Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1854-04-17 · Heft 16 (17.4.1854) · p. Seite 193

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
18 (1854)
Issue
Heft 16 (17.4.1854)
Date
1854-04-17
Page
Seite 193 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3224737-3225877-3225894--13801-3243264
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

193 Zeitungsnachrichten. Preußen. Rogttsen, 31. März. (Eingesandt.) „In Nummer 9. dieses Jahres p. 106 ist in dieser Zeitung in einer „ „Privatmittheilung aus dem Großherzogthum Posenll" unter andern Angriffen auf die Mische Gemeinde in Rogasen auch gesagt worden: „dafür findet man da eine jüdische Schule — unter aller Würde." In Seinem Artikel sagt der Correspondent: „ich würde mich herzlich freuen, wenn man mich Lügen strafte." Diese Freude kann ich ihm bereiten, indem ich ihm gerade herauösage: jenes Urtheil über die hiesige jüdische Schuleist eine unverantwortliche Unwahrheit: Seit zwei und ein halb Jahren als Schulinspector mit der Schule - in häufigen: unerwarteten Revisionen und öffentlichen Schulprüfungen hinlänglich bekannt geworden, kann ich hier der Wahrheit gemäß die Erklärung abgeben, daß-die drei an dieser Schule angeftellten Lehrer mit Fleiß ihr Amt versehen: und daß die durch -denselben erwirkten Leistungen der Kinder sämmtlicher Claffen im Allgemeinen den Ansprüchen entsprechen > ja in einzelnen Fächern sehrgut zu Nennen sind. - . ' Bottiche r, Schulinspector. .: Goch am Niederrhein, 5: April. (Privatmitth.) Wir müssen es Ihnen von Herzen Dank wissen, daß Sie die Sache der palästinensischen Juden aus dem Dunkel der Sorglosigkeit an das Tageslicht der öffentlichen Besprechung gezogen, und. wir. erwarten von den. Glaubensbrüdern, namentlich Deutschlands, daß sobald als möglich kräftig Hand an'S Werk. gelegt werden wird. Man braucht doch wahrlich nicht gerade ein orthodorer Jude-zu sein,, um sich, diese Angelegenheit zur Herzenssache zu machen; auch gehört dazu nichtdaß man eine; baldige Rückkehr der Israeliten nach. Canaan. glaubt. Immerhin wird selbst der „aufgeklärteste" Jude ein geheimes, innerliches Gefühl der Theilnahme für das. Schicksal, des Landes haben, in welchem einst seine Väter, gewöhnet und von wo auö die Anerkennung eines allmächtigen Schöpfers der Welt, eines Vaters aller: Menschen so; gewaltige Siege sich errungene Und gehörte eS nicht mit zu den Wundern der Geschichte Israels, daß, nachdem dasselbe seinLand seit zweitausend Jahren verlassen, noch heute, man könnte sagen, die.ganze eivilisirte Welt ihre Blicke darauf wendet, zum Ziele mühseliger Durchforschungsreisen, zum Gegenstände der Mildthätigkeit macht? daß die Grundlage aller Religionserkenntniß in den- Schriften gesucht wird, die einsd auf diesem Boden an;S Licht traten?^! Und' sollteda der Jude ullein theilnahmloö zürückstehen?- Allein: abgesehen davon, so handelt eS sich hier um ein Werk: der Barmherzigkeit, die doch in Israel immer ihre höchste Pflege fand. Wir haben daher-die Ueberzeugung, daß es blos von dem.Willen-einiger entschiedener, thatkrästiger und einflußreicher Männer unter uns abhängen wird, diesen Schatz zum'.Tröste der armen Glaubensbrüder in Palästina auSzÜbeutM Mögen sie blos verkünden: dort in jenem Lande wohnen zehntäusend Judens größtentheilö der Roth Preis gegeben, unter: einem Volke, von dem eS keinerlei Hülfe und Stütze zu erwarten hat, und was ihnen von christlicher Seite . geböten wird, trägt so entschieden:den Charakter eines Kaufpreises für die Religion, vast es ohne alle Rücksicht zurückgewiesen werden muß. Dazu ist, wie aus Ihren bisherigen Mittheilüngen hervorgegangen, mit dem Gelde der deutschen Juden so unverantwortlich verfahren worden, daß: wir keinem ^ei'Änstand. zu nehmen habM, den biSherigenMammlerN jede Unterstützung zu versagen, und dtts MUß unseres Bedünkens der ' erste Schritt; sein.? Dievielleicht vorhandenen oder noch zu sammelnden Geldermüssen vorläufig zurückgehalten- Und dann dem zü bildenden Deutschen Verwaltungsausschusse zur Verfügung gestellt werden. ^DasfWv^ und Wozu muß dann natürlich aus den ferneren Bestimmungen hervorgehen. ^Die Herren Lehrer!'-und CantövenMunen in so fern den heiligen Zweck förderndaß Öie erstes r.en z. B. eine. Büchse-:in das Schulzimmev hängen mit der Angabedev Bestimmung:, Und.-bei allerhand Gelegenheiten Sammlungen veranstalten, unddie letztem da>.wo es noch Sitte ist, die Mildjhätigkeit! der zur. 2)hora Gerufenen? für - die r .darauf:lenken) Möge der Herr jedwede Bemühung in dieser Hinsicht mit idem besten Erfolge krönen!. >'> Die „Köln. Zeit.^ brachte vor Kurzemeine Nachricht daß unserem großen Mendelsohn in Berlin ein Denkmal gefetzt werden sollte,, und - zwar auf. Koften eines einzelnen Mannes. r:Mir!wärembegiiwitz,":.Mhere^S ' darüber? zu erfahren, nnd, hätten im Falle - der. Wahrheit dieses Gerüchts .nur dm Wunschdaß^.eine

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.