Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 18 (1854)
- Issue
- Heft 15 (10.4.1854)
- Date
- 1854-04-10
- Page
- Seite 186 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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<W6 der, er ist nicht "mehr der Gatte meines Schoößes .... ich .bin' /geschieden "öyttihm — — ha! nicht Mos Mr - letzte Hasmönaer, auchdieletzte Hasmonäerin 'soll untergehen,/aber ' sie, willzuvor das Verderben. ihres Hau- , ses 'rachen Ml deffen Verderber,, aüs ihreÄl^Grabo noch soll der Stahl erwachsen, der die Ader seines Daseins, zerschneidet.... sprich) streich, Pharisäer:; j ich Lin befreit . ich bin nicht emmalMutter mehr, ich/vM nur- Rache...." ' ' / ' ' / „Fürftin,- die Gefühl?'einrs Weibes sind^sehr veränderlich, heute auf der'Höhe, tnörgen m der' Liefe, wer weiß/in wenigen'Lügen h'ap Du mit Deinem'Gemahl Dich wieder geeinigt,' und die Dir treu' anhingen, sind dem Messer geliefert^ ' / „Rabbi, 'nein, nein, tausendmal nein.-: 7.' nicht das^ schreckliche Wort,' d.aS- Dusprachest/' lieber dem Engel -des, Todes/lieber, dem Asasel, lieber,dem Asmodai geeimgt, nur' nicht diesem Märder-bet Hasuionaer. . -r „Aber -wie,/Mariamne> stehst/DÜ dennheute zum .ersten-Male-an einer (Gruft, welche deS IdumäerS Faust mit dem Leichname eines Deiner-Theuern füllte- ^,Du peinigst mich, Schammai.'... als-mein Vater starb)'war-ich'noch'Kindals mein Bruder sank/ war ich Mütter,-— aber jetzt ist Alles hin, gieb mir einen Dölch/ ünv ich stoße ihn in sein Herz, reiche mir Gift, Md ich tröpfele es in seinen-Becher, sag, rufe Empörung, aus in den Straßen-Jerusalems, in die Ohren des fei-, gen'Volkes, und ich jage hinaus.. .. sprich, was soll ich thun?..." - f- „NWS- Mariamne^ von allem Dem.'... Deinen Dolch schlägt er aus der Hand,'und übergiebt Dich da-" . für Dem, Henker, Deinen Becher stinkt er nicht, auf den Sstaßen/sahen Dich seine'Häscher 7-nein! das ist feiste^Räche 'einer Hasmonäerin/:. -/Nün/'wäs'dennthun, um ihn zu verderben?" ~ < /Nichts A'eößetlrches, nichts "mit Hülfe Anderer/ dazu ist 7die-Zsit/mHt, günstig, und das Glück steht ihm da -zür- Seite/. > : "Mariämne, Du sollst gerächt werden, wie noch kein Weib "stch/rächte, er soll gestraft werden, wie stoch 'kein Männffestraftward:. ( --- „Nun, wohlan, so'-sprich/..." . *'* v,jä)u hast -es selbst gesägt, Weib; Du sollst Dich scheiden hon ihm — st.icht. äußerlich, aber in der-That. Du'bleibst sein- Weib,'Du,- geschmückt mit allen Reizen, wie^ keine andere'Deines Geschlechts, bleibst bei ihm, in. seimr Nähe.... ha/ seine - Liebelst Mr ift außerordentlich er äthmet und lebt 'nur in -ihr>—'-— -aber Du hrrsagst ihm Alles, Alles, Mariamne/ keinen Drück der Hände, -keinen Blick .der .Augen,- Hohn, Verachtung,. geißelnden Spott auf Deinen Lippen, stachelnde Ironie in -Deinem Munde^.das -ist/'-was Du ihm spendest, wenn er Dir naht, wenn er um Liebe wirbt —dies, dies, Mariamrte, sei Deine Rache, und/er. wird verschmachten,., verkümmern, sein Geist-im, vergeblichen .Ringest mit. dem Feuerder Leidenschaft vergehen ,- ünterliegen^..... - - Ha! Triumph! Herodes — die Rache.nahtsie Fegt!..." - Märiamue standHef beweg/da, um.ihren''Mund legte sich ein eiskaltes Lächelndem höhnisch, giftig-Lächeln.... -als sie aufblickte, war-Schammai.verschwunden. / i-Fo-rtfetzung folgt.) - Jüdisch - theologisches Seminar , - ' - Fränckelfche Stiftung./ < Der hierftlbst verstorbene Köingl. "Kommerzlenrath 'Jonas Fränckel hat letztwillig die Errichtung eineS' „Seminars, zur' Heranbildung von Rabbinern.-ünd ' Lehrern" . ... - - ' ' angeordnet. (In Würdigung der/großen Bedeutung einer soHen Anstalt für (Glauben und Wissenschaft -bat. das unierzeichnete Curatonum dahin gestrebt, dem Willen des Testal tors eine dem hohen Zweck entsprechende Verwirktichurig zu schaffen. . . - ' 1 Nachdem nun durch Allerhöchste .Cabinetsordre sä. si.. Potsdam den Bll August 1847 die Errichtung des Seminars genehmigt, und die-Bestätigung der betreffenden /Statuten durch hohes ' Regierungs - Refcript vom . 31.' Januar «. ausgesprochen worden ist, wird >.zu-Breslau!im August d. I. '; , , das jüdisch-theologische Seminar /,. unter der Leitung des Unterzeichneten vr. Frankel eröffnet werden/ " ' ' - " Nächst ihm werden" als Hauptlehrer die Herren 'DD. F. Bernay's und H. Gr ätz fungiren. ', - - Der Unterricht wird alle zur jüdischen Theologie gehörenden, DiSeiplinen und in Verbindung bami/ auch hie classifchen Sprachen und Realien von derSecünda 'ab umfassest.'° ' ', /Er/ist durchweg - unmtgelrlkch-. -> ( / ---,^Füp >Brestla uer Schüler. deS Seminars. sind vier ^alljährlich-zu vergebend«Franchelsche/Stjp endien ä 50/Uhlr. ausgesetzt, doch stehen auch für auswärtige. Schisser, .welche durch Fleiß/ünd " gstte Führang sich 'auszeichnest Stipendien zur Verfügung.^ ' /'/-Jünglinge, welche 'für«.ben Berüf'eines 'Räbbtners'Fch ausbilden wollen, und denzum Eintritt in bas' Seytttrar