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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1854-04-10 · Heft 15 (10.4.1854) · p. Seite 185

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
18 (1854)
Issue
Heft 15 (10.4.1854)
Date
1854-04-10
Page
Seite 185 (sequence 11)
Language
German
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wurden: „Ich? verurtheilen lassen? r .. - Er ist von den' : unparteiischem Richterndes HochverrathS schuldig. befunden..: worden...." - . - . - .7" - ...„Also-doch, also doch!" .kreischte-Mariamne..aber: sie.faßte sich, fte. rang die'Hände, sie sprach: „Herodes,, das war Hohn-rlaß diesen nun, und komme zur Gnade — Du willst doch den achtzigjährigen Greis nicht-hin-: richten lassen, den alten, zitternden Mann, - den has Rau- - fchen eine.s. Blattes erschreckt...." . - . „Ha,. Mariamne," .erwiederte Herodes, „wenn Hyrkan allein, stünde „ wenn hinter ihn sich nicht eine ungeheure, eine hinterlistige, verruchte Partei bärge, die mir nach; Krone und Leben 'trachtet — — auch mich, auch, mich' Wlnerzt/.^es, aher es .muß. sein ... .dje Sicherheit,mein es.' Staates fordert .es - *' > „Also, doch, also doch!rief Mariamne abermals,^ „Herodes, wenn nicht die Gerechtigkeit, wenn nicht die> Gnade,-;nun so /thue es. die Liebe-.....1' und'.Manamae^ sank aufs Knie, und hob das bethränte Angesicht und^ die^gngsivoll.gerungenen - Hände zu ihrem Gemahle auf: „Sieh, HerodeS,-fieh mich, Mariamne, zuDeinenFüßen,: .da, .wo.sie nimmer gelegen,,da, wo sie nimmer zu liegen gedacht hat>:... verschone meinen :Großvater .ummein etwjllen, opfere Deiner Politik, wen. Du' willst.. *... laß mir. den Eiuzigen,, den Einzigen, der mir geblieben- .... mein Väter ist hin, mein Bruder ist nicht mehr, laßwenigstens fein graues Haupt, ruhig in die Gruft' fahren..... wenn Du mich liebst, wenn nur das Geringste wahr ist von der Liebe, die Du mir so oft zugeschworen,, so verschone ihn' zieh den Blutbefehl zurück.. . . sieh,' Du weißt, ich folgte nur-Deinem Gebote, als,ich Dich' .-ehelichte^ ich gab .mich: Dir hin, 'weil es meine Pflicht-, gewesen, aber jetzt, von heute^ an soll die höchste, die, vollste Liebe mich erfüllen; ich fühle es, wenn Du mich, jetzt;erhörst/ wenn- Du jetzt diese:furchtbareSchmach, die-'' .<stn grauenhaften.Schmerz.von mir nimmst, so wird, dir ' Dankbarkeit die .FaAl ssein, ^welche? meine Lieber entzündet; ' zu.hohdr, nimmer verlöschender Flamwe. -Herod.es/. drhörr msch,.bei den Häuptern, unsrer" beiden Knabewbe-/ 'schwör' Ich Dich, laß mir das Leben, ach! das nur-'üochs so kürze Leben des Greifes... . geh, er zittert,'seiner .Glieder beben, er-ist voll Schrecken, voll vergehender Aengste, ach! Ich liebe ihn,-er ist noch Alles, Alles, was' mir geblseben ./ .. Her-deS, erhöre, mich in diesem namenlosen Augenblicke, ich will Deine/Sclävin, Deine Magdi - sein.. .. .-nimm mich hin.als die Letzte, als die, Unter-r würfigste/Deines. Hauses...'."^' v 7 Alle diese Beschwörungen waren-vergebens. HerodeS .Augen kreisten wie^ Flammen, .ftine bleichen. Wangen rötheten .sich, sein Mund. schloß'.und/öffnete gch, .er: drückte die gewaltige, Faustgüs das-H.erz.' waS ging, in der Tieft dieses riesenhaften Geiste^vor? r.. .wir wissen es nicht; endlich 'sprach er wie tonlos:' . „Wenn Du mich liebst,' Mariamne, so muß Dir.m ein e - Sicherheit, die meines Reiches.-, die Deiner Kinder das Höchste fein.... ich muß von hier, ich muß. zum - Octavian, -ich muß dem feindlichen. Geschickund meinen Hassern noch einmal meine Krone äbri'ngen, ich,muß hinter . mir ben schrecken, -die Furcht zum Wächter.meines Thrones zurückükssen, sonst find wir verloren.... erhebe-Dich, es muß sein, ich kann's nicht an.dern1/ Mariamne sppang auf, sie. blickte mit furchtbarer Ge- Lwalt dem Könige in'ss. Antlitz..*/ . „Du.kannst es. nicht ^ändern/^ Du/mußt die Silberlöchen deS/letzte.n-HaSmonäevS mit demeigenen/ Blute, beflecktin...die geschändete/: Gruft . legen...... wohlan, ich versprach Dich zu lieben.... jetzt, gelobe ich Dich zu hassen. . Haß.aufimmer'.... .-Fluch Dir und Deinem ganzen Hause!. . .7.^ , - . -Sie .wandte .sich, und giyg gemessenem Schrittes hinaus. Herodes kreuzte die Arme. über .der Brust, und.versank in. tiefes Nachdenken.; Mitten in?-diesem, bewegte.sich plötzlich seine Rechte und. beschrieb mit der geraden Hand langsam und wie unbewußt eine -horizontale Linie,- wie das Messer:, beim Tr.ennew->ein es Hauptes, -om Rumpfe- — . er fuhr: auf>undgME^w?MühaKe:- diLse unselige Geste am Schluffe seines'Sinnes gegolten?.... welch7»sschre.cklichep Gedanke hatte sich, aus. der Tiefegeines, Geistes zum ersten Male losgewunden;?..'rr~; /. >. „ ' Mariamne war-in ihr. Gemach zurückgekehrt.;., sie lag : auf Pen. Knieen, dasHaupt .iNidie/Kiffen.des .Divans versenkt.... lange,", länge' lag -st? ft. Da/.drehte/sich abermals der geheimnisvolle,..Sie,in;um, seine - Angel; Schammai .trat ein, .er/trat ' zur/ Fürstin^, dft -ihn nicht gewahrte; er blicktetief'bewegt auf sie nieder; ,endlich führte seine Hand leise" ihre Schulter/an, sie, zuckte/zusammen,^ sie.erhob ihr. Antlitz, ^ste 'stan?>'aufrecht. -.Wie ^verändert sah sie, aus, das. Leben^ war, aus,-.ihre»;) Antlitz gewichen,, aber sie stalld aufrecht. > > , /- , Si^ sprach: „Du hast, mir 'gut gew.eissagt, Schriftgelehrter; nun, eSwird wohl der andere Theil Deiner Prophezeiung auch in Erfüllung gehen; mag's sein — —jetzt ein" Anderes .. . .. - /Schammai/ ich will,. Rache habey!... sag' es mir,-wie^ich/mich räche, und es.,soll -geschehen..'..', .erlist', nicht'.mehr ^derVater^meiner Kin-

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