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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1854-02-27 · Heft 9 (27.2.1854) · p. Seite 109

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
18 (1854)
Issue
Heft 9 (27.2.1854)
Date
1854-02-27
Page
Seite 109 (sequence 9)
Language
German
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109 .nicht.-seine MhejlWg/an-jder,)Rcihe^war, -denn/M Mx gläubig und -fauschte - den/. UnteMeisung.en \ und.Auflegungen; ,der Gelehrten /■ was fhm. dann..noch,an Zeit. KLng blieb, .-wandteer,auß Klgstwirkerei)porin er.eine, große Geschicklichkeit, erlangt) hatte.. Als eifriger Levit stand/er den-leitenden. Vriestern und -Weisen zu-, jaufopferndeyr. <Nehorfam>.:.alS-.^kunstpirker!. war er /selbst-vor dft Königin Mgriamne-'gelangt,- .indem. er ihr. mehre Male Erzeugnisse feinex.Kunst.vorlegte>.Md.von,ihr Aufträge.erhielt. - - Seitdem; aber-übte-.er-iffeine .Kunst nur für, die -Königin, und die reichsten Versprechungen.konnten ihn nicht vermögen, für. einen Andern ein Gewand odereinen Teppich.zuwirken.;- deshalb verstäubte/ Weist, daS--'.Kunßger.äH, und Ben Babusch gingn träumerisch.Mher, nur/ glücklich, wenn, er irgend einen stlustrag« im. Dienste, der Religion oder derer, .dieser als^-die. Stützen/ derselben verehrte,, vollführen konnte.. .Seine, fechszigjährige,Muttex.härmte-sich darühex gar.,fthr,- aber -erschien ihre Dhränen-garnicht zu bemerken. Denn welche auch seine HülfSquellcn fein mochten, .fehlen ließ er. es ihr an nichts; aber bald ftine nufstammende.. Heftigkeit/- mit. . derer dann sie, fast .erdrückte, bald sein trübsinniges-Versinken/ Ln welchem er.sie,rsich und!. die..,Welt., vergaß, - bald fein tagelanges, .Ausbleibenohne daß. er ihr, .wie früher,-fröhlich Rechenschaft-gab, ryy er gewesen und Ms er ..getrieben, -alles, dies, erregte ihren Kummer, ihre. Befürchtung. Weckte sie ihn dann/ mit eindringlichem Worte,,/zeigte sie/ihm die beängstigende Veränderung,, die Mt ihm vorgegangen: so gestand ex es zu, gelobte Besserung, Thränen stoffen aus feinen Augen, und welche Mutter kann den Thränen eines erwachsenen Sohnes wihersiehenJndeß-kamen-solche Scenen doch nur selten vox; denn.-Ben-VaLusch;lLeht-e feme Mutter, zu - sthr, -,und .umgab. ste -mit feiner^kindlichen/Fürsorge so ununterbrochen,., daß/er sich/lange. Zeit;; mitj aller Macht.bezwang, bisier MwillWliH^undüunbewuPfjMi^ der -darejn einiger Zeits, .hatte Isaak,-aber feine Wirk,ergexäthe -wftder hervorgeholt-.. sie . gereinigt,? -sehr achtsam .zusammengestellt- Md.-eingesugt — doch-Niemand konnte/wissen, -was-i er /arbeite, //denn er hielt feine Kam- E. forMlttg-jNerWMn--,^und selhftnfeine Mutter/kam nicht hinesm Doch/tMewar; so(.erfreut- .über:feinen 'wiedererrvachten..Kunstfleiß--baßsio-ihn gewähren. Befta' -Ach! es; war ja; daseinzige, Kind- /das. -sie unter; ihrem-- Herzen getragen^ nnd/ sie. ast-ein.-hatte-fhn groß-/ gezogendenn-ihr Gatte.mar in.ei.nem Gefechtegefaffen-Ms.Jerusalem-in:.G^ fahr stand, da Isaak erst drei Ja.hre.zählte.. -Ben Bahusch sAßirafl)ssemW MWrxHmm inMnt%-KamMer^v/^ .-,/,HoMftfLrompetengeschmettex,jUubenklayg^Polkesruft! Von der Antonja/her die Maße - hinab, 5,nach,jdem Steinthurm-Thore-zog der-König-Herodes Mt großem Kepränge^ die/- Leibwache - itir, größtem/ Staate-;voran/ .die. ,Großen5.unh bedeutenden alle, hinter; und-um-sich; die-Lxompeten unh 2!ub.e.n riefengleichsam/. das Volk -zusammen.-,,> Mrum dieser-; Lärmendieses-; Aufsehen? --- Herodes/• liebte ich,-doch sonst nicht,/und hieß imm.exr-W-Mäftr; ifchtve.issen,/ svbM sie qn das -Thor. Jerusalems kamen, mndzog d/e-n k-mzxstem Weg-durch-dir Stadt?.-././^Unh ha/-.- wem/gilt der Ruf, der, -wachsende, -bisqn den;Him.mel> schallende.-Freuden - oder-Huldigungsruf-des Volkes, daS.-doch-fonftsfo düster schweigt,;w,enn HerodeS durch , ein-Viertel; der -heiligen-Stadt/ ritt?. /.... Wemer /gilt?.Isaak-/ben-Pa-? husch -höret/ den Rus> .mnd stürzet vo.Niseinem-R-ahmen. auH seiner Kammer in,tzas Zimmer nach /vorn, 'M Hessen V.orderwand ,die vergitterte Oeffnung -nachdex-Straße geht.>.r' Reben Herodesnzieht-die .Königin Marianrne auf..weißem Maulthiere,-. wie-das Volk i-fie/fange -nicht-gefth^n .Ä 4> ihr gilt!.der> Ruft des -Volkes. >-;.Mollte<Herodes dem Volkes erweisen. daß der .iTodihres«. Urudexs sie-dennoch nicht von .«ihm, getrennthabe?;woduxch:!N»ar/esjihm gelungen,-daß,,sitz.-,-ihm -gehorsam .wgr> . .daß sie - M mit ihm. dem -Volke. zeigteI hatte ifie seiner/: Ueber.red.ung /un* terlegenH oder, feinen Vpohungeynachgegehey?,/vder diente sie-damit/einem Plane - der.geschickt. entworfen, -war?> V :/ Das Volk jauchzt, - das/Volk, das hieiTodtey sy schn.ell vergißt - und l,die, -Lebenden / so leicht- Preist - Isaak -- als sein.'lschnelles-A-uge-/:schonaus. weiter Ferne-die--.-Königin erblickt,, schlägt - sich. vor die Stirn, und, bleibt/wie e.rstarrt vor der vergitterten Maueröffnungstehen.! /Der Zug.nähert sich schon, -er windet-sich den-Hügel Bethzetha Herab — Ws /überfährt -. da:' unfern - Jüngling^.. .^:-MlS--derZug fast schon-in-- die Thalstraße-, gelangt; war-, daflog-.von einem /Platten .-Dycheeine / große Wumenkrone! «dicht. - vor dem Köpft des MaulchiM das«die/Fürstin itrutz-^. nieder; diese selbst . erschrak- und «fuhr/zurück/ .und-.der, Zügel, entschlüpfte/fhrer Hand, , noch-mehr das feurige-.MaMhier, das -sofort scheu: geworden,; sich bald-/bäumte, b.aldMit.den Hmtersüßen:-auSschlug,.<dann davonsprang und--blitzschnell durch- - die« Volkshauftw fügte- - die-sich^ebchr :.fo: «schnell-öff-, neten,: unddurchihr: Schreckens-geschreft das .Thier« moch wilder machten.: - Die--Königin watthte .chin/nyd.her^.'jkaumdaß. sie-sich-noch: erhielt,- HerodeS-und-seine-Vegleiter-jaglen.-schreckensbleichhinterdrein^ Dieser,--und -Jener wollte dem, tollen -Thierezur/ Seite -gelangen,u.aber, desto-mehx raste'j es S dahin -77-Wariamnen Wr«-verlören^ derunächste 9*

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