Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 16 (1852)
- Issue
- Heft 35 (23.8.1852)
- Date
- 1852-08-23
- Page
- Seite 419 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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419 schm Israeliten zum Landbau anzuleiten, und ' auf .welche Weife! können! die Hindern isse, - - fo> weit dieselben bestehen, am Zweckmäßigsten beseitigt werden, wobei man.' besonders Ächt zu: geben habe auf die niederländischen Zustände." Die Antworten - muffen in bolländischer Sprache: abgefaßt vor dem 1. März 1853 beim allgemeinen Sekretär Herrn vr. I. Teireira de Mattoö in Amsterdam eingesandt werden. Ueber diese Gesellschaft, welche im abgelaufenen gesellschaftlichen Jahre 11 Departements mit 538: Mitgliedern- und 83 Donateur zählte, werde ich Sie im Nächsten ausführlich unterhalten. Ihre bisherigen auswärtigen Korrespondenten sind -die Herren vr. 'H. Somerhausen in Brüssel, J&i. Cahen, Redakteur der >roiiivs8: iaraeiitoa in Paris, .De. Sola, Prediger:der portugiesischen: israelitischen Gemeinde in London,: und vr. Jost in Frankfurt. Zu Ehrenmitgliedern hat sie.ernannt den Herrn Bischoffsheim in Paris und Montefiore in London. - Im-vorigen Jahre hat . bei einem vom König ausgeschriebenen Konkurs zur Lieferung einer Operpartitür:: Le roi/cke vollewe, ein sehr junger Israelit im Haag $la* mens Martin' Lazare den Sieg davon getragen. Sein nächster Mitbewerber war-auch ein Jude, der rühmlichst bekannteHerr Ritter Ä.. Berlyn in Amsterdam. Auch hat in demselben Jahre bei der Gemäldeausstellung in Brüssel, ein im Haag wohnender Israelit, Herr D. BleS, die. goldene Medaille erhalten und ist von unserm höchst verehrten und geliebten König zum Ritter deS von! höchstdemselben gestifteten luremburger Ordens vom Eichenkranz ernannt worden. Ein anderer allda wohnender israelitischer Kunstmaler- Herr Verveer, ist im vergangenen Jahre vom. Könige, der Belgier mit dem Ritterdiplom deS Leopoldordens beehrt worden. . Es verdient auch noch Erwähnung, daß Herr Susan, Vorstandspräsident der israelitischen Gemeinde in Deven- 1er und Br:.'l Redner der dortigen Freimaurerloge le preju§e vaineu, Lektor der modernen Sprachen am dortigen Athenäum ist. Ich habe dieses - bei Erwähnung der jüdischen Lehrer, bei hiesigen Universitäten und- Akademien vergessen zu bemerken. : : Dem Vernehmen mach sollen hinsichtlich der Agreation eines limburger Oberrabbiners -ähnliche Schwierigkeiten sich aufgethan haben , wie dies der Fall ist mit der des Herrn : vr. rFrankel - aus Köslin ^zum: Oberrabbiner von Over-Dffel. Wie'das Israelitisch Weekblad berichtet, soll der Kultusminister an die Hauptsynagoge zu Zwolle geschrieben haben, daß. er Schwierigkeit macht um dem König die Agreation des Herrn Fränkelvorzutragen. Dieses wird aber' von der Zw oller Zeitung bestritten, indem sie zugleich hinzufügt, daß gedachte Agreation im Gegentheil bald zu erwarten ist. ' Ueber den ganzen Hergang der Frankelschen Sache benachrichtige ich Sie baldigst und gebe zu gleicher Zeit ein Referat der Broschüre des vr. Frankel, dessen Titel, lautet: „Offenes Sendschreiben an seine Glaubensgenossen in den.Niederlanden zur Rechtfertigung und Einigung. Zwolle, 1852."— Manche haben ein schändliches und abscheuliches Betragen gegen diesen unglücklichen Mann geführt. — Für heute genug. : ■. Veritas. Ober-Endingen, 13. Juli. Sängerfest. Sie haben vor einigen Monaten Ihren Lesern «in von hier datirtes Festbild vorgeführt. Nun ist eS abermals ein Solches, freilich kein jüdisches, das ich Ihnen in der Absicht mittheile, um Ihnen zu beweisen, daß in meinem Vaterlands das als ein Land von und großen bezeichnet wird, nicht Alles so uneben ist/ wie die Ausweisungsgeschichte der rlsäffer Juden äuS Basel- Stadt und Land Manchen glauben machen könnte. Bilden auch die Verhältnisse der Juden in der Schweiz einenstarken Kontrast zu den Institutionen und Gesetzen dieses Landes, so wage ich eS dennoch zu behaupten, daß das Schweizervolk keinesweges juvenfeindlich gesinnt ist, vielmehr dem Aufstreben und der freien Entwickelung der Juden freudigen Beifall zuwinkt. Dazu! nun soll eben unser Festbild einen Beleg abgeben. Am 27. Juni früh Morgens weckten 16 Säuger des hiesigen israelitischen Männerchors die Schläfer des Dorfes mit ihren fröhlichen Liedern. Auf einem mit Tannenreis ländlich verzierten Leiterwagen, woher eine rothe Fahne mit weißgoldnem Phönir wehte, zogen sie hin nach Lenzburg, einem gewerbreichen Städtchen an der Aä, wo seit acht Tagen daS Kantonalschützenfeft gefeiert wurde, dessen Schluß LaS Kantonalsängerfest bilden sollte. — Allenthalben aus ihrem Durchzuge wurden die Sänger herzlich begrüßt, in Lenzburg selbst mit vieler Freundlichkeit und Brüderlichkeit sowol "von Bürgern als von 'dem Festkomitö empfangen und bewillkommnet. 44 Chöre waren anwesend. Um 10 bis 12 war Probe und-um'2 bis 4 Aufführung. - ’ Erhebend war das erste' vom' ganzen Männerchor des AargauS kräftig und mit Gefühl aufgeführte Stuck: Schä-