Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 18 (1854)
- Issue
- Heft 1 (2.1.1854)
- Date
- 1854-01-02
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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dertezu bewirken.' Möge das edle Streben dieser Männer reich belohnt werdew und der Vereinseine warmen'Strahlen der Liebe weithin.- über die. leidenden Brüder verbreiten! . Möchte derselbe nicht, wie blosden leeren Namen behalten,: sondern durch kräftige That beweist^ daß er das vorgesteckte Zie-l stetsvor-Äugen habe! > Denn - auch hi er in Posenbestehtein Vereinuntem.drm. Namm Eran-- k e ßv e rp fl e g un g s v e r e i-n, aber eherkönnteman denselben Kr a n k h e ktb «es ö rd e run g sw er e im.. nennen,' denn' die Erkrankten werden - im hiesigen Krankrnhause eher dtzm Todezugeführtwerden, als: daß eine ordentliche PDge dahin-zielen Möchte, das^ Leiden derftlhen zu mildern.- Nicht die Kraft der Feder Wim Standeein Bild'- von dev dem Kranken widerfahrenden Behandlung zu entwerfen, da jedestraurige. Bild^ von der- Wirklichkeit'bek: weitem übevtroffen wird: .< Der Vorstand deSt Vereins sitzt fortwährend: über seinem *100, die- Verpflegung der- Kranken einem Wärter überlassend, der / höchst - selten - inspicivh, ganz nach feinem Gutdünken-verfährt und die. ihm anvertrawten Leidenden furchtbar vernachlässigt: So. wurde dieser Tage ein Stummer aus hiesigem Krankenhausö begraben, deffenKörperdurchseineUnremlichkeit selbst die' härtesten Menschen anekelte undnicht baldwollte Jemand die Hünd anlegen, um die- Leiche zureinigeru Wohl^ macht-der Verein,; genannt Anstrengungen, um den- MKrankdnhauso Befindlichen' ein besseres Loos zu verschaffen, aber umsvnst-t es wird ihnen nicht-zu- Theil, undalle Opfer sind-vergebensgebracht. Während desganzen Tages ist dev. Krankesich»'selbst' überläffen und - Niemand kümmert sich uni ihm - Möge also der neue Verein in Liffa bdsser-als dtzv hiesttze seine Pflicht erfülltzn- und nettd üVeräll wirken l' - ‘ N. k. Ne st er r e i ch isch er Ka i svr'sta at. Wren> 23^De.cembeiu- Wie dew -,Speyr>Mt:" geschriebenwird,, schreitet die-Commission welcher die Aufgabe-, geworden iß> die?,staatsbürgerOchen und po-- litischeu Verhältnisse dev Israeliten in Hosterreich von Grund qus zu-regulirey./ - w ihrem Arbeiten! rüstig vorwärts. Dm Vorarbeiten wenden besonders-mühs saw und schwierig durch? die große-. Verschiedenheit welche dexr SLÄusr MW M^dem Jühw H8M ür den einzelnen Kronländ^, biÄSetz, und auf dem mann in Ermangelung einer anderwhalcharen Grundlage nothgedrungen zurückgriff. Rach, dem , was über die leitenden. Grundsätze der Commissionsarbeiten verlautet,. ist kaum zu zweifeln, daß das Elaborat die Interessen der Humanität und des geläuter-- ten Fortschrittes, nicht - minder, als die allerdings! etwas verschiedenartigen. Bedürfnisse, der Krynländer ingeeigneter Weise wahrnehmen werde. Demnach dürfte die Commisston kauw in der Lage sein, mit gleichen, für alle Provinzen paffenden Vorschlägen hervorzutreten.. In, Beziehung, auf das Erzherzoge thum. Oesterreich, Böhmen und. Mähren wird , so. weit bfs jetzt sich Vermuthungenanstellen lassen, der Commisstonsantrag fast - auf der. nämlichen: Linie stehen, welche die Constitution vom, 4. März 184-9: für die Rechtsverhältnisse der Israeliten einhielt.. An den ffrr Ty.rol und Steyermark, wo die Juden durchs schnittlich nie das Recht zur Niederlassung erworben haben, bestehenden Normen möchteauch künftigum so weniger geändert, werden, als die österreichischen Israelitenselbst die Sonderstellung dieser Provinzen nicht schwer empfinden und ihre Wünsche nicht auf <sine Aenderung derselben gerichtet, sind. Die meisten Schwierigkeiten , bieten Ungarn und Galizien, da dort diq Rücksichten auf den nationalökonomisch wenig inU wickelten Bauernstandins Gewicht fallen, und Mittel in Erwägung gezogen werden müssen, um schädliche Grundanhäufungen in einer Hand zu verhindere. Doch werden, die Beschränkungen, zu denen man sich dort etwabestimmt finden sollte, keineswegs die Natur von lästigen und nur gegen die Israeliten gchich-. tetey- Maßregeln erhalten-, sondemim Allgemeinen auf alle Waffen. der Bevölkerung ohne Unterschied! der Religion, anwendbaren Formen äbgefaßt werden. Wie«, 19. December^ (PrivatmittW Ich habe Ihnen heute- M)s von einigen, Aufforderungen VM Seiten des .Vorstandes an: die Gemeinde mitzulheikem Zuerst ist.'die- Aufforderung an die Eltern, ihre ' Kinder, zum Constrmationsunterrichte zuschicken^ ES ist das eine Vernachlässigung von-Seite der. Gemeinde, . hie in den kleinlichsten Ursachen ihren: Grund-haN Der Arme schämtsich, daß ftin Kind, nicht sogehen kann> wie. das des. Reichen,, undder RKHe schämt sichwieder, der Gesellschaft: der Armen. Mer! die eigentlichen Ursachen nicht kennt unb diehieftgv Ge-; meindeoberflächlich brurtherlen wollte, dermüßto