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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-11-08 · Heft 46 (8.11.1852) · p. Seite 551

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 46 (8.11.1852)
Date
1852-11-08
Page
Seite 551 (sequence 7)
Language
German
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Herrn vr. A dl e r zu chören. .Es wird Ihren Lesern bekannt sein, daß derselbe, nachdem, der Rabbinerstuhl viele Jahre verwaist stand und die Gemeinde während'dessen die verschiedensten Gastpredigten vernommmen hat, im Laufe dieses Sommers erst von Kksstngen nach Kassel kam. Schon als Rabbinatskandidat hat unser Landrabbiner eine jüdische Zeitschrift,^,)die-SMätzöM^ rehigirt, und als vor wenigen Jahren bei Gelegenheit der Kammerverhandlungen in München, mittelalterliche. Schmähungen.und Beschuldigungen^ auf' Jüdenthuat und Talmud" von einigen' geistlichen Ständemktgliedern gehäuft -wurden und mehrere bairische Rabbinen gegen solche Anschuldigungen sich erhoben, daergriff auch,Herrvr,.Adler, -die Feder -und rverthej-digte seinen. Glauben.- Diese -Broschüre. .Aiard ^damals ,alß;t>ie gelungenste und schlagendste.allgemein anerka.nnt. .Gegenwärtig beschäftigt sich derselbe mit Herausgabe der SYDB mit einem sehr ausführlichen, deutschen Kommentar. Ob und was er th'un wird zur Regelung uyd Ordnung des jüdischen Kirchen- und 'Schulwesens ln ü.nserm kleinen Staate, wo' jeb'e"Prö.v'inz, ''jä''jede/'Gememd7e ihre eigne, oder auch wollgar^kelne Synagog'e'nöHnüng,''andere Schulpläne, verschiedene'Schulferien hat, 'wird die Zeit lehren; aus seinen Aeußerungen. hierüber,, die,viel, guten ..Willen und Energie verrathen, verspreche ich mir nur" Gutes. — DaS 'israelitische Seminar zählt gegenwärtig ungefähr 14 Schüler. -Seit seiner -langjährigen Dauer-sind' viele Zöglinge-' aus ihm hervorgegangen/ die^in den verschiedensten Gauen deS deutschen Vaterlandes segensreich--wirken.- Die Direktörstelle die l durch ^'den - Tod ''des' vr.' Bndinger erledigt wurde, ist bis heute-noch nicht-wieder^ besetzt. ^Die Anstalt hat überhaupt durch den Tod-des erwähnten Mannes, ber^ feinen--Glauben.sgenpssen, bestznÄxL aber-herKehrerwelt 'durch, seiye vieleu^pädjlgögischen'mH Schulschriften rühnstichst bekannt war, seinen Glanzpunkt verloren, dm ihr auch der verstorbene Lan drabbinerDr. zRomann/Fwegen seines allzufrühen Hinscheidens, nicht'wieder verschaffen konnte. Vielleicht daß sie durch dieMirksamkeit 'des vr.' Adler wieder zur Blüthe gelangt. " j?Jm Winter 484SM«b4m?Sommer^185.1 - fanden hier zwei Versammlungen von inländischen Rabbinen und Lehrern unter dem- Vorsitze des Ireisrabbinen Wetzlar aus GudenSberg statt.' Die "Erstere wollte die Hebung der Materiellen- und."Moralischen' :Stellung^ der.-Rabblnen,Hnd Lehrer 7erzielm :>eS^ wurden^ zu diesem Zwecke entsprechende Petitionen an bie'HWn Staatsbehörden abgefanht. Die Letztere chatte-sich leine noch hiel chöhere ' AufgLbe gesselltz ste "berathschlagte^darüber, wie daS gefunkene Religiöse Interesse laufzurichtm undein^nachhaltigereS! religiöses Leben bei: unseren Glänbensgenoffen zas Erzielen? ftilk Man:-faßte verschiedene Beschlüsse] diemngefähv 'dNraUf:chi'nauSRefen^ durch -jährliche Konferenzen, : haüptsächlich-'Er -durch einen zweckmäßigem Relkgiönsunterricht^^ so-wie^ durch idie-'Schule überhaupt hemvorgesteckten: ZieleÄnäher zu'- kommen^; Eie Bestrebungen; beider Versäminlüngen'uwären eineS' -bessern Erfolges-würdig gewesen:-;?• , m^Wi mlhrtrj rcrst —vMeine Reiseuführte^ mich" nach^Gude.nßb,erg. Von der Gemeinde und Hreh Institutionen wHteich/wejter Nichts zu berichten, alschaß/ste eine sehr fchöme Synagoge besitzt, die'.in. vielen Beziehungen, .jehoch in sehr verjüngtem PM^e/der/kaHlerlnäMeblld^ iss,' Hehr treffend. sind. die, Jttschriften'zu, den Heiden Seiten ^er heiligen Lade .gewählt, rechts: ‘ttrw'S ^8, links) ^1221' Sw.,’siiijsaioa. Destömehr läßt /sich aber von dem'chörMen KrMmMnen.Hetrn/W etztarfagen: strenge optat-,/ uner^ii11i(^e ThäiiMü, /STOäjj' Hm'liehe,/HE'Hn^Ne,MuHjÄge/HM Ich kenne' diesen' ehrenwerchen" Mann/Hön seit' vrelen fahren . Md gründe/"sich Äföriliht^aüf ^den' augenblicklichen' günstigen' Eindruck, "den ^Je'mand^Mf ünS' beim ersten' Besuche machte. Mie"ihüi5MEgebillkn' LMet? Helgen hie tiefste Hochachtung' gegenihn,' denD W'lst'HkS für ihr Wohl bedacht und dabei zeigt er das grÜMJNiteressefürdie -Schulend Sv^sollen^SüH^ israelitischen Lehrer-der 'Provinz-Me d/rhessen seinen Bemühungen dii ihnen'dieses Mhr'gewordene Theürungszüläge zN'MdaA kenhabeMj?' - -Aü' * MdÄ-' ZSit^chät * er^eine-- kleine Schaar fremder^ und einhelmischer"Kliäben ünb -JungkingUmmlstch Üersämmett; Venen - -er Änterricht im'Tälnrüd- und'M« verwandten-Schriften' ertheiktfsh erfüllt^er-aNch^hiMitbdkr schönste Aüfgäbe' eineS-''jüdischesslGeistlicheN. Doch ich beabsichtige Hier ^durchäuS^ nicht -deuÄPMMijieN chieM^ Mannes^-zu'mrachen-Md"wirb-Mw seine; Bescheidenheit^ smgar für-diest kleinö^SkW wenig Wänk wissen: - — . Am Mittag, kam ich nach Ma r b u.r g. Jm.Jahre 4848 Md ,den darauf,,.folgenhe^.,.lösten M,.vj^e^israeW 'rürr -f>Meiläusignhie^DemMungz,i dass^die . LMer -dieser MoviM auch^ izr hM,Jjthren:^18M^nnd ^ß4H WS.^der MrstMramtSkMe /eme /Theurungsszufage'erh'alten/Hben/ und' 'zisch' in "dem-"Letztem ' ethl'elien-NerheirÄhete ^'eMr 10 Thlr., uuverhcirathete 5 Thlr. Was in den zwei anderen ^Provinzen geschehen; ist.mir unbekannt;^inÄerWrovinzuFuldaüwäv man nicht§so. rücksichtsvoll /' sie Erhielten in-keinem. Jahren waM 'Mt<nh&

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