kammern/Dwandt Haben , da?en. Entscheidung wir Hoch./ erwarten/ Wir. stützen uns nichtallein auf den bekannten Artikel der preußischen Verfassung, sondern auch auf die Confistorial- Verfassung von 1808. Doch darüber künftig, einMehreres. Gustav Gottheil. Frankreich. im Aprill Die ü.red, isr. bringen/eim Gesuch/1deSCentralconststoriumS an Se/ kais. Majestät. zM Gunsten der türkischen Juden, — sehr wohs, aber erst vom 24. .Märzalso nachdem die Verhandlungen/ zwischen England, Frankreich und der Türkei -schon zu.Ende, waren — und, wie wir glauben aussprechen zu könnenauf Veranlassung aus Deutschland! / Das Eonfistorium hat auch an die Gemeinde in London geschrieben, um gleiche Schritte bei/ dev -englischen Regierung/ zu thun ~ sehr dankenswerth. Das Schreiben ist se h r g u t abgefaßt, eS. - erinnert zunächst an, die bürgerliche Gleichstellung der.Juden- /welche früher im. Gefolge der Siege der .Franzosen eintrat, eben so in Algier mit dem Siege Ler-jFranzosen.' /ESchrißt weiter:/ ' l / „Aber, Sire,ünsereGlaubenSgenoffeminder Mitte! der muselmännischen Bevölkerung stnd noch jetzt schmerzlicher Ungewißheit heimgegeben und jeder Bürgschaft! für ihren Cultus, ihr Leben und' ihre Güter beraubt. Die. zahlreiche sftaelitische.Bevölkxnmg/dex/europäischem! Wb astatjschen Türkei^ hättgt^ gänzljch/. vom guten Willen deS. SouverainS, seinen persönlichen! Stimmungen, seinem mehr / oder weniger.' den Fortschritten der modernen Mvilisation/sich/ nsihernden! Gefühlen ab , und / sehr oft haben, sienoch von den Launen,^ der- .Habgier/ Mh dei?- Parteilichkeit ojneS grausamen Pascha -zu./ .leiden. . /Keine -.Macht.beschützt sie.vor Verfolgung, keine- Stimme- .erhebt-.sich, um ihre-verkanntem oder /vertchteN!Rechte wieder herzu-? stellen,..und wenn, der / gegenwärtige Sultan sich duldsam und gerecht wi.ber die Glieder- .aller Culte zeigt, siyd dennoch, hie Israeliten-per-Türkei gehässigen Handlungen! Seitens der Gouverneure der Provinzen^ ausgesetzt,! und nichts verbürgt/ ihre Zukunft gegen.traurige Ereignisse//^ —.M/wird, demnach der. Schutz deS französischen! Kaisers/ auch fürsie. angerufen. Man erinnert - an idie Leiden und. das Elend, der jüdischen Gemeinden in Palästina. „ES-sind dies fromme unh arme Bevölkerungen,, welche, .leben, und sterben,wollend bei den Denkinalern und heiliM O.rten/?jhrer. Vorväter, fast keine anderen Eristenzmittel als die Almosen haben, welche sie von ihren Glaubensgenossen in: anderen Ländern empfangen,/ nameytlich/von denen Polens und NußlMdS/^ Der Czar habe aber jetzt die Uebersendung dieser Almosen streng verboten (— waS. diese Zeitung gemeldet -hat —7). /.'.DaS Schreiben 7 schließt: „In diesem- Augenblicke, Sirenimmt/ eine-'große Anzahl unserer jungen Glaubensgenossen, das ' edle Kleid des französischen Soldaten tragend, an dem heiligen Zuge Theil, der unternonu men worden für die Zivilisation gegen die Barbarei- und bereitet sich vor, mit Freuden ihr Plut für die Ehre unserer. Adler und den Triumph des.. Rechts und der Gerechtigkeit zu vergießen. Mögen Ew. Majestät ihren' Muth und ihren Patriotismus, belohnen, indem auf alle Unterdrückten irr der Türkei ohne Unterschied des Glaubens die Wohlthaten und die Borcheile'ausgedehnt werden, welche, um den Preis ihrer Existenz zu Gunsten der orientalischen Christen zu erobern, sie hingehen."*) --- Die Kosten für den jüdischen Cultus -7 D Wir unsererseits beschwören dDHenikaüonfistoruiui