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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1854-01-23 · Heft 4 (23.1.1854) · p. Seite 49

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
18 (1854)
Issue
Heft 4 (23.1.1854)
Date
1854-01-23
Page
Seite 49 (sequence 11)
Language
German
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49 saias — unbedeMnd. Von diesem Gedanken, einzelne Abhandlungen gebenin g < NUN -in dem, starken zweiten Hefte Luzzato ab. In 21 Vorträgen an die in Padua studirende israelitische Jugend' stellt der Vers, die nachbiblische Geschichte der Juden dar bis zum Landpfleger Felir. Er skizzirt/ die Geschichte, des zweiten Tempels bis zu Nechemja, unter Andern: naher auf die Samaritaner eingehend. Er beginnt daher eigentlich mit der Zeit Alerander's des Großen/ einer sehr dunkeln Partie, die Nachrichten des Josephus und die Winke im Talmud - mit einander vergleichend, reiht daran die Charakterist- ' rung der verschiedenen Sekten/ die Abfassung der Sepiua-. ginta, und kommt nun auf die Kämpfe der Ptolemäer und Seleuziden. Die sehr specielle Geschichte der makkabäischen Kampfe, die ausführliche der hasmonäischen Zei-' ten , wo der Verf. auch-das Vorgeben der Karäer schon unter Hyrcan eriftirt zu haben, behandelt und bestreitet, um so mehr, da die Karäer keinen frühern Lehrer als; Anan anführen können, so wie ihre geschichtlichen Notizen; kritisch beseitigt; die Geschichte des Herodes, des blutigen! Vertilgers der Hasmonäer, die Wirren seines Hauses, die schreckliche Ernte seiner furchtbaren Saat, die römischen Landpfleger, Ägrippa. Dies ist der Ramen des' großen Gemäldes, welches Luzzato sehr detaillirt entwirft. Seine Darstellung ist einfach, pragmatisch, mehr auf die kritische Richtigkeit des Details, als auf eine höhere Auffassung des Ganzen gerichtet, den starken Strom der Facta, nicht aber die reiche Strömung des Geistes verfolgend. Luzzato besitzt keinen Schwung der Sprache, Betrachtung und Vergleichung werden ihm schmerz daj gegen fesselt er durch die klare Beschreibung des Ge-! schehenen. Die sorgsame Vergleichung der Berichte des! Josephus und der talmudischen Winke man kann sie I meist nicht Nachrichten, nennen — zeichnet die Arbeit^ Luzzato's aus, welche nicht bestimmt ist, Epoche für den ’ gedachten Zeitraum zu machen, wohl aber sich würdig : an die jetzt sich sammelnden Materialien reiht. Was' Salvador reich an glücklichem Ein- und Ueberblick, aber mangelhaft und unkritisch .im Detail, das im Gegentheil! ist Luzzato. . . y Anzeigen. ey In der hiesigen israelitischen Gemeinde soll die Stelle eines Lehrers und CantorS, verbunden mir einem jährlichen Gehalt von 200 Thlrn. nebst, freier. Wohnung wo möglich mit dem 1. März 1854 anderweitig besetzt werden. / Hierauf Reflectirende wollen baldigst ihre Zeugnisse portofrei an uns einsenden. Steele a. d. Ruhr, den 1. Januar 1854. Der Vorstand der israelitisches Gemeinde S. Rindskopf. 31. B. Heymann. M. Nathan. cy Ein Cantor und Schächter mit den besten Zeugnissen versehen, der den Gottesdienst nach altem und neuem Ritus zu leiten versteht, einen.angenehmen und kräftigen Tenor besitzt, wünscht eine ihm angemessene Stelle zum 1. April 4 854. Das Nähere bei HerniHr. Gebhardt, Rabbiner in Bromberg. cy cy Ein junger, sehr gewandter, mit den rühmlichsten Zeugnissen versehener junger Kaufmann, seit einem Jahre verheirathet, der, ohne Verschulden, durch traurige Conjuncturen sein Vermögen verloren hat, sucht eine Stelle als Correspondent, beim Buche oder Reisender bei einem Gehalte, der nur seine Eristenz sichert, und angemessener Behandlung. Reflectirende mögen ihre Offerten oder Anfragen gef. an Herrn Rabbiner Dir. Philippson in Magdeburg unter Chiffre 8. R. 8. richten.? (Wir glauben diesen Mann einem soliden Principale sehr wohl empfehlen zu können, um einen wackcrn und treuen Arbeiter zu gewinnen. Redaction.) Gy Die Stelle eines Religionslehrers, VorbcterS und Schächters in hiesiger israelitischen Gemeinde wird zum tz. Mai 1854 vacant. Reflectirende belieben sich wegen des Näheren an den Unterzeichneten Vorsteher zu wenden. .. , Brüel in Mecklenb.-Schwerin, im Januar 1854/ I. A. Herzfeld. Die jüdische Gemeinde zu Beelitz will zum 1. Mai c. einen Lehrer, Schächter und Vorsänger engagircn. ' Unverheirathete qualificirte Bewerber können sich zu dieser Stelle, mit welcher ein jährliches Einkommen von 100 Thlrn. und freier Station verbunden ist, bei dem Vorstande daselbst in frankirten Briefen melden. Ein junger Mann von 26 Jahren, welcher, seit 6 Jahren in einer der größten Material-Handlungen einer Provinzial-Stadt Schlesiens servirt, auch außerdem gute Zeugnisse besitzt, und mit Buchführung und Correspon- . denz vertraut ist, sucht zu Ostern d. I. ein anderweitiges, geeignetes Engagement. Seine Adresse ist in der Erpe- . ditiyn. d., Bl. zu erfahren.

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