Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 16 (1852)
- Issue
- Heft 29 (12.7.1852)
- Date
- 1852-07-12
- Page
- Seite 338 (sequence 2)
- Language
- German
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noch mehr, 338 tt daß der ganze Ir.' Abend Deines LebenS solch einem, Abende gleiche!. ^.Dn.hasthann^die Höhdn^mK) dieMiedAÄlAnÄÄ -Lebens keinen gelernt^ VNtnvZ^und ^künst @jnlt %§) M^schenaÄekt, Got^es-^und^Mdtt- I. ¥.!■! Wir amerikanischer Schriftsteller sagte vor einiger Zeit: höre»GDHv!0iMottähnlichen^Mist^lH..up ^e^PrüEmDlicheLIMAKgen, MDh^MsJiKeWÄnD-Ma^r wie viele leben dieser Gottähnlichkeit' gemäß, und wR-Me schenwerk hast Du erfahren, wohl Dir, wenn Dein Himmel licht, Deine^d.hen in das. violette Blau lauterer/ süßer Erinnerung gekleidet sind, weyn.Dns hie Herrlichkeit Gottes und die schuldlose 'MenschenfreudeHgle ich in Sir trägst, wenn Du Genossen mindestens noch einige — und Nachkomlnen voll-MuckeS neben Dir siehst, ach! wenn Du Dir sagen - mußt: -solch ein Abend kann n ich t die trügerische MaSke des Nichts, - die täuschende Larve der Vernichtung sein, o, diese, in die Höhe sich richtende Sehnsucht miKen' in der" zartesten Befriedigung ist das sichere Unterpfand, daß hinter der lauschigen Stille des. Abends die Pracht, die Feuerpracht des Morgens steht.... An allem Diesem erlabe Dich-, mein Leser .. o, ein freudiger Klang aus den Saiten Deiner Brust als Wieverhall meines Wortes wie glücklich-bin ich dann!... bringen diese Befähigungen zur Anwendung? DaS Leben des Einzelnen verschließt sich so in sein Ich, und er be- Iächtet ^WeS MKerhaG/djoftS^Eeföhränktzrn Kreises so wenig, daß' kaum zufällig Einer'üÄer'Zehn in den vieründzwanzkg Stunden auch nur einmal den Blick von seinen eigenen-MMittelbarm^WMMM^^PlanLn und Bedürfnissen abwendet, um ihn zu der Majestät, Gnade, Wahrheit und Gerechtigkeit des göttlichen Wesens zu erheben/ welches ihn als ein Stäubchen unter die Myriaden Bewohner deS 'weiten WeltallShingeweht’tfat.“' 'Da liegt , denn allerdings die Frage.nahe: was läßt sich für die höheren Interessen erwarten?.. . Sie gleichen zwar den . Bienen, die emsig ümherfliegen, aus der Honigzelle der Blumenkelche zu säugen, aber sie tragen den gewonnenen Honig zur Verarbeitung und Aufbewahrung - nicht nach Hause, sondern vernaschen ihn an,oOrt und Stelle, und ihr HauS , ich meine ihr innerstes Selbst, ist. vernachlas- FranzenSbad, 2. Juli. Nirgends, als im.Bade beobachten wir mehr, - wie die größere Zahl der Menschen, und zwar gerade derer, welchen die Mittel zustehen , meho Muße -auf ihr Selbst zu verwenden, nur darauf auö ist, aus dem Becher des Lebens die Schaumperlen zu kosten.. Wenn man demjenigen, der des TageS über seine-Kräste absorbicen muß, um als Frucht ununterbrochener Thätigkeit das tägliche Brod für sich und die-Seinen, kärglich, genug, zu erringen, zugestehen muß, daß ihm für höhere Interessen keine Zeit und Kraft übrig bleibt: was hält die immerhin große Zahl derer ab, welche, wenn sie nicht.vom Dämon selbstsüchtiger Leidenschaften, insonders der Habsucht,, besessen und gestachelt sind, recht wohl ihre Blicke ü b e r das Gemeine hinaus erheben könnten? — Aber selbst da, wo die Fürsorge für das Wohlsein oder die Wiederherstellung der alleinige Inhalt des Tages - ist, beherrscht die ungemeine Mehrzahl nur und allein die Sucht, damit so viel Zerstreuung wie möglich zu verbinden. Immer aus, sich hinausstrebend, l fürchtet, jedenfalls flieht die. Seeledie Augenblicke, in denen sie auf sich gewiesen, in denen sie bei sich selbst einkehren müßte. Es ist dies überhaupt eine Krankheit unsrer Zeit, vielmehr in den äußeren Verhältnissen zu leben, als .bei sich -rvielleicht daß der Umschwung der letzten.Jahre eine Aenderung herbeisührt. Ein figt und. öde. . . ... Ehemals -gehörten die Söhne und Töchter Israels nicht zu den Schaumperlenfreunden und Kostenden. War doch selbst der'große Geldmann sehr oft'ein Jüdisch-Gelehrter, ein an Wissen und Geist Reicher, und. nicht bloö Juda Halevi und Abarbanel, sondern bis vor einem halben Jahrhundert war es anders: Den Frauen die sorgsame Pflege deS Hauses, den Männern Erwerb und Studium. Jetzt ist es anders, und unsere Söhne und Töchter kennen, wie die aller'Völker^ in ihrer Ungeheuern Mehrzahl nur,, jene Erwerb und Genuß/ diese Putz und Genuß. Die höheren Interessen, daS Studium, das Wissen — seien diese in früheren Zeiten auch nur in,, einen engen Kreis gebannt gewesen — sind ihnen, verloren gegangen, Da liegt denn allerdings die Frage nahe : was läßt sich von diesen und solchen für die Interessen Israels/ dir allerdings in der Tiefe Interessen der Menschheit sind, erwarten?... Erscheint ihnen ja alles dies abgeschmackt/ unh das . Band, das ste^ an daS Judenthum knüpft,: eher eine . Fessel, als ein kostbares Abzeichen und Vesitzthum... . - . Man wird: mich fragen: wie kommst Du dazu, in der süßen reizenden= Umgebung, daselbst Du Dich wohl und gehoben fühlest-,diesem traurigen Geständniß Dich hinzugeben , diese düsteren Urtheile zu fällen? Mäuschen doch die -Wipfel der herrlichen Linden über Deinem Haupte und. flüstern von Frieden;, scheint doch die Sonne so gol-