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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1854-02-27 · Heft 9 (27.2.1854) · p. Seite 110

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
18 (1854)
Issue
Heft 9 (27.2.1854)
Date
1854-02-27
Page
Seite 110 (sequence 10)
Language
German
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Spküttg deS MäulerS müßte sie auf däS'PstasttrschleudetnÄnd -ihk Haüpt zerschellen... . aber'Isaak -sah ihre Gefahr/ er -sprang in die MaueröffnuW hinauf/ -faßte mit gewaltiger Faüst das Gitter, Und in einem wüthenden Anstoß -stieß' -er es ' ausvbem Gestein , und -fprcing darüber hiliMg mitten in SÄaße hinab/' dicht; Vor'- das daherjagende Mäülthier nieder> -- das; plötzlich > steheN blieb und aüf-die Hinterkniee -zurückstürzte/' In demselben Augenblicke griff .'Mit der Linken der Jüngling'-in-die Zügel deS ThiereS, mit der 'Rechten fing er die nirdtrsinkende Köuigin' auf/ die bewußtlos an seiner Brüst ruhete: Regungslos stand Isaak ben Babusch, regungslös lag Mariamne in -seinem Arm, regungslos knieete das eben noch rasende Maulthier. Jetzt kam der König mit seinem in Anordnung' gerathenen Gefolge heran?-U sah die Gruppe, üM-in; seinem Auge / flammte es. - -Erknirschte fast mit den-Kähnen, daß-' ein Andrer seine Gemahlin gerettet und Mit' seinem Leben für das ihre eingestanden; daß ein Andrer,wenn auch zur Rettung-sie, wenn auch - bewußtlos/ tu -den Arni geschlossen. Er stieg ab/? befahl, schnell eine Sänfte zu holen, richtete die Königin auf und stieß üttsern Jüngling fast unsanft - vonsich. - Mariamne öffnete die- AügeÄ, blickte wie verwundert um -sich// und sah das Antlitz ihres Gemahls auf das ihrige gebeugt /; sie erinnerte sich; wo war ihr Retter, den sie selbst in den Wirten deS Schreckens erkannt hatte? Der König ließ ihr leine Zeit zur Frage, er redete sie an, sprach ihr mit vielen Worten Muth ein, bis bald die Sänfte angekommen, in /welcher sie - mach ihrem Thurme zurückkehrte, -? wohin ihr HerodeS folgte. Die Tuben und Trompeten waren verstummt/ das Volk schwieg .... - AlS der König den Jüngling wie mit Ingrimm zurückgestoßen, warf dieser noch einen flammenden Blick auf die Königin, und; stürzte dann in sein Haus zurück , vor seiner Mutter vorüber, die ihn anrief-, ob er stch - nicht beschädigt? in seine Kammer, die er verschloß, und selbst auf wiederholten Ruf seiner Mutter nicht öffnete. ' >.Als die Macht niedergesunken, da klopfte es an die kleine Thüre des Hauses/ Die alte Mutter rief ihrem Sohne, um zu öffnen/ aber er hörte nicht; -und als das Klopstnimmer'stärker-Änd^l schneller ward, -müßte siedsich entschließen , selbst zu öffnen. -; Es traten mehrtz-Männer, ein, in welchen die Frau nicht bloS einige der nächsten Diener um die Person des-Königs erkannte, sondern auch höhere Räthe desselben. Sie verlangten vor ihren Sohn geführt M werden, um eine Bestellung des Königs auszmichten. Die Mutter schwieg verlegen. Aber die fremden Stimmen im Haufti möchteü^Jsääk^WÄt hMn, - ünd er' trat ' aus seiner Kammer. 1 Mit denschmeichelhaftesten Wvtteii sprachen'die Männer dem Jüngling den Dank deS Königs aus/ und' daß er befohlen habe/ den Retter der Königin sofort vor ihn zu bringen: Er dürfte sich dem nicht entziehen/ und durch Veitdunkeln Abend! folgte er seinen Führern nach dem' Palast des' Königs:' ^Äber''nicht Alle, die gekommengingen mit Isaak. -Einige'Männer blieben-unvermerkt zurück/' käüm daß' sich-die Thüre'geschlossen hatte/ nahmen zweiderselben die Mütter ün der'Hand und führten sie wider ihren Willen, aber sanft in ein Zimmerchen, wo sie' sie 'bewachten / während die Anderen das ganze HaüS durchsuchten. Sie fanden nichts. Aber endlich gelangten sie in die entlegene KäMm'er Isaaks; sie sahen die angefangene Stickerei und bemächtigten sich ihrer; sieklopften an die' Wände, sie höben die'Backsteine des Bodens aus, sie fanden nichts; schön wollten sie sich entfernen, als Einer rieth/ 'das einzige? Möbel des Kämmerleins, den niedtigen Divan/ der dem' jungen Manne zur Schlafstätte' diente-, näher zu untersuchen. Und in der That, in dem Seitenkiffen - fanden sie ein schmales Kästchen > darin mehrere beschriebene Pergamentstreifen: Det Anführer der Leute sah es mit Befriedigung an , steckte es' zustch, winkte den Andern, und'sie verließen allesammt das Haus, - es 'der alten-"'Frau üb erlassend, bic^ebeiitim3 dessen, was geschehen, zu ersinnen. Sie wartete der Rückkehr ihres Sohnes -bis zur späten Stünde — aber er kam nicht. Sie wurde immer''unruhiger-- sie 'verwünschte schon in ihrem Herzen den Edelmuth ihres Sohnes, der die Königin gerettet — endlich' schlief sie auf ihrem Sitze ein , ihre 'Lampe flackerte -auf und erlosch. Die Leuchte ihteö ÄichenSk war ja auch-erloschen!^ •'' : 1 Herodes/ als-Ä in seinen Palast zürückgekehrt, hätte schüell einige - Sendlingä entböten/^ welche-' -genau die Verhältnisse des Jünglings erforschen sollten, - der sich-erkühnt hatte r aüf so ungewöhnlichey heroische -Weise der Retter seiner Gemahlin zuwerdöm? Jene hatten- -ihn bald bebtcnt:Y‘sie-wußten, Pätz- Bön 'Bäbüsch eitt ei'nfäch, ^eiüsam Leben führe/daß ör ^eitt-glühender Anhänger der'Priester- We'isett' und ' itifondtts der Hasütonäer - -sei-/' daß ' er die Königin -Mw' trefflich gewirkten - Teppichen undÄüchern verfthew// // Es war-genug, din-höihsttn'Mg'wöhn des Herodes - zu erregen. - Als-Äher Jsüak vom ihn geführt ward / sah - man auf seinem mächtigen Aütlitz -nichts dergleichen, - nur Freundlichkeit- und- Dank fchietwn' üüf ihm Platz genommen zu haben.' - - - iM : - - 1: „Den Babusch,^ chedett dp-ihn än/^„3hr chaA Mich

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