Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-07-12 · Heft 29 (12.7.1852) · p. Seite 344

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 29 (12.7.1852)
Date
1852-07-12
Page
Seite 344 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/3224737-3225768-3225798--12528-3242707
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

344 zu Gesichte gekommenworin mehrere Rabbinen unserS Landes ungefragt werden, ob.nicht De. Frankel durch) jene in. der 'Predig't) kundgegebene : Aeußerun g unfähig) sei> ein geistliches Amt zu bekleiden. 7: -. Unterzeichneterwill nun durch vorstehende Zeilen, deren Mäßigung Änd - Farblosigkeit): dafür! sprechen, daß: sie/ fern von aller Parteisucht, nur im Interesse der strengsten.Mahrheit: und Gerechtigkeit-rabgefaßt sind,. Me Glaubensgenossen in Holland und besonders: ferne Herren Kollegen des Inlandes veranlassender Rechtfertigung des Dr. Frankel volles Vertrauen zu schenken, sich in ihrem Urtheil über-denfelbeU nicht zu übereilen, und wo dies 'bereitsgefällt ist,^dasselbe im schonenden Sinne zu modisiziren und zu mildern, da. eS: hier zu Lande, wohl bekannt ist , wie der Dr. Frankel^ vi-id schon, als Gymnasiast in Groß-Glogauspäter als Studirender in Berlin und dann als Rabbiner in Märkisch-Friedland -stets durchaus) so gelebt und resp. gewirkt hat, wie es vonallen konservativ-orthodoren Juden durchaus gebilligt wäden kann und muß. . ■ - , . . .. Dr. A. Wiener, Rabbiner. Aus tarn Großherzogthum Posen, 2i Juni. (Privatmitth.f Jetzt, wo. von allen Seiten Berichte betrübender. Art in Betreff der politischen und sozialen Stellung der: Juden einlausen, ist wol jeder Lichtpunkt mittheilenSwerthr' . Die „Natiönal-Zeitung^ brachtevor. einigen Tagen die Bemerkung, „daß üuS der St.. Adalberts- Kirche in Posen ein christliches. Mädchen auSgewieftn wurde, weil es, wie man glaubte, ein jüdisches Kind - auf den Armen trug"/ und schloß mit den Worten: /,dies sind bemerkenSwerthe Anfänge."' Dieselbe Zeitung enthält' heute folgende Berichtigung: „Die BeurtheUung deS Sinn es und der Tendenz des ganzen (gedachten) Artikels Anderen überlassend) wollen, wir ^ur Berichtigung des letzten Satzes:best selben nur bemerken) .daß allerdings ein Frauenzimmer- (ob Polin, ob. Katholikin, oder ob . einer dienenden Klaffe angehörig) das wissen wir-nicht) am 15. d. M. Nachmittags auS der St. Adalberts-Kirche gewiesen worden, Mer Hicht deshalb,..weil.:sie-:ein einjähriges, angeblich jü d i sch es Kind (denn, auch das wissen wir, nicht) auf den Armen; trug, soydern, well eben dieses Kind dermaßen laut weinte, daß der Prediger: mehrfach gestört, .sich: -genüthigt/ßind / das besagte/ Frauenzimmer vom derMäüzrl' herab.aüfzufordern, dieEirche zu verlassene Wenngleich-übrigens nicht) fetten: Juden' in unserer! Kirche, gesehen werden, so wird sicher keiner zu finden^fein', der k auS-derselben gewiesen worden wäre, geschweige denn einMäugling. - ../A ■!:> .'. /,((■ .ch,V; ’ So werden aber.öfters ran'und für-.sich unschuldige Umstände bei den Haardn he.rnnge z o.gen, um alS Belag e/.fü rp erf.önli.che.AnsichtenundzurBerbr ei tat n grge häs si g e r M.e^ nungen zu dienen. . . - 7 Posen, den.21. Juni)1852.;:r; , ’ « Der Vorstand der St Adalbert-Kirche,. BazynSky, Probst; Lewandowicz/zKirchenvorsteher.; SobieSki,. A..V erzyzanowsknl - Im Interesse der.Humanität: )kann-M:UNSugvwiß nur lieb sein,, daß das oben, gemeldete - Faktum utzine Entstellung ist, und-daß die gedachten Hmem sich veranlaßt : sehen-, dasselbe zu widerlegen; 7^-Mer.woW selbst hierin.nicht einen. Fortschrttt-dmZMskMlNMr . Erlaube» - Sie, , geehrter Redakteur, daß - ich bei dieser Gelegenheit auf einen nicht genugzurügenden Uebelstattd iy gar vielen Gemeinden aufmerksam zu ^machen mir erlaube. . Es, geschieht.nämlich oft, daß.,Kinder des..füngsten. Alters in.das' Gotteshaus gebrachtwerdendaselbst die Beter in ihrer Andacht stören und während der.Predigt: Zuhörer. und Prediger in ihrer geistigen Thätigkeit unterbrechen: Unddoch ist Nichts leichter, als dies, beseitigen. Eine Bestimmung deS Synagogenvorstandes in,, dieser. Angelegenheit wird gewiß von der. ganzem Gemeinde gewürdigt werden. In denmeisten Gemeinden -besteht auch eine Solche, aber eS . geht damit, Wie mit-vielen geschriebenen Dingen, -sie bestehen)-äuf dem ^Papier und es mangelt an der energischen Durchführung. Die That ist alsoauch hier die Hauptsache. -7 2. , GrößhritariNn. Eondon, 28. Juni-;r<@ßtiuaMtt$) .--'Ich Mn genöthigt, den Leser um gütige Nachsicht zu bitten, wenn ich meinen Bericht) über Herrn Dr. Schiller S.286, No. 24 d. Bl. berichtigen muß/ d^ de^Jnhält mir leider durchaus entstellt zugekoMtüM Mund zwar aus einer Quelle, die: sonst Mol eineMiemlich wohlunterrichtete, diesmal, aber ziemllch Irübewan-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.