Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 16 (1852)
- Issue
- Heft 45 (1.11.1852)
- Date
- 1852-11-01
- Page
- Seite 540 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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840 die fünf ersten Kapitel deS Buches Tobi ohne Vokale zur Uebung. So bietet diese Schrift genügende grammatische Lehre, einen reichen UebungSschatz und eine bedeutende Copia vocabulorum, so daß wer sie mit seinen Schülern durchgearbeitet hat, sicher sein kann, daß sie die heilige Schrift zu lesen vermögen, und sich zum schriftlichen Ausdruck den Weg gebahnt haben. Das Werk (beide Kurse zusammen 25 Sgr.) ist auf Kosten des Verf. erschienen, daher von ihm selbst oder durch die Buchhandlung B. Wittneven in Coesfeld zu beziehen, und wünschen wir, daß sich die Opfer, die der Verf. gebracht, auch äußerlich belohnen. (Fortsetzung folgt.) Magdeburg, 21. Oktober. (Schriften über die Kabbala.) Beiträge zur Geschichte der Kabbala. Von A. Jellinek. Zweites Heft. Leipzig, 1852. Wir verweisen auf das Referat über das erste Heft dieser Bei-? träge in No. 19 d. Z., freuen uns, daß Herr Jellinek in sich und in der Sache den Muth findet, ausdauernd zu der wichtigen Geschichte der Kabbala einzelne Beiträge herbeizuschaffkn, die zu dereinstiger gründlicher Erforschung und Aufhellung den Weg sichern, und geben den Inhalts dieser zweiten Sammlung an. Er fährt. zuerst in den Artikeln über „Kabbalistische Lehren und Schriften vor dem Sohar" (natürlich vorausgesetzt die Richtigkeit seiner Ansicht über Verfasser und Abfassungszeit des SoharS) fort, giebt zuerst Einiges über die Kabbalistenfamilie R. Scherira Gaon, R. Elija-Ha-Saken, R. Häja Gaon, R. Jekutisl und deren Anhänger Salomon Jbn G^ebirol, wo uns Bemerkungen und Bruchstücke über die mystische Richtung dieser Männer gegeben werden; über den Einfiuß R. AsriekS; auf die Entwickelung der Kabbala, dessen Thatigkeit dahin bezeichnet wird, daß er den biblischen Geboten und besonders den Zeremonieen eine mystische Basis zu geben , und andrerseits philosophische Begriffe und Ausdrücke in die Kabbala zu'verpflanzen suchte, wodurch er vieles Ursprüngliche alterirte; über das dem Mose b. Nachman zugeschriebene 'ö> wo der Vers, sehr überzeugende Gründe herbeibringt, daß diese Schrift dem Genannten nicht zugehört; über Ssufismus in der Kabbala; über Schüler des Mose b. Nachman; Kabbalisten im 13ten Jahrhundert; christlicher Einfluß auf die Kabbala, in der sogar die Trinität ihre Darstellung findet; Josef ben Abraham Chiquitilla, den der Verf. in die zweite Hälfte des 13trn Jahrhunderts fetzt; mit einem Verzeichniß seiner Schriften, und der namentlich die Buchstabenmystik ausbildete, womit erden Anstoß zur „praktischen wunderthätigen Kabbala" gegeben; R. Isaak ha-Cohen aus Geroya. Im zweiter; Theile deS SchriftchenS fährt der Verf. in seinen Artikeln über den Sohar selbst fort, und giebt diesmal: „der Sohar in Spanien", wo er zeigt, daß der Sohar in Spanien dem Mose de Leon durchaus nicht unbekannt war, und schließt: „Jeder unbefangene Geschichtsforscher muß sich nun fragen: warum ist Mose de Leon der einzige Mann in Spanien, der den Sohar kennt? warum ist er der Erste, der schwierige Ausdrücke des Sohar erklärt? warum hat außer ihm in der That Niemand in Spanien Kunde von dem Sohar? warum wird der Sohar in Spanien so verheimlicht, daß nur ein Kabbalist im Besitze desselben ist? — Die Antwort auf diese Fragen kann auch nicht anders lauten, als, weil Mose de Leon Hauptürheber des Sohar war." Dann: 'der Bericht „Juchastn'S" über den Sohar; den Magnetismus im Sohar. Zusätze und einige interessante Texte zur Geschichte der Kabbala von R. ChaSdai Ha-Nast, R. Afciel, Mose ben Schem-Tob de Leon und R. Isaak aus Akko beschließen die werthvoüe Sammlung, die der Kenner nicht ohne Dank für . den Fleiß und den Scharfsinn des Verfassers aus der Hand legen wird. (Fortsetzung folgt.) Prag, im Mai. Rapoport's Erech millin. Artikel Asmodai. Schluß. (Vgl. No. 9, 12, 14, 17, 20, 21, 34 und 35.) Es erübrigt uns noch, die Bedeutung des Namens ■WM«« anzugeben. Ohne Zweifel ist er aramäisch von der Nadir (vergl. fttaHnVi Dan. 7, 26.). Das & am Anfang, des Wortes zeigt, daß dies in der ^SS8.--Form sieht und bedeutet: „der Verderber und Vertilger", wie ja auch die Dämonen „Verderbliche" heißen. Die Endung ist Zeichen des Plurals. Möglich, daß der Plural im Worte ein plur. majest. ist. So dürfte auch der Passus in Pes. 110a zu nehmen sein: A. heißt König, nicht aber Verderb l i ch e r. Doch wird an anderer'Stelle dieser Behauptung widersprochen. Die Bemerkung Burtorfs in seinem bett. etialä. Artikel daß dieser Dämon auf deutsch- Eheteufel genannt werde, ist ein Jrrthum, der' aus der angeführten Stelle in P e fa ch : he r^ vorgegangen zu sein scheint, wo gesagt wird/ daß A. die Aufsicht über die Pä arn führe *); B. verstand nun d'ar- *) ''äir — wer eine grade Zahl Becher leert, den vermag A. zu beschädigen. Anmerk. d.Uebensi