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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1854-01-23 · Heft 4 (23.1.1854) · p. Seite 48

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
18 (1854)
Issue
Heft 4 (23.1.1854)
Date
1854-01-23
Page
Seite 48 (sequence 10)
Language
German
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Festen, Fasten, Gebetordnung u. s. f. zu bemerken. Chro- - nologische Tafel, Kalender. Einige Reden, wie die Ein-1 leitungsrede des Pros., Hella Torre zum Studienjahre? 1852—1853 an die jüdischen . Studenten. in Padua, eine herzliche und ernste Mahnung) Sendschreiben des; Oberrabbiner Cantoni in Turin zum Beginn des Jahres! 5613. Dann Recensionen von Schriften italienischer! Gelehrten, nämlich Reggio's und Luzzato's jüngsten Wer-! ken, so wie des Sohnes. des Letztern und des Spaniers! de los Rios, über die wir in diesen Blättern bereits be-! richtet haben. ' Magdeburg, 16. Januar. In diesen Tagen! kam uns das erste Heft einer neuen Arbeit des Prof. S. D. Luzzato in Padua zu, nämlich: Grammatiea! della lingua ebraica del Prof. S. D. Luzzato. Fase. I. Padova, 1853. (Preis Lire 1; 50.) Der auch auf dem! Gebiete der hebräischen Grammatik durch seine Prolegomeni rühmlich bekannte 33erf. hat seinen Plan und sei-: nen Gesichtspunkt in dieser Grammatik durch kein Vorwort besprochen, was um so bedauerlicher, als doch dieses! Heft bereits den Haupttitel bringt. Als ersten Theil giebt sich die Llementologia, d. i. die Elemente der Schrift; und die allen Redetheilen gemeinsamen grammatikalischen Gesetze. Das vorliegende Heft enthält von diesem nur den erstem Abschnitt: „die Elemente der Schrift" apsi 75 Seiten und den Anfang des ersten Kap. vom zweiten . Abschnitt (5 Seiten), nämlich über die Kehlbuchftaben. Man. sieht hieraus, wie weitläufig das Werk angelegt ist. Jener erste Abschnitt behandelt im ersten Kapitel die Buch-? staben, im zweiten die Vokale, im dritten die Halbvokale! (die Schwata), im vierten das Dagesch, im fünften und? sechsten Kapitel sehr ausführlich und mit vielen neuen! Bemerkungen die Accente. Ausführlicher werden wir berichten, wenn erst ein größerer Theil des Werkes vollendet ist. So viel sei hier bemerkt, daß Luzzato vom altern Standpunkt ausgeht, der mehr auf das Faktische hält, als auf.feinere, sprachvergleichende und raisonnirende Begründung in der Art Ewald's, Fürst's, Delitzsch (Jeschurun unb die lateinischen Artikel der Concordanz); weshalb er sich insbesondere an die älteren jüdischen Grammatiker lehnt. Vielleicht daß später Luzzato sich selbst hierüber ausläßt. Jedenfalls erachten wir es für rathsam, daß ein junger Gelehrter das Werk auf deutschen Boden verpflanze, was um so.leichter, als dieAusdrucksweise sehr einfach und ungesucht ist. Setzt er sich .mit Luzzato zu diesem Zwecke in Verbindung,, so werden ihm, vielleicht die folgenden Hefte möglichst schnell zugefertigt, oder gar in.Manufcript einzusehen,ge^attxL.^ — Diese jüngste Gabe des trefflichen Gelehrten ließ unS ein älteres, Werk in .italienischer Zunge-von demselben Autor zur Hand nehmen, nämlich: II Giudaismo iliustralo nella sua leorica nella sua sloria e nella sua lelleratura. Das erste Heft .erschien 1848! zu Padua (55, S. Preis .1 Lira), das zweite 1852 (343 S. Preis 5 Lire). Der Zweck Luzzato's ist leicht ausgesprochen:, er wollte Juden und Christen über die! Lehre, Geschichte und Literatur des Judenthums belehren, dieweil sie. so . wenig von, Juden und Christen gekannt werden. . Luzzato hatte Anfangs im Sinne, ohne festen, inner» Zusammenhang eine Reihe dahin schlagender Abhandlungen zu geben. Das -erste Heft enthält daher vier Artikel: 1) das Wesen des Judenthums (Essenza del Giudaismo (P. 1—13 ). Zkach einer meisterhaften Skizzirung der Geschichte des Judenthums auf einer Seite, definirt der 33er f. das, Judenthum als eine theoretisch-praktische, religiös-moralische Doctrin, deren Hauptprincipien die Vorsehung und die 33armherzigkeit seien, welche er nun nach der Schrift näher charakterisirt. Der Leser sieht hieraus,, daß er.,es hier mehr mit einem geistreichen Apercu, als mit einer erschöpfenden Theorie des Judenthums —, selbst nur als Skizze — zu thun hat. 2) Die Socialität. des Judenthums (sociali.iä del giud. P. 14—28.), über den humanen Geist des Judenthums, des .schriftgemäßen und talmudischen, gegen Andersgläubige. Die bekannten Motive, weder erschöpfend, noch neu. 3) lieber die hebräische Literatur in Italien (?. 29—47.). Italien, der erste Sitz von Hebräern, in Europa (? nicht Griechenland? nicht Spanien?), war auch die Wiege der hebräischen Literatur im Westen. Luzzato hebt einige Skizzenaus den Jahrbüchern. der hebräisch-italienischen Literatur heraus. Calonimös und Mosö, sein Sohn, Römer, 787, unter Karl dem Großen (gegen Rappoport, der ihn unter Karl den Kahlen setzt). Sabbatai Donolo, Sarde, 940, der erste hebräische Schriftsteller Europa's von unzweifelhaftem Datum, Arzt und Astronom, dessen Werk, den Titel trägt: n^s nsöit ^tonrv Scemarjü, Chusciöl und MosL aus Bari, 960, welche, gefangen und getrennt, die rabbinische Wissenschaft nach Italien, Afrika und Spanien brachten. Er verspricht diese Skizzen ' fortzüsetzen) sie sind eben so gründlich wie scharfsinnig, und dienen eine Zeit, die für das Judenthum zu den interessantesten, aber auch dunkelsten gehört, aufzuklären. 4) Biblische Poesie. Uebersetzung und Erklärung des ersten Kapitels des Je-

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