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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-11-15 · Heft 47 (15.11.1852) · p. Seite 566

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 47 (15.11.1852)
Date
1852-11-15
Page
Seite 566 (sequence 10)
Language
German
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566 lich erst anderswo gestanden, zeigt der in der That ganz überflüssige Beisatz: ^tt)32 2212'1 ■■si btt); ist doch ^22 erst unmittelbar vorher genannt! würde ja: bfcrb):a *>22 *132 vollkommen genügen, wie Mischna 17 im ersten Abschnitt: 132 y)»?3tt). Nur die Annahme, daß Mischna 2 des zweiten Abschnittes ursprünglich anderswo gestanden und dort die Glosse: finosn.btt), freilich irrthümlich, erhalten, hebt alle Schwierigkeit. Demnach würde auch die Reihefolge deS Hillel'schen Geschlechts vom Ahnherrn Hillel bis Rabbi Juda ha-Naßi, dem Redakteur der Mischna (einschließlich), in den Sprüchen lückenlos dastehen: 1) Hillel, 2) R. Gamaliel ha-Saken') (Mischna 18 des 1. Abschnitts), 3) Simon der Märtyrer (Mischna 17 ibid.), 4) R. Äamaliel der Jabnenser2) (jetzt irrthümlich Mischna 2 des Bereits in meiner Abhandlung: „Hillel der Aeltere" (Literaturbl. deS Orients, 1849, No. 10 ff. No. 34, S. 546, Anm. 15) habe ich aus eine wichtige Stelle im Talmud aufmerksam gemacht, aus der hervorzugehen scheint, daß R; Gamaliel Ha-Saken ein Sohn, nicht — wie gewöhnlich angenommen wird — ein Enkel Hillel' s gewesen. Seitdem haben weitere Forschungen dies mir zur Gewißheit gemacht, wovon ich seiner Zeit ausführlicher zu sprechen gedenke. 2) 2:2*>2 b^bra 122, so genannt, weil er dem Synedrium zu 3132'' (Jamnia) prasidirte. Er wird im Talmud häufig auch ^222 VS genannt, da nun der Titel ^22 später vorzugsweise dem Rabbi Jehuda Ha- Naßi beigelegt wurde (siehe Sabb. 32 b; NUN'' W ^2*1 la^tt ^tt-dN), so konnte -später eine Verwechslung des 222)2 'a '2 mit dem Söhne und Nachfolger Rabbi's um so leichter stattfinden. Auch der Inhalt der betreffenden Mischna spricht für unsere Ansicht. Nach Berach. 28 a hat N. Gamaliel de Jab ne das Lehrhaus durch einen Thürsteher bewachen lassen, damit keine Unberufenen sich kindränge» möchten. Ibid. wird als Bedingung der Zulassung „1-122 1212" angegeben, was seine Schwierigkeit hat; denn wie hätte der Thürsteher jedem Einlaß Begehrenden vom Gesichte herablesen können, ob.1-122 12m. Bessern Aufschluß giebt uns die fragliche Mischna; ihr zufolge hätte R. Gam. von Jedem, der sich dem Lehramts widmen wollte, verlangt: 1) käß er einen bestimmten Grad weltlicher Bildung besitze (y2N -]22 Q3> t*mn -r»bn NL?), 2) daß er sich anderweitig anständig ernähren könne, und nicht genöthigt sei, aus dem Lehramt eine milchende Kuh zu machen (y* 222131 nbü2 iisid rt2«b» 2w3> y«iö N2in-b2i). R. Gam. hatte also eine Art Immatrikulation eingeführt; das war ein praktisches Moment für den Thürstcher, — die Jmmatrikulirten konnte er sich wvl merken. Möglich auch, daß 1222 1212 nur sagen wolle: wessen häusliche Verhältnisse dem öffentlichen Beruf, dem er sich 2ten Absch.), 5) R. Simon ben Gamliel, der Vater '22's (Mischna 18 des 1. Absch.), und endlich 6) ^22 (oder R. Jehuda Ha-Naßi), Mischna 1 des 2. Abschnitts. — Wir haben für unsere hier ausgestellte Ansicht noch andere triftige Gründe, die wir jedoch, des beschränkten Raumes wegen, hier weglaffcn müssen. Gesetzt aber, der Ausspruch '121 y2n2»T 11N stamme nicht von 122 selbst, sondern nur von seinem Sohne her, so würde er doch immer für die Antonin-Frage ein Hauptschlnssel sein. 5) Im Art. 213" DBOfc (S. 158 ff.) zitirt der Vers, eine Stelle auS Tacitus, bist. II, 78 (nicht 20), in Betreff des Berges Karmel in folgender Weise: „Tacitus berichtet, daß der Berg Karmel, der zwischen ludaea und Syria sich befindet, mit seinem Gotte gleichen Namen habe" (rpböß 6tt)2 1)3Ä). Der Vers, knüpft hieran in den Nachträgen eine geistreiche widmen will, entsprechen. Nun vergleiche man noch den AuSspruch des N. Elieser ben Asarja (Ab. 3, 17), der an die Stelle des susprndirten R. Gam. trat und später, als dieser in seine Würde wieder eingesetzt ward, sein Gefährte wurde. R. E. b. Asarja's erste Amtshandlung war, daß er die Wache am Eingänge des Lehrhauses entfernte (22S2 2)3itt)b I2npbö 21^ IbiN loc. eit.) und Jedem unbedingt Einlaß gestaltete. Wie R. Gam., so legt auch R. E. b. Asarja über sein Verfahren Rechenschaft ab, und zwar nicht ohnc> Beziehung zu R. Gam. Sentenz und' Verfahren. Dieser verlangte von de» dem Lehramt sich Widmenden weltliche Vorbildung y28 122 23» 2212 2i)3bn 2lö'1) — R. E. ben Asarja giebt zu: 2hi2 y» ,y*iK ^22 y« brr, erniahnt aber zugleich auch, der weltlichen Bildung, der 21212 gegenüber kein zu großes Gewicht beizulegen, den 2212 ys bN, y*iN -p2 ya*; R. Gam. verlangte ferner, daß der dem Lehramte sich Widmende ein Handwerk betreibe, das ihn ernährt (iibttb): 2t)33> ytitt)!22)2“b2l) — R. E.. ben Asarja räumt ein, daß zum ungestörten Forschen in der p;2i2 materielle Sorglosigkeit wünschenswerth sei, denn 2212 y» , 2?3p y« bfi*, — trotz dem abek^ Meint er, dürfe man die Sorge für den Unterhalt nicht in den Vordergrund stellen, denn man darf nicht vergessen: y« bfc* 2?ap yrr 2212. —- Beachtenswerth ist auch, daß die erste Aeußerung des R. Gam. ‘tot Hause des R. Zöfüa, zu dem er sich begab,' um ihn zu versöhnen, — dessen Nahrungszweig betraf (Der. ibid.). Will man noch für den dritten Passus der fraglichen Sentenz (21222) 'ibl 22322)3 22l2dr) einen Beleg aus R. Gam. Leben, so lese man Ber. 1. c. weiter nach: 2122 ^212)2 2ltt)3> ÖiiB. , N2N 2^2. — Ich glaube nun die Identität des R. Gamaliel in Abot II, 2 — mit Rabbi Gamliel de Jab ne außer Zweifel gesetzt zu haben.

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