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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-08-02 · Heft 32 (2.8.1852) · p. Seite 378

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 32 (2.8.1852)
Date
1852-08-02
Page
Seite 378 (sequence 6)
Language
German
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378 gern Aufenthalt in RegenSburg nehmen zu wollen, erging vom Stadtmagistrate an den Rabbiner und die Vorstände der hiesigen israelitischen Religionsgemeinde die freundliche Einladung, beim feierlichen Empfange Allerhöchstderselben sich den Behörden und Vorständen der Stadtanzuschließen. Auch bei der allgemeinen Vorstellung aller städtischen Korporationen und sämmtlicher Kirchenvorstände, welche am 28.' v. Mts. stättfand, wurden der Rabbiner und die Vorstände der israelitischen Religionsgemeinde zugezogen- und von Ihren königl. Majestäten die allerhuldreichsten Anreden und Fragen an. sie gerichtet. - Dem reichhaltigem Antiguitätenkabinette des Juweliers August Koch, eines hier allgemein geachteten israelitischen^Bürgers, wurd e die hohe Ehre zuTheil, von! Ihren königl. Majestäten einer längern und von den huldreichsten- Ausdrücken begleiteten Besichtigung unterstellt zu werden,'die für. den genannten Geschäftsmann auch mit einem besonder» Beweise allerhöchsten BertauenS verbunden, indem ihm ein werthvoller Schmuck Ihrer Maj. der Königin zur Ausbesserung übertragen wurde. ' Eine andere, gleichfalls sehr erfreuliche Mittheilung bezieht sich aufdie in einer Privatkorrespondenz, in No. 29 dieser Blätter gestellte Frage: „Wann werden wir von Stiftungen wohlthätiger Christen zu Gunsten jüdischer Armen einmal zu berichten haben? — deren Beantwortung schon angebahnt war, ehe sie das Licht der Oeffentlichkeit erblickte. Die vormalige Galanteriewaarenhändlerin Anna Karoline Allius dahier, eine wohlhabende protestantische Jungfrau, hat durch letztwillige Verfügung ihr namhaftes Vermögen zu wohlthätigen Zwecken bestimmt, und unter den desfallstgen Legaten auch eines von fünfhundert Gulden zu einem Fonds für hi^ ifraelitischm Armen in RegenSburg ausgefetzt. Segen der edeln Wohlthäterin, welche die ^Beantwortung der ' sicherlich nicht ünzeitgemäßeü Frage so schnell, möglich machte. . München, ^5. Juli. (Privatmitth.) Ihr verehrt. Korrespondent aus Baiern (No. 21): scheint.nicht zuwissen, daß der hiesige Verein zur Unterstützung von'' Handwerkslehrlingen rc. seine Statuten/geändert hat, indem er den frühem §. 3 als Grund anführte zu der allerdings geringen Wirksamkeit deS: Vereins: Der bezügliche .jetzt. §. 7,. verlangt jetzt „den Besuch einer der inBaiern bestehendensiandwirthschaftlichen oder Ackerbauschulen", und der HandwerkSlehrling kann auch in s e ine r: H e ima t h in die Lehre treten (§. 5). Der eigentliche Grund der Nichtwirksamkeit des Vereins scheint vielmehr /darin zu liegen, daß in unsrer Zeit, in der man allenthalben Gelegenheit hat, Handwerke zu erlernen, ein solcher..Verein kein Bebürfniß mehr. ist. Denn auch, jetzt nach Aenderung und Versendung der neuen Statuten an alle.Rabbinato Baierns hat,sich noch nicht .ein Individuum um einen Aufmunterungspreis beworben. Der Name des Vereins ist jetzt: „Israelitischer Handwerks- und, Ackerbaubeförderungsverein in Baiern." Oesterreichischer Kaiserstaat. Aus Böhme«, 20. Juli. (Privatmitth.) In Böhmen erhofft man nun auch auf baldige-Erledigung der jüdischen Gemeinde- und Rabbinatsorganisation. Zu November wird eine neue politische Eintheilung erfolgen ,i an die sich jene anschließen wird. Sonst stehen die- Verhältnisse /noch auf .demselben Punkte; hie. Gemeinden entweder in die-..traurigsten Zwistigkeiten versenkt, gewöhnlich rnizwei -Lager;getheilt^an deren. Spitze zwei Konkurrenten stehenso daß schon von vorn herein das Äne-„Jaf/ sagt,- wenn das-andre- ,,Nein(( -gesagt hat/..und. umgekehrterer vom ärgsten - JndifferentismuS gegen alles Religiöse und Jüdische ergriffen, überhaupt der geistigen Indolenz hingegeben. In dem Verhältniß zu den christlichen Mitbürgern ist Alles von dem Streben, sich Letzteren zu nähern, beherrscht, -und opfern Viele dafür jüdische Sitte und Lebensweise auf— wir muffen aber sagen, ' daß sie nicht zu ihrem Ziele kommen, da in der Regel in Böhmen unsere, christlichen Mitbürger zwei Schritte zurückweichen, wenn der Jude um einen Schritt sich ihnen nähert.— Wir leben durchaus der Hoffnung, daß es auch innerhalb des Judenthums in Böhmen zum Bessern - kommen werde, aber langsam geht es, und schwer ist es zu.. Hand? / haben. Können sich doch die böhmischen Rabbinen in,. Nichts vertragen und vereinigen, und alle wiederholten Versuche, sie zu einträchtigem: Streben zu bringen, schlagen fehl. Wien, .20. Juli. (Privatmitth.).. Soeben, ist der.; neunte Jahresbericht -7—v,über 3. Jahre -1849^— 1851 — des Vereins: zur Beförderung der Hand-

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