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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-07-05 · Heft 28 (5.7.1852) · p. Seite 334

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 28 (5.7.1852)
Date
1852-07-05
Page
Seite 334 (sequence 10)
Language
German
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334 merkungen über den Gebrauch des Buches beim Unterricht; . ^fein^ 'SBerüfSg'enDjff^n^-hi^t^ ■ '19'rrte^tj ’s«- ^äSeit' s/ w. — : da jedoch derselbe während ftiner Ganzen Lebenswaltung - 'sichüberzeugt hatte, daß sowol Eltern 'als Lehrer gerade beidiesenr. Gegenstände -weder innern Beruf noch irgend eine äußere vorbereitende Befähigung-von Seiten des'Leh- ' rers als nöthig erachten , - ja, daß- Solche/ die selber nie. Religionsunterricht genossen, und demselben ganz fremd sind,! keinen Anstand nehmen als Religionslehrer privatim - (daS beschränkende Nebenwörtchen ^privatim" hätte füglich wegbleiben können) zu fungiren, und diesem so wichtigen, so heiligen u. s. w. Gegenstände zu genügen * glauben, - wenn sie demselben den Abfall einer Unterrichtsstünde oder >. auch nur-die letzten Stunden vor der Prüfung widmen; so glaubte er sich dieser wenigen Andeutungen' über die Methode beim Religionsunterricht nicht überheben zu dürfen." Wir haben die uns gesteckten■ Grenzen längst'überschritten, um aus der trefflichen Vorredenoch Manches i :zm zitiren. Wir schließen daher mit dem Wunsche, daß; das äußerlich auch sehr gut ausgestattete Merkchen vielfache Verbreitung finden, und den Schlendrian aus der Religionsschule, wie er in Oesterreich herrscht, verdrängen helfen möge. -»David Oppenheim, Rabbiner. Korrespondenz. . Briefe aus Holland. . Erster Brief. Aus! Nordbrabant, 17. Juni. : Vom laufenden Jahrgang Ihrer sehr geschätzten Zeitung habe ich bis heute 22 Nummern erhalten. Was mir Heim - Lesen, derselben besonders äüffiel, war die Dürftigkeit an Nachrichten gus unserm Lande. Mit Ausnahme dürrer statistischer Notizen in No. 14,. wird der . niederländischen'Israeliten gar nickt gedacht. Und sollte eS aus unserm.. 'gesegneten Lande , dem ältesten Lande bürgerlicher Freiheit für unsere Glaubensgenossen, nichts der Erwähnung und' Besprechung Würdiges zu berichten geben?' Sollte eine solche Lethargie hier zu Lande herrschen. und Nichts aus derselben zu erwecken im Stande sein? Erlauben Sie mir daher in einer Reihebon Briefen das Zustandliche und sich.Ereignende den Lesern auch aus den Niederlanden vorzuführen. - ' Bei den ebenstattgefundenen Wahlen für die im September abtretenden Abgeordneten zur zweiten Kammer sinb die Herren vv. zur. M. H. G o d e fr 0 y,' Rathsherr im Provinziälgerichtshöfe von Nördholländ'/ Mitglied der Oberkömmission für die israelitischen Angelegenheiten' und der Hauptdirektionder - Gesellschaft:; -;Tot Nüt der Israeli ten in Nederlarid“, ■ und A. S. v» n N i e r o p, Advokat-in Amsterdam und - Vizepräsident'dir gedachten Gesellschaft, auf's Neue erwählt worden;^ der Erste im Wahlbezirk Amsterstam mit 1304 von den 1432 abgegebenen Stimmen, der Andere im Wahlbezirke .Hoom. Herr Godefroy war der Kandidat aller drei zu Amsterdam bestehenden Wählervereine, der Liberalen, der Konservativen- und, waS am Auffallendsten, auch der f. g. anti-revolutionären Partei , welche der schroffsten pielistischen Richtung angehört und durchaus einen ,,rein-christlichen" Staat verlangt, wofür , sie von dem tüchtigen Rechtsgelehrten- Herrn vr. A. De Pinto, Advokat im Haag und Präsidenten mehrgedachter Gesellschaft , in: einem trefflichen Artikel „die anti-revolutionäre Partei und. die Juden" abgefertigt worden ist/?-.• - ■■■■■-.•■ ■ ''■- Daß die Verdienste der beiden Volksvertreter nach Gebühren anerkannt werden, dafür spricht schon ihre Wiederwahl. Aber auch in öffentlicher Sitzung hat der Herr Minister der Justiz ihnen erst vor Kurzem seine Hochachtung bewiesen, indem er bei der Vertheidigung seines Entwurfs ei'mP richterlichen Reorganisation mit Uebergehung aller anderen Redner sich fast lediglich auf die Widerlegung der zwei israelitischen Abgeordneten, des Herrn Godefroy, der, wie das' offizielle,Blatt bemerkte, „der 'einzige Abgeordnete gewesen,- der die Sache - vom rechten Standpunkte behandelt hatte," und des Herrn van Nierop, „eines der meist geschätzten Redner", wandte, und sich ausschließlich auf die Autoritq^dreier israelitischer Rechtsgelehrten berief, des Jonas Daniel Meyer, Asser und De Pinto, von denen nur der Letzte noch am Leben. Es haben also in hiesigem Lande zwe i Juden Sitz in der zweiten Kammer; außerdem vier in den Provinzialständen, nämlich Dr. med. Sarphati und Dr. zur. Asser bei denen von Nordholland; vr. zur. Leon, Advokat und ausgezeichneter Jurist im Haag, in Südholland; - Dr. zur. Herzveld, Sohn des weiland Oberrabbinen in Zwolle, in Over-Uffel. Auch in den Gemeinderäthen befinden sich mehrere Israeliten-, wie zu Amsterdam vr. zur. C. D. Asser, Mitglied des dortigen israelitischen Schulvorstandes, und vr. I. Teipeira de Maltos, Stadtarzt und-Generalsekretär der Gesellschaft For -Nut elc.; im Haag T. Polak Daniel, Bankier und Präsident ad interim der königl.

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