Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1854-04-03 · Heft 14 (3.4.1854) · p. Seite 172

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
18 (1854)
Issue
Heft 14 (3.4.1854)
Date
1854-04-03
Page
Seite 172 (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/3224737-3225877-3225892--13778-3243239
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Angeredett erwiederte : „Würde,ich., sonst M, E^chd.Mpit 'erscheinen"wagest ich.selbst chasse eine»; dc^ .zu die-. sein'Hheche 'entsendeten 'Böiep gesprochen Zizd. d.se.in. geheimen 'Chiffren abgefaßte, Botschaft des Königs! geöffnet und,gelesen,....." ' , ' Da erhob 'sich Einer aus der Mitte . dfr.Ä^sammeiten, und'wie er sich erhob in möchsiger ^esiqlt,, fiel dcr Zipfel der Kutte von seinem. Haupte Md dem j^ilberhaar. „So ist. denn eingetroffen,, chaS H:K»ch lange vorausgesagt,, wir stehen auf dem Grabe .de^ letzten Hasmonäers.,,. Erst , wurd.en.. die jugendMen Mchöß.- linge abgehauen,, nun wich auch der dürre- . Reiser gebrochen und in..' das. Feu^r. gew.örfe.n...... /Ihr $0 immer gezw'eifelt,,Ihr. glaubtet immer, so. lan^e noch eine hasmonäische Brust gthme, den. Gedanken, was werden solle? welcher. Weg . einzuhglten sei? nicht ejnmal denken zu dsirfen /... rmy, welche Zweifel heget Ihr noch? ..." J’..„Du vergissest, Scharynigi,." u.yterbxach ihfl eine sanfte, aber, feste Stimme, „daß noch. M,ariamhe^lcht und zwei blühende Sohne...." „Wie, Hillel?^ rief Schammai mit Löwenstimme, „auch seht noch der Dahn?... ist DeineLaygmuth niemals zu erschöpfen? Fürwahr,. Dir, ist. niemals die Leidenschaft durch das menschenfreundliche Herz gestürmt, daß Dü,'sie gar nichts zu begreifen vexrnqgst.... Mariamne — ach, ihre Würfel, sind schon gefallen — ste steiget den Schatten ihres,Hauses bald, bald nach.... und ihre Söhne, nun, wahrlich , entweder sie, werden Herodäer, und dann sind sie unsere Todfeinds, oder ihr hasmongisches Blut empört. sich in ihren Ädern wider den eigenen Vater, und dann — fallen, sie unter dem Lictorenbeil ihres eigenen.Vaters . . .Alles schwieg vor. dem prophetischen Worte .des, getvastig^N; Mannes , dessen WMf Heit sie Alle fühlten, ,,Freunde," rief er, „die Stunde ist.'gekommen.,, Ihr könnet sie nimmermehr abweisen, wo. Ihr den Beschluß fassenmüsset, welchen Weg Ihr gehep wollet — Mariamne, und ihre Söhne sind.Herodes' Weib, und Kinder, ichHwstrje..sie, aber sie können.uns nichts mehr sein — wollet Ihr, dqß ichrede?.. " „Rede!rief es. wie.aps. E.insm. Munde. . - ^,Gut, ich will Alles, sagen." Er ließ sich auf seine.y Sitz nieder.. „Mäyner. von Juda, d i e H a s m o n ä c,£ sind nicht mehr. Was von ihrem Blute, übrig, ist mit dem idumäischen vermischt, , es kann keinen MM mehr inBetracht kommen. Die Frage ist vielmehr: iy hem Augenblicke, wo das Schwert, die greise. Locke HyrcanS mit seinem Blute gkröchet haben, wird, können wir b.op u.yS m^d ,.VM. .dem rV.olke .picht mehr. ribwt Aott ge-faydte, DkMecht hspwßisen), die. Stestupg ist ei,ne andere ^gelrwrhkNb ^lk Frage, ist,.vielmehr : Wollet Ihr Euch. d egr Jdulpsser, pyterwerfep, Wollet Ihr..Euch wiherstgndsloß, dem Römer, ergeben -7pder. wollet Ihr den Kampf auf, Lehen uHd Ao.^ widßr.Veihe fortsetzen,indem Ihr, wie vor den ZeitM der D,sMnäer, We.,einst.in der Zeit der Gottgewählten Schoftim (Richter), Niemandem als Gott und dem Hohenpriester an der Spitze de§ erneueren Sanhedrins gehorchen wollet? DieS ist die Frage. Ihr hättet sie Euch längst, stellen /und beantworten sollen, aber Ihr verschöbet es — jetzt könnt Ihr dieS nicht mehr. Wohlan, gehet hin, saget zzr. dem Thrannen: wir geben den Kampf wider Dich auf, nachdem Du unsere Könige gemordet hast, sei Du unser König, nachdem Dü unsere Priester geschändet hast, sei Du unser Priester, Dein Wille geschehethue mit uns, -wie-es-Dm gefällt- oder Ihr gehet nicht, und .beschließet in dieser Stunde den Tod des Tyrannen, den..Untergang des.. Heiligthumschänders, des hplchfenschen.RöiuliygS undseipes. ganzen Geschlechts mit allen Mitteln herbeizuführen,, ihn, .der hundertmal den Tod. verdient hat, .dem Gericht verfallen zu lassen, den Kampf wider..die Römer,, als unabwend* bar, nüt aller Macht anzuheben, und lediglich Gott, den Hohenpriester und das. Sanhedrin in Israel als rechtsbe-? kleidet, als höchste Gewalt, und.Würde, anerkennen ...... was mich betrifft, so kann Niemand, zweifelhaft sein, welchen Entschluß ich fasse . ... Eine gewaltige Bewegung war in die Versammlung gekommen. Die Einen sprangen in die. Höhe, die Puderen kehrten einander zu, man fing an. zu ..streiten, begann sich zu erhitzen — da.klopfte dex Äorsitzenhe . mit seinem Stäbchen auf den Tisch... .-.Es,-wardRuhe..,-Hilles erhobsich. „Schammai, de^ h ochbegefsterte Mann,",begann Hill^l, „hat Eines vergessen . . Er chaj. Recht, .jene .Fxqge muß eytschiedeu. werden .-7aber noch anders, alsner-denst...... Wir können.auch ein Drittes wähsen,. ,wjr, können blsib^e M chir. jetzt sind) wir. brauche^. nW )vid.er.He^ydes^ noch wider, die, Römer, zu streitenwir, ckönpeu sie Beide, ihren Weg geherz: lassen -77 nyd nur hew . Götzengräuel ^. unS entgegenstemmen, d en - sie in das- Heiligtum ZehatzthS drängen .wollen — wir branchep:nicht auf Tod upd zu kämpfen, und können doch ^ep Heiden, wsdersiehen in allen ihren heidnischey. Humpthungen. 77.' dgri.n-.fesi„ und sie können M l^lk.ni.ch^Hlachteiz..,pnd.Mir. chahey.. don-. noch dem, Herrn die Ehre-hewahrt^... ." . .

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.