Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 18 (1854)
- Issue
- Heft 1 (2.1.1854)
- Date
- 1854-01-02
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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Wirklich gtaubM^ eS fei BWwiMgkek, StumMM in rellgiöftr Hezichustg rc., und dbch ist keines v on allen diesen dir Fall -und eS 'ist ein wahrhaft pfänglicher Sinn vorhanden. — Bei dieser Consta mation werden wahrscheinlich blvs Mädchen fein, da die Knaben ihrer Studienhalber schwer nebstd em obligaten Religionsunterrichte auch noch den Üntertichr für Eöstfirmandrn besuchen könnte» Eine Mdere„Kundmachung" findet sich am.„schwarzen MreA" -in der-TeMpelhalle, worin Mttzetheitt wird, däß die RrligioNsschute nur jene Kinder aufnimMt, die bereits fertig -Hebräisch lesen, und bestimmt, daß diejenigen, die noch nicht lesen können- Heu üstttrricht darAber in - der Religibnsschule durch den Gchülfen erhalten können. Wie ich glaube, dürften wenig Schuber sich 'melden. Eltern, die halbwegs Sinn für den Glauben ihrer Väter 'haben, lassen ihre Kindir zu Haufe schon das Lesen unterrichten. Kerner ist erschienen "das Programm der ReliL gionsschule. Es ist dieses ProgranuN won Seiten der Schulcommission gebilligt worden. Es hat zuck Zwecke den hebräischen Unterricht weiter auszudchmn- und wenn es auch nicht °sv weit gespannt ist, als es zu-wünschen -wate, so ist er doch immerhin-mehr, als in letzter Zeit war. Dazu kommt noch, daß dieses Programm blvs Dr Privatschüber maßgebend - istbti den -öfftnttichen Schülern der ersten Vkei deutschen Elasten kommen noch Stücke Nus dem Gebetbucht hinzu, um das Kind Mit dem HMÄdimftticherr'M den vertraut zu machen. Die Gegtüsiände, die Ln der 4., 5., 6., 7. und 8. Gymnasialclaffe mnd 1. Ä. und 3. Oberrealschule gelehrt weMn, sind hier nicht angegeben- -weil da sehr selten Privatsthüler sich vorfinden. Eben jetzt kommt Mir ein Prospeckus Von den Herren I. Und S^ Szanto .und Deutsch zU, wo »fit nnkündigen, Haß -sie was Jahrbüch Mr Israelitenwelches Busch vor einigen Jahren hernUsgegebmweiter fortsetzen -wollem Möge es ihnen-gelingen- Wir könüen unferm geschätzten Eorrespondenteü seine Erklärung: des betrübenden Mmstandes, daß seit ,182b nur ach t Mg l -eine Eonstrmatiyn stattgefundennicht als genügend einraümen. Die Sache muß doch noch wo an-.. detL llegeN! Dir pflegt Ausdauer und Energie in Vetbindüng mit güten Lekstungen doch den Sieg davon zu tragen. ,! 'Redactioln. . ein Volksbuch^im- Mhren; -Mme, HD. Wortes dem Volke in die Hand zu geben! ' ' ' J'■ Lemberg, 1& Oktober. -(Privcümitthr) Gestatten Sie mir- Ihnen.aus Meinem ^Aufenthalte, allhier äeiite gedrängte Sktzze niederzuschreibem Mein erster' Schritt war-, dien ^Tempel" zu besuchen, und ich -muß -zwar gestehen, Haß er Ms,mich, den imposanten Eindruck nicht verfehlte, da pas^ Gotteshaus an innerer und äußerer Ausstattung;nichts^ zu wünschen übrig -läßt, Mein alsbald beschlich mich aber ein unangenehmes Gefühl, als ich wahrnehmen -mußte, daß trotz des am Eingänge - mit - fetten -Buchstaben ausgeschriebenen Verbotes: ),Das ,Reden, und Herumgehett ist-verboten"/ Viele skeinen Anstand nahmendews entgegen zu-handekNi - -Allerdings rührt nuch die grqßte Unordnung Hon-von /fremden Wsuchern her, die dem GMesdienste -als Sp-eetakel WwvhneNz, und deshäib sich jeder RüDcht üheHoben MrÜen. Wqs mich aber: noch mehr überraschte, waren die uGesticulationen, deren sich Einigewährend der, Andacht nicht erwehren konnten. -Ja es klingt noch fast -eurioser, wenn man hört, daß EinBe, die während des .ganzen iJühres den „Tempel" besuchen, an. der 7gottessürchckigiein Bet-Hamedresch besuchem Nicht zu erwähnen, jsaß es sichz stider trifft, daß der Mann ddn Tempel und die Frau ein.Bet-Hamedresch besucht.: Der iUNveKzMliHsteMMgeh aber ist:, daß es leider noch bis nun an einem Prediger - fehltwelchen Mangel mall zwar durch, die Berufung des Herrn Löw, der sich hier durch seine 3 abgehaltenen Predigten Herzest gewäUn, /abzuhelfen 'gedachte, was übet Mch ' theils dükch Pärtetzwist, Heils auch dürch Unlust des Hetrü Löw'bissttzinochüicht ööllführt werden konnte. Äs suchen' stch daher stach dem Gottesdienst die Tempelherrcen, -von denen, beiläufig sti?s gesägt, auch manche gleich nach.der NM-np sortlaüfeN, a'Uf den öffevilichvn Ptomenadest-zu -zerstreuen, Mö es iudeß äuch 'Von :öeh -,gtschichMchest^ Juden, die manam nbm ln' der rlgenthümlichen Tracht des seidenen Kafftans und hohen Kastorhutes sieht,, bunt wimmelt. ' . .. ''' Mt^/ZEMr -RckVb'illsö-' -(Heßr- Ehäjes) -dft in ÄMiest für'sinsü drt .ijelehrtist'in 'Räbbrrirst gilt, wurde -auf. «^..per Teiegräph stach.Aälisch berufen, umdort als Rabbiner angestellt zu werden. L. F.