Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 18 (1854)
- Issue
- Heft 14 (3.4.1854)
- Date
- 1854-04-03
- Page
- Seite 173 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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5---:MM^.KiM;Mnep-;ErpjWck^WMHU haben. Aber Schammai sprang auf, seine Augen schleuderten Blitze, seine BruDhob sich -und! arbeitete :- „Jü:mer noch die Halte Schwäche/- immer noch - das -Halbe Maß / immer noch auf zween Hüstengehinkt/.so rief er, „damit H^das Sanhedrin AeschlaHet/"1Miit /find^die-HaSmönaer gemordet, damit D/M -Freiheit. Iudja's. - verMet.j-worhep, wohl....damit werden' ganz- Israel amd dieser Tempel und diese' Stadtunrettbar in das Verderben gezogen! Thuet doch endlich die Augen auf und sehet!. Sehet Ihr nichts Hje M Mötter Rpms herniedergestiegen, sehet "Ihr .nicht,/wie sie.auf Erden Hon urnherwandeln in Menschenhülle/ bald als Cäsarbaldals Antonius/ jetzt als Octavsan^ sehet Ihr nicht, wie. sie sich Wäre und Tempel errichten, Opfer darbringen und ' anbett lassen — kennet Ihr efn-e Nation.Mß.er.Zuda„ die ihren Willen nicht thäte und den menschgewordenen Göttern nicht sich beugte? und meinet Ihr,'v nur ÄejV urch keine anderen Götter'wer-; den nichtauch nach Juda, - kommen ■ und in den Tempel des Einig - Einzigen dringen und seinen Mar besteigen wollet:? Wohlan*, so führet mit Eurem Warten und HarrenMt Euren: Rühen und Weilen, nurdas Volk zu" den Mßlen sojches/Gottes,, gewöhnet es, in einem Menschen einen Gott, in Gott einen Menschen, zu? erkennen — in'der Stunde der Noch , wird es' sich' willig" zu ihm wenden^, und.Ihr, -nun ja, Ihr-.... werdet nicht zu kämpfey/-brauchen - und freilich; auch nicht.... untergehen!>.^.. So - lasset, mich noch - einmalmeine Stimme erheben. Männer von Juda, nur einen-Weg/giebt eS EJfräek, das ist der Kampf quf Tod/und Leben )/nmz.^, Wsgänge., die möglich sind, entweder? Mr-. siegen un^'"'ölelbm^bestehen"Ml^^kM.GHAtze des Gottes,'den wir^ verfechten-? oder wirfallen,? und . unsere Kinder zerstreuen sich- 'über' die ganze Erde, -wie» sie es' schon jetzt thüst — aber der Kampf'must vorangehen — '.auf'dem Wegs äber/ den Ihrbis jetzt gegangen,' auf dem Wege, den Hillel - anräth, auf dem - Wege - dev-Nachgiebigkeit-und depIntrigm^-äuf chjrm Wege her Schwäche, 'und der heimlichen Anfeindung auf.diesem'Wege werdet Ihr- und' Eure "Kinder sentyrM,. verkommen, vexHHndm"-^- der" späte Wanderer fragt'nach uns /.T? fein*Stein giebt davon-^unde,.... . Und. nun, wählet!" ' - / -Da standder mächtige Mann/ und seine Rechte hielt er. Me., zuq:^ KaMPfr. gestreckt, Und feine Linke hatte die Tafel gefaßt, daß sie-'Merte. - Ein Sturm bewegte dieVersammlung; Alle standen, Alle stritten: verg.ehM^-klopfte^dq,s. SiäHen deS' Vor-' sitzender,^ die Berathenden Muppirten sich, m:an sah -zwej, bald drei? -Gruppen; — da erhob der Prä ses - die Stimme, und rief: .„Zur Mstimmung!// Uber gewaltiger noch übertönte Dchammai's : Stimme,, indem - er/sprach: .-„Männer voy Iu^a/s ,ücht'LM Abstimmung.!? Ich .trageauf Kampf, Helle?: Kanrpf, ganzen Kampf anso aher nur Drei - .von. Euch, -dagegen sind, so stimmet - nicht ab — es ist unnöthig, denn so diesem Kampfe die Einhelligkeit schon vor,dem Beginne, fehlt, -kann er nicht gelingen.. Wer ,es standen nur-zween - auf Seiten Schammai-s?, der eine Theil hing laut Hillel und seinem Rathe an, Andere fchlviegen -ganz, ach! sie hatten wohl noch mehr im Sinne.... - v? ■■■' , Schammai ließ Haupt und. Arme sinken, und sprach wie vor sich hin: „Es. ist vorbei— ja, es wird zury Kampfe kovunen, aber jetzt nicht, aber später — aber der Kampf - wird? dann-zu spät und das/ganze Volk zerrisse?: und untereinander verfeindet sein, - wie Ihr es heute seid ... . Dein Wille,..Herr, geschehe,... ich aber habe hier nichts mehr zuthun — nur Eines noch, die Rache,, die Strafe überden Verderber — Ihr da sehet mich nicht ■ wieder-. Schammai wandte sich, Niemand begleitete ihn, er ging hinaus, nach einiger Zeit gingen die Anderen wortlos aus einander. . (Fortsetzung.folgt.). Fröhliche Botschaft. So eben empfangen wir auf das im „Leitenden Artikel" gegebene Schreiben an den Herrn von Roth-! schild in Paris folgende/ ArttwM, die wir schnell noch mittheilen:. - -.‘Tb.r . i | . Paris-- dkü 29/Mäiz. - Auf das Schreiben, das Sie unter dem26/ D an ° däS \ Häüs ,/Gebrstdsr pon RoMchild," die Angelegenheit unserer - Glaubensgenossen iw türkischen Reiche betreffend,,, gerichtet j haben- .habe - ich im- Namendieses Hausessdqs? Vergnügen/ - Ihnen anzuzeigen, daß sämmtliche Schritte/die zu diesem - Zwecke führen, "schongeschehen/ daßM 'ttüt'ddm iürkis schen Änlehen sich befassenden Mitglieder dieses Hauses : unmittelbardie passenden Vorstellungen gemacht - daß! Veli-Pafcha/ türkischer Botschafter in.Paris, eineigenhändiges Schreiben -in Bezug auf! diese Frage an die Pforte gerichtet hat — ^düß/föweit die' aus Constaü- 'WppelHü/stnMangenM. Berichte zu glauben gestatten.