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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1854-02-20 · Heft 8 (20.2.1854) · p. Seite 91

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
18 (1854)
Issue
Heft 8 (20.2.1854)
Date
1854-02-20
Page
Seite 91 (sequence 3)
Language
German
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vorwärts, schreiten,- den Muth nicht sinken lassen, vielmehr auf dey allmächtigen Gott vertrauen, der sie vom Sinai bis hierher so überaus merkwürdig, so wunderbar geführt, der sie geweidet hat bis auf diesen Tag und der ihnen so unzählig viele Beweise von unendlicher Liebe und unbegrenzter Katertreue gegeben." — - ... „Im Jahre 1842 erschien .von meiner Mütter Brudersohn, meinem verehrten Lehrer, dem pensionirten Königlichen Regierungs-Bauinspector D.. Sachs folgende Biographie: „Mein fünfzigjähriger Dienstleben und literarisches Wirken. Ein Beitrag zur, thatsächlichen Beleuchtung der Frage.: „.„Sind Inden zum Staatsdienst geeignet?"" in welchem der Verfasser in logischer Ordnung und bei her ihm eigenen hohen Rechtlich.keit, der Wahrheit getreu seine Erlebniffehiszum Jahre 1,830 erzählt. , 7; . Als ich diese für jnich so interessante - Schrift durch? lesen hatte,, erstarkte in mn der längst gehegte Gedanke, auch, mein Dienstleben einfach und treu zu erzählen, da ich vermuthete, jene könne, trotz der großen. Anhänglichkeit und Liebe meines Vetters für den Glauben seiner Väter, entmuthigend auf unsere jungen Glaubensgenossen einwirken, um dadurch sie' .zu Mftigen. untz anzufeuery^ damit sie getrost und. vertrauungsvoll ihre Kräfte dem. theuern Vaterlande widmen mögen, wehh sie den. Beruf dazu in sich fühlen. Sie, meine jungen Freunde, werden aus dieser Geschichte entnehmen, daß ich, ohne eine besondere - Begabtheit , ohne. hervorstechende: Talente, ohne mehr als den gewöhnlichen Grad von Missen, meine Laufbahn, begann ,, dieselbe, ohne. Hast und ohne Prätension ruhig verfolgte, und niemals durch einen zu weit getriebenen Ehrgeiz nach Auszeichnungen oder Bevorzugungen emsig streb,te, sondern daß ich ruhig und mit einem festen und .unwandelbaren Vertrauen zu dem Gott meiner Väter das mir vorgesteAte Ziel zu erreichen suchte. Von Anfang an war mein Hauptbestreben dahin gerichtet, durch mein Benehmen gegen Vorgesetzte, Kameraden und, Untergebene, sowohl .im. Dienst, als im geselligen Verkehr, das Vorurtheil zu beseitigen, zu tilgen und.überhaupt den Juden möglichst ganz. in Vergessenheit zu hriy-- gen. Stets und.ständig gab ich. auf mich selhst Acht, suchte begangene Fehler zu verbessern und benutzte dje sich mir darbietendeu Vorbilder als Richtschnur meines. Ver-. Haltens und. meines Betragens.. Dabei habe• ich die Religion, zu. der.ich-mich bekenne, niemals verleugnet, sie aber auch ebenso wenjg. unberufen pnd,,^uf einje. nngehh-, rige Art zur. Hchau getragen. Obwohl alle Ofstciere der Garnispn,. und, namentlich die Offieiere meiner Waffe, dep Artillerie, rechtgut.wußten,daß ich ein Jude bin, so ist hierdurch doch, n i e m a ls eine störende, oder mich nur. im entferntesten verletzende, .Einwirkung erzeugt worden. Viel--, mehr fühlte ich mich sietst zufriedengestellt, froh und behaglich im Kreise der Offieiere, es war mir der, liebste Umgang und unbefangen, kameradschaftlich und herzlich war unser Beisammensein, und zwar von meinem ersten Auftreten als jungep Ofsieier in., der Artillerie bis heute^ Dieses sich immer gleichbleibende gute Verhältnis war aber für mich um so erhebender, wohlthuender n»>d -um so befriedigender, als. eben: in diesem geselligen.Umgänge die strengen und abgrenzenden militairischen Gesetze des Dienstes und der Subordination nicht vorherrschend) sind, sich Jeder im Allgemeinen so giebt, wie er. an und. für sich ist, denkt und fühlt, und die gegenseitige Achtung und das Wohlwollen sich deshalb um so bestimmter und prägnanter aussprechen können." — Wir bemerken zu diesen wohlthuenden unh wohlwollenden Worten nur, daß der Verfasser derselben , selbst zugestehen muss, daß es sich um eine „PuSnahM"...h-andM und daß seit der Zeit deS Prinzen Augusts ohne,.welchen Burg nie auch nur eine Stuke überstiegen hätte, die Ausschließung eine viel sy.stem-ti.sch-ere geworden ist, man hat die frühere „Abneigung^ seitdem in eine bestimmte theoretische .F0rmelgebracht, die ja,^eltzstAs in die preußischenFreimaurerlogen gedrungen., - so hass sie auch unter den nächstfolgenden Herrschern Preußens maß-- gebend sein wird. Hingegen glauben, wir, haß: die..0hi--, gen Worte viel Bedeutsames für unsere ö st erreich i- : sch e n Glaubensgenossen haben',und.wünschen Mix, daß recht Vjelen untep diesen,di^., Tüchtigkeit, Pünktlithksjt, Bescheidenheit und Mürde.des DLajyr Burg ^zur. tzeitestehen möge. ,. Aetturlgsnachrichten. Deutschland. - HamhPrg, 25> Januar. Der Senat hat unterm 23rd. ein Regulativ betreW Zulassung fremder! JsirweLitenün Hamburg und in Beziehung-Ms deden und' heirnathsber.echtigter Israeliten Mfnahme in eine hiesige israelitische Gemeinde erlasse^ Krafd desj selben müssen aste auswärtigen- JftaelitzN/ welche hier M Geschäft^ befteihen oder sich hier niederlassen wol-

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