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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-11-08 · Heft 46 (8.11.1852) · p. Seite 550

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 46 (8.11.1852)
Date
1852-11-08
Page
Seite 550 (sequence 6)
Language
German
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seimStreben^M^laüch;- zui Wer -Zeit4volle-Anerkennung von'Seiten/.der ÄeAerung/rfo uvie deS israelitifchewVorftchrtamtSHuKWe-l/ -was, die,Häufigen:Belobüngsschreiben als'lauch* Gratifikationen Wv-Genüge cheweifen: > r; .. , ,-pw Die - israelitische Gemeinde. in. E sch w e ge. -^- . ungefähr 6V Familien zählend — besitzt in der Person des Herrn G,os.d>m a.nn..einen., sehr. .würdigen .Kreisrqbbinen, der ^en.--,Kchry^.MesM BWer.:.Mon^MS der,Zekt her -xatlnschweiger Ra.bbinerver^ammluug her Befqnnt-fein..nntb. Derselbe war.eben^von einersHr^olungsMe.'.zurüMekeHrt und^,von,,hen:,EindrHcktzu . derselben noch -ganz entzück^-. äußerte. e;r:„eL .wäre sehr^u wünschen, 7 daß.alle Lxhrer (Herr Goldmann ist, nämlich, selbst.Lehrex),hie.Mittel besäßen, alle Jahre ..einmal eine Reise machenzu können« Mit ryescher Ge.isiessrlsche Lehrt, man zurück, welchen ,Reichthunl an neuen ^deen" erwirbt man.,sich xda ,. und mit.welcher Berufsfreudigkeit tritt man nicht nach solcher Erholung in seine Schule! Im Uebrigen herrscht hier ein recht blühendes Gemeindeleben: es eristirt ein zahlreicher jüdischer Gesangverein unter der Leitung des Kantors EngGMeR^W^lH Einübung^Md^ Ausbildung des Shnagogengefanges zur Aufgabe gemacht hat, so wie ein jüdischest Kasino.. * .Sehr . anerkenneyswerth, ßst ferner, daß die. melften Famsiien/ihren Kindern außer dem jüdischen^ Unterrichts, denkste .in der, Schule genießen,, noch Gelungenhejt und , zweckmäßigen., Anordnung - und. Aufstellung halber „..Wodurch. das . Kind zu gleicher..Zeit mit. tojer deutschen Drück- und Kurrentschrift bekannt wird', für die Schulen -rdev! Umgegend--lieferte Zum, .hebräischen Leseun texricht, n den ec? ebenfalls; nach der analpt isch-shnthet ischen Lesemetho.de/. ertheilt, bed.iept er sich auch großgeschriebener, beweglicher'Büchsiaben und für die Hand der Kinder Lewksohns „hebräische / Leststbel". Die Resultate , ' die'er durch d'i^se'ÜnterrichtsMse- -eizielt^ sind wahrhaft -staünenerregendi-c , <■■■■■, - Eben so. zweckmäßig ist die ,Art und. Weise, wie er beim Uebersetzen im Pentateuch in der Oberklaffe zu Werke geht. Neben den Übersetzungen von Philippson, Zunz, hat er auch' das „Vokabularium" von Nathan vor sich und giebt den Kindern die Uebersetzüng des Wurzelwortes andas diese sich neben Angabe' des Kapitels und. Verses; in ihre Heftchen ein tragen und auswendig lernen, .sodann .wird der jedesmalige Vers im Zusammenhayge übersetzt. KommteinWort öfters vor, so wird auf. das erste Mal vmdlesen. So erlangen' die Kinder 'einen bedeutenden Wörtervorrath, dieser wird durch das Selbsteinschreiben'dMGedächtniffe'nachhalligereingrprägt und der Mechanismus Ms; ewigen sVor-- mnd Nachsprechens ^vermieden? "r:; ' - : PnvgtunierrichtL Hierin? ettheilen-lassern ^sDns Mgt voü einechwärmern Interesse: für? die -Religion-ntftfr in verschiedenen anderen, dem Referenten bekannten Orten.. hegt, wo? man zwar sehr viel über den in der'Schule ertheilten Unterricht in der heiligen' Lehre spricht, sich 'aber höchst selten.' bemüßigt sieht, auch ' noch etwas Weiteres^ äußer-Diesem hierfür zu tbun.";v.:: . In W itzenhattsen fungirt HerrDr. Fr'äntel, ein sehr freundlicher und würdiger Mann, der der. orthodoren Richtung'angehört, als KreiSrabbiner. Auch hier herrscht'*cin‘:auch ’ hier eristirt ein jüdisches Kasino,' äü 'ch'hier besteht, wie in Eschwege, hie schöne Einrichtung/ 'daß die' durchreisenden jüdischen Bettler und Handcherkshürschen aus einer zu diesem 'Zwecke errichteten Kaffe eine nach gewissen Äbstufüngen'festgesetztes Geschenk erhalten,' hingegen aber die'einzelnen Familien mit ihren Besuchen'nicht weiter behelligen .dürfen. 4 —.Man erzähste Mir folgendenmerkwürdigen Mxsall, her sich-Anfangs der..dreißiger Jahre in HelmamS- H a;it fe Äj zugetpagen.. <.Dehr.ere chrisiliche Ein tp 0 hner <w,a- . ren sängst^upgehalten über.die Nähe des jüdischem Tohtenhoses, .an^der,Stadtmauer.Mh wollten daselbst-keine weite.re; Beerdigung .mehr zulasten.,4 - Jetzt, .starb. Jeyiand, uns der Beuieint^ man. brachte, dAenungeachtet die-Leichegwf den. Friedhps, da,: läuteten. Gegner,.Sturm^..,h Wunder! in^dlesech,Augenblicke/zündete, .chep.Blitze 77-7^4 mar -gerade7ej^ gewitterfchwattgerer^Tag.--— im Hause des Rädelsführers. ..Das-Läuten,.bekam schnell /eine...andre, für-die.. Gewaltmenschen ffchreckenvolle. Bedeutung.; Pon dieser, «Stunde an. ließ man.die Todten ip/Ruhe und auch die Lebendigen. , - , . . nach Kassel. Die wundervolles rich schönsten und erhabensten' Stile - erbaute SyüagögeUivird allgemein zu den Sehenswürdigkeitended 'hessischewlResidenz gczählt, ' und ergötzt sich mein Auge auf's Neue jedesmal daraü, so -oft ich sie sehe. Je imposanter aber der Eindruck ist, den dieses Gotteshaus auf den Beschauer macht, um so ffühlbarer nrnd den Effekt herabstim'mend kst gerade die Schwäche' des darin thätigen ChorS. Ich vermißte durchweg einem kräftigeü^Grnndbäß^ und mitunter glaubte ich> düch einmal keinen Sopran zu vernehmen-. Am- Gelungensten - fchienemlmir die- -Gesänge beim Eini. und Ausheben lder -Tdra--gewesen seiiiV'■ -'Zü!tzl'eicher Zeit« hakte- -ich "Gelegenheiteinetreffliche^-Predig1?übor die'> «ü)ie der Redner sehr richtig bemerkt«, selbst eine Predigt ist, von ^dein« ddrtigen "LandMbinen

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