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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1854-01-02 · Heft 1 (2.1.1854) · p. Seite 5

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
18 (1854)
Issue
Heft 1 (2.1.1854)
Date
1854-01-02
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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5 in das ■ Stadium der Mitberechtigung getreten.?-So viel' muß zugegeben werden: in derandauernden Opftrfähigkeit der- Mitglieder gewahrt man mit .Recht das selbstredende Zeugniß dafür, daß dieselben nicht einem flüchtigen Neuerungstriebe folgten, sondern.auch in ihrem Herzen des.. aufrichtigen Strebens voll sind,' nach ' dem Niederreißen - treu und. frisch wieder aufzurichten. Nur ein solcher Sinn konnte nach so viel vorangegangenen Geldopfern noch immer Mittel zu diesem heiligen, die Zukunft vorsehenden Werke finden/ und wenn die Gemeinde in dem Bewußtsein, diese bisher ganz aus ihrer eigenen Mitte beschafft , zu haben, sich hinreichend belohnt sieht, so wird sie auch die letzten 8000 Lhtr., welche zur Vollendung des BaueS noch nöthig sind, unschwer ohne fremde Hilfe aufbringen.. 32,000 Lhlr. sind nämlich theils: aus dem Grundkapital, theils durch Schenkungen, theils durch Vermiethung von Platzen gewonnen. - - Dieser Bau ist nun-so. weit gediehen, daß anfangs dieses Monats das sogenannte Richtfest gefeiert wurde, wodurch die Gemeinde. Gelegenheit nehmen konnte, von der gelungenen Vollendung der äußern Arbeiten, von der.Würdevollen - Schönheit: des ganzen Planes, der nun bald, vollständig verwirklicht sein wird, , wie von der gewaltigen Kraft der mächtigen Mauermassen und der hoch hinaufragenden Bogenwölbungen sich durch eigene - Anschauung zu überzeugen. ..Das Fest selbst zerfiel in 3 Dheile. Am Sonntag (4. December) hielt Herr Dr. Holdheim in dem alten Gotteshause die darauf bezügliche Predigt, welche nachwies „daß es.der religiöse Sinn, das erstarkte Gefühl der religiösen Lebensgemeinschaft , unter den Mitglie-: dern sei, welches den Besitz eines eigenen Herdes zum dringenden Bedürfniß gemacht..habe, und wie zwei^ tens an die Vollendung des Gotteshauses die Hoffnung .geknüpft sei,. daß der Glaube an, den innern Bestand der. Gemeinde. und an den Erfolg ihrer Bestrebungen in allen Kreisen wachsen werde und . hiermit der Grund zu ihrer: Ausbreitung gelegt sei." Den folgenden. Montag Vormittag fand das. eigentliche Richtfest statt.. Nachdeinem von dem Musikdirektor Stern, dem Chordirigenten, geleiteten Choral, bei dem besonders .der Schall des Hornes eineneue^ glückliche Zeit zu verkünden schien, theilte vr. Stern im Aufträge .des Vorstandes vor der in - den Räumen des > neuen Gotteshauses versammelten Gemeinde, die Geschichte des/ Bauest M/;Wir entnchmew ihr-vasl FolgendeVor rkauMM MonUen .istder erste Stein dazu gelegt^ wordeu/ machdem der.Vorstand von der Generalversammlung! des 22. Januar zur Ausführung ihrer. dahin; zieleirden Beschlüsse : ermächtigt worden ' war^i Der Platz ist :aufi dem früher Roff'schen. Grundstück: in. der Johannisstraße-gefunden worden/ Wohl- - verdienter Dank gebührt 'zunächst ch.erVehörde, welche von-drn formellen ^Schwierigkeiten die Gemeinde besitzt keine: Eotporationsrechte —' nicht den geringsten Gebrauch zu-deren-Benachtheiligung gemacht, sondern demUnternehmenüberall. die wohlwollendste Rücksicht ^nged.eihen ließ; Demnächst finddie .Herren Lehweß, Ir W/ Marckwald A.: Wolfs zu nennen, welche -.als Bauherren ohne. eine, andre Garantie als den thatkrästigen. Willen dev Gemeinde,: jedwede-contractliche? und, -gesetzliche Verpflichtung übernahmen. Sie übertrugen; den. Bau-dem. königl/ . Baurath und Professor Stier, welcher;mftglücklicher Ueberwindung aller Schwierigkeiten durch sein. Talent, seinen unermüdlichen -Eifer. und: seine beispiellose. Hingebung ein Werk aufxichtete,welches - fortanzu demLierhen dieser.. Residenz wird;, gerechnet werden.. Umdie Ver- " wirklichung: der.-hohen Idee ihres, Meistershaben sich seine Mitarbeiterdurch seltenen-Fleiß? und) große Liebe : zur Sache :ein nicht: gewöhnliches Verdienst erworben. —Nach diesem: Bericht: wurde dem /.Gebäude die Krone aufgesetzt,derZimmermeister.hielt seine solenne Rede , und alle -Bauleuteerfreuten sich darauf an den willkommenen Erquickungen. - . | . Den dritten Theil der Feier bildete das an; dem- ' selben Abend veranstaltete Festmahl .der Gemeinde, ' woran sich: wohl gegen- 400.-Personen,! .Männer und : Frauen, betheiligte,n^- Eine zugleich cheitere .und wür- - dige Stimmung dWchwehte .die^ Versammlung.- Festreden und Toaste wechselten ab>-j,Kne.Sammlung für jüdische und christliche Arme brachte 110 Thlr., die au zwei ..derartige/Anstalten^ abgeftefert^ rporden. . Posen, 14; December.' (Pxivätmitth.)'OMissa ist vor Kurzem ein jüdischer. Kr-ank en verpflegungsverein ins Lebens getreten. Werdie^Armuthdie dort herrscht, so wie ich kennt, wird H wohl wissen, ' daßüein! Krankenverpflegungsverein? bei der:-so starken : Gemeinde schon längst vonnöthewwar. .Doch in? Folge dervielen-fZwistigkeiten^ dich üm chortiger Ge-! meinde herrschen,?ist es^erfi> jetzt:chem 'kräftigen Hän- - deln? edelgesinnter Leute gelungen-/chäS'läNtzfi'G'esor-

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