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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-11-01 · Heft 45 (1.11.1852) · p. Seite 539

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 45 (1.11.1852)
Date
1852-11-01
Page
Seite 539 (sequence 7)
Language
German
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589 Va - ter, Dein find wir erfort und fort: füllt, Der des Her-zenS Seh-nen stillt Laßt uns Ihm, 2hm freudig singen, Unserm Hort, Der der Stab, der Fels, die Leuchte Fort und fort:. Vater, Dein find wir erfüllt, Der des Herzens Sehnen stillt! Klopft die Brust voll Furcht und Schauer, Daß sie bebt, Oder wenn die leichten Schwingen , Freude hebt: Vater, denken wir nur Dein, Wird ein sichres Ziel uns fein. Darum laßt uns freudig singen Ihm allein! In der Tief und in den Höhen Sind wir Sein! Jubelt Ihm mit Treu' und Lust, Jubelt Ihm aus voller Brust! (Fortsetzung folgt.) Literarische Nachrichten. Magdeburg, 20. Oktober. (Schulliteratur. Fortsetzung.) unpn rvD"6.!n Hebräisches Lehr- und Uebungsbuch für Schulen. Mit besonderer Beziehung auf Beckers grammatische Grundsätze. Von H. Leeser. Erster Kursus, 1848. Zweiter Kursus, 1851. Das vorliegende Werk ist sicher ein neues Zeugniß, wie Ernst der tüchtigere Theil unsers Lehrcrstandes seine Aufgabe nimmt, und wie er durch die in den Verhältnissen liegenden Schwierigkeiten sich hindurcharbeitet. Die.größte derselben bietet das Erlernen der hebräischen Sprache. Die Kinder sollen in derselben unterrichtet werden, dies ver-, langt.die. jüdische Schule. Die. Kinder sollen hebräisch lernen/ dies verlangt die Mehrzahl der Eltern. Nun betrachte, man aber das Alter der Schüler,; in welchem-Letztere diese Sprache erlernen sollen, da das Hebräische zu den frühesten Unterrichtsgcgenständen für unsre Jugend gehören soll, und da. man sie in der Regel mit dem 13ten oder 14ten Jahre diesem Unterrichte entzieht; man erwäge, wie wenig Zeit bei der Fülle der UnterrichtSgegenstände auf das Hebräische verwendet werden soll undkann; und endlich .— ein höchst wichtiger Umstand — wie die meisten jüdischen Eltern im bizarresten Gegensatz zwar wollen, daß ihre Kinder hebräisch lernen sollen, aber gerade auf diesen Unterrichtsgegenstand so wenig Gewicht legen, daß sie ihre Kinder zu Allem ermuntern, nur nicht zum Erlernen des Hebräischen, daß dieses überall allem Andern von ihnen hintenangesetzt wird, und. z. B. kn den häuslichen Arbeiten erst Alles absolvirt werden soll, bevor die Kinder zu denen des hebräischen Unterrichts kommen. Dies ist erfahrungsmäßig, und wenn daS Lehren eine Kunst ist, so wird das. Lehren-des Hebräischen unter solchen Umständen zu einem Kunststück. Es. bedarf daher beim Unterrichte der jüdischen Jugend im Hebräischen der besonnensten und berechnetsten Methode, wenn nur Etwas geleistet werden soll. Als eine ganz vorzügliche Gabe zu diesem Zweckekönnen wir das vorliegende Werk bezeichnen, und wünschen wir nur, daß die lokalen Verhältnisse es recht vielen Lehrern möglich machen mögen, dasselbe für ihre Schüler einzuführen und anzuschaffen. Allerdings greift das Buch auch über diesen Kreis hinaus, und kann von Gymnasiasten mit bestem Erfolge benutzt, werden. Die Einrichtung des Buches ist folgende. Der Anleitung der Becker'fchen grammatischen Grundsätze folgend, steht, gedrängt und klar ausgedrückt, die grammatische Regel in einzelnen Sätzen jedem Paragraphen voran; dann folgen hebräische Sätze zur Uebung und hierauf deutsche zum Uebersetzen in's Hebräische. So folgen auf einander im ersten Kursus: das prädikative Satzverhältniß, das attributive Satzverhältniß, wozu die sämmtlichen DeklinationSformen gehören, und daS objektive Satzverhältniß, wo zunächst Kal und Niphal in allen Formen durchgearbeitet wird; hierauf folgt ein Wörterverzeichniß nach den §§. zu den Uebungsstücken, und die Paradigmen des K. und N. Der zweite Kursus fährt nun in derselben Weise mit den übrigen 5 Konjugationen fort, und bringt außer dem Wörterverzeichniß und den Paradigmen noch ein. Stück „vom Bel und Drachen zu Babel" und

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