Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 16 (1852)
- Issue
- Heft 45 (1.11.1852)
- Date
- 1852-11-01
- Page
- Seite 541 (sequence 9)
- Language
- German
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unter Eheleute", weil Ln den jüdischen Ehekontrakten Mann und Frau allerdings Heqannt-swerden^••• nach Analogie der Phrase Liv». Ä17 bedeutet eigentlich nur eine grade Zahl. - .,5 - - AuS GLttin, Anfang des 7ten Abschnittes, ersteht man, daß der in der Gestalt Salom o' S thronende Asm. durch den Umstand/ stch verrieth, daß. er in -Strümpfen zu 'Bette ging. Rasch! bemerkt, hierzu, .das Habei zur-nähern Prüfung seiner Füße geführt,: wobei sich ergeben hätte, daß er Hahn e n fuße habe. Anfangs konnte ich : nicht begreifen, woher Ra fch i dies habe, bis ich in Berach. 6n fand:: ,Mee die Dämonen kennen lernen will, der streue Asche vyr ssein Bette; deS Morgens wird er darin Spuren voni Hahnenfüßen, erblicken." . Es scheint, die Hahnenfüße ^sollen Asmohai'S, wollüstiges-Wesen andeuten, wie,.ja .auch griechische Dichter 'den. Daumen und S atyr e n - aus gleichem Grunde Bock süße und B o ckhörner verleihen. v .' Die. babylonische ASmodaisage istlange nach Abschluß deS bab. Talmuds von griechischen Schriftstellern im byzantinischen: Reich, wie auch von Arabern in Sagen und Mahrchen vielfach bearbeitet worden. Auchiyr Hebräischenfindet' sich, eim Roman folgenden Inhalts: Ein Bekenner des Judenthums kam durch sonderbare Ereignisse in - den Pallaft des Asm., lernte dessen Tochter kennen, gewann sie lieb und heirathete M Sie gebar ihm einen Sohn,- den sie nach König Salomo benannte. - Später sehnte sich Asmodäl-s Eidam nach seiner ersten Frau zurückbrach die Treue gegen Asmodai's Tochter, verließ sie - und kehrte in seine -Heimath zurück. Die gekränkte Prinzessin reiste ihm nach, um ihn zur Rückkehr mit ihr zu bewegen, doch vergeblich waren alle - ihre Worte. Da gerieth sie in Wuth.und erdrosselte ihn. . Auch die Gemeinde -seiner Heimath bedrohte sie mit Demichtung, wenn sie . nichtihren -Sohn zu ihrem Oberhaupte wählten. Die Gemeinde gehorchte. Diese Erzählung ist zum ersten Mal im Druck erschienen zu Benedig im Jahre und zwar unter dem Titel: »Geschichte eines Ierusaleurer8, in's Hebräische übertragen von Rabbi A b r a h am M a im on." Im Jahre -1719 gab sie W agenseil mit einer, lateinischen Uebersetzung heraus^ Aus dem Titelblatt die- Nach dem arabischen ^j', das aber seinerseits wieder aus dem griechischen fyvyog. zu sein scheint. 2) 304 der kleinen Acre ----- 1544. Anmerk, des, Uebers. ser Ausgabe he ißt,es: . ,-aus dem A räb'l sch en in's Hebräische, übertragen rc.'/-, Aber, -der^ sachverständige^ Leser -jener Erzählung wird sichleicht überzeugen,daß -er es mit keiner Uebersetzung, sondern mit einem Original zu thun habe /s). Keineswegs' aber kann Rabbi Abraham -beü M a im 0 n als :der betreffende Verfasser betrachtet werden. Dieser würdige Gelehrte hat gewiß,-nicht seine Zeit an dergleichen Mahrchenverschwendet, die: weder - einen poetischen Merth, noch einen moralischen Zweck haben * i 2p .-.; (Schlußbemerkung des Uebersetzers folgt.)' - Korr efpo ndenz e ü. Mastricht, den .10. Oktober 1852. Die jüdische Kirchenverfaffung iu den Niederlande»!. (Schluß aus No, 33. 42. 43. 44.) .. Hierbei wurde bestimmt, daßsobald diese Kommission ihre Aufgabe vollbracht haben würdeihr Entwurf dem - *) Der verehrte Herr Vers, verzeihe, wenn wir dies zu bezweifeln wagen; uns will es vielmehr bedünken, als. trüge die betreffende Erzählungstarke, arabi.sche Spuren. Hier nur e in Beispiel; kol. 57 a der venezianischen Aus- - gäbe heißt es : tnü’b '“innh" J rno’' tw ^21 Wniö :b wenn man hier - nicht eine gewaltige Korrumpirung .annehmen will, wozu -aber durch-- , aus kein Grund vorhanden ist, muß diese.Stelle, übersetzt : werden: ,,'und so bald sie auf dem Mittelmeer sich be- - fänden, berichtete man an Gott, wie Jener sci- ° nen Eid gebrochen rc." Im Hebräischen hat aber -,bn . nirgends die Bedeutung: „erzählen, berich ten rc." Es! kann hier nur das arabische in der 2ten Konjuga- - tion angenommen werden., Wie käme abev ein urspr ü n gi lich hebräisch Schreibender d»azu, ein rein arabisches Wort zu gebrauchen,' dassdoch" 'im'Hebräischen viele dafür stch finden? u. a. Der; U eberfetz er dürfte aber seinen guten Grund gehabt ha- : ben, das fragliche Wort,unüberse tzt .zu laffen.- Ueber-; Haupt ist die ganze Phrase — um eS kurz^ zu sagen -7— nicht jüdisch. Für arabischeir Ursprung sprechen ferner 'Phrasen, wie: NL2 2 tV ibnb ibid. rc. 2) Ohne' alle^moralische Tendettz ist' es denn doch nicht, wie ja der Schluß ausdrücklich sagt: /pisti) rrntB bs» «bi vLN br» ^22>b vn«b - Anmerk, des-Uebers. 45*