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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-10-25 · Heft 44 (25.10.1852) · p. Seite 529

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 44 (25.10.1852)
Date
1852-10-25
Page
Seite 529 (sequence 9)
Language
German
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Wie eist Jahr nach andrem ziehet, Eiligst hin ist Kampf und Streit, Unaufhaltsam kommt'S und geht'S, Nur der Wandel, er ist stets. Pech, Herr, find die Ewigkeiten, Dein, Herr, ist der Richterspruch — Aher Shhne flücht'ger Zeiten Sind wir, unterthan dem Trug : Doch ist unser auch die Schuld, Dein, Herr, ist die ew'ge Huld. Mag sie schreiten, mag sie siiehen, Dieser Erde flücht'ge Zeit — Eins kann sie unS nicht entziehen, Eins bleibt treu unS und bereit: Auf den Herrn die Zuverficht — Seine Gnade schwindet nicht. Oder nach derselben Melodie ... Laubhüttenfeste: vor der Predigt. Dir zu danken, Dich zu preisen, Herr, sei meine liebste Pflicht, Der in lauten, der in leisen Tönen nie mein Herz gebricht; Siehzu Deinen Höhen zieht Mich mein Geist im Sang und Lied.. Geht der Pfad durch wüste Schrecken, Wirbelwind und Sonnenbrand Holde Fluren bald sich strecken Vor WS, und daS Grausen schwand; Was un S banget, was uns droht — Nach her Nacht kymmt Morgeyrych, Ja, Dir danken, ia, Dich Preisen Wollen wir aus Herzens Grund; Liebttch tönt'S, in welchen Weisen Deine Liehe thun wir kund — AuS deS Lebens 'Kampfgewühl Führst Du sicher uns zum Ziel. (Fortsetzung folgt.) Freude hast Du unS bereitet, Reiche Gaben unS verlieh'»: Wie deS MommerS reifend Glüh'n, Wie der Herbst mit voller Hand Seine Füll' uyö zugewandt. ' Ja, eSist der Gott der Wüsten, Der einst Israel geführt; Ja, es ist der Gott der Küsten, . Der den Sturm, das Meer regiert Alles Heiles Gott ist Er, Aller Rettung, aller Wehr! Nach der Predigt: Nimmer wolle« wir verzagen. Dieses Lebens Pfad zu geh'n. Denn von GotteS Huld getragen Können wir unS allzeit fth'n : Dunkelt'S quch um unsern Weg,, Sein Licht strahlt auf unfern Steg« Literarische Nachrichten. Magdeburg, im Oktober. G«ig»ri Jud, ha» Levi. (Schluß.) Eine längere Zeit waltete jetzt'eine Unlust am Dichten in unserm Juda vor, wie er sich auSdrückt: , Die Weisheit ist ein breites Meer, Drauf schwimmt daS Lied als Schaum umher. Spater wandte er sich aber der religiösen Poesie zu, die er bekanntlich in großer Fülle kultivirte. Die kleine Lese, die Geiger bietet, schließt mit dem berühmten Zionsliede. Nachdem G. nun noch einen kurzen Blick auf Juda als Philosoph geworfen, und schließt an das Ende'des KuSri bequem die unbezwingliche Lust Juda'S, nach Palästina zu pilgern. Was er lange geträumt, führte er 1140 aus, und seine Lieder führen unS den ganzen Weg, den er zurücklegte. Er durchzog Spanien, und verläßt Alles was ihm theuer. Mich drängt'S nach meines GotteS Haufe hin. Wo die Gesalbten, thronten, weilt mein Sinn. Nicht gönn' ich mir die Lieben satt zu küssen, Nicht laßt die Sehnsucht mich mein' Habe missen. Ach, willig grb' ich Alles hin, vertraue Dem Meer mich an, bis daß mein Auge schaue Den Ort, wo GotteS Herrlichkeit gethront, Ein trunkner Blick mein tiefeS Sehnen lohnt. Dort sitz' ich dann von Himmelsluft gekühlt, Bon Jordans Fluch mir meine Hütt' umspült; Da preis' ich, ..lobe, danke, finge O daß ich'- bald, ja bald vollbringe! 44*

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